Ein Hoch aufs Kokosöl – Die Wunderwaffe für Haut und Haar

am 14.02.2014 um 18:08 Uhr

„Kalpa Vriksha“ – Heißt soviel wie: Der Baum, der einem alles gibt, was man zum Leben braucht. Gemeint ist die Palme, an der die „Juwelen der Tropen“, die Kokosnüsse, wachsen. Eine Frucht, die nicht nur erfrischend lecker schmeckt, sondern die so vielseitig eingesetzt werden kann wie kaum eine andere ihrer Artgenossen. Ob in Küchentöpfen oder aber in der Beauty-Küche – frei nach dem Motto „harte Schale, flüssiger Kern“, gilt Kokos als Wunderwaffe in allen Lebenslagen. Vor allem das Öl dieser Südfrucht hat es Beauty-technisch in sich. Warum Stars wie Miranda Kerr, Jennifer Aniston oder Gisele Bundchen bei ihrer täglichen Beauty-Routine auf das Zauberöl schwören, erfahren Sie heute hier.

Sie setzten bisher eher auf Leckereien wie Kokosraspeln, Kokosmilch und Kokoswasser und das Kokosöl zählt noch zu einer großen Unbekannten in Ihrem Leben? Dann werden Sie unsere Kokosöl-Beauty-Tipps sicher überraschen.

Kokosöl ist nicht gleich Kokosöl

Das Öl der Kokosnuss sorgt nicht nur für außergewöhnliche Geschmackserlebnisse, es pflegt sogar Ihre Haut ebenso effektiv wie Ihr Haar. Verantwortlich dafür sind einerseits die im Kokosnussöl enthaltenen gesättigten Fettsäuren, die hier bei fast 90 Prozent liegen und anderseits die Laurinsäuren, denen eine antibakterielle Wirkung nachgesagt wird. Besonders bei raffiniertem Öl kann es deshalb vorkommen, dass die Anzahl der Laurinsäuren durch das Entfernen von Aromen, Farben und Gerüchen verringert wird. Das Ergebnis ist dann ein klares Öl, wie wir es kennen, allerdings auch ohne jeglichen typischen Kokos-Geruch. Es sei denn, es wurden künstlich Duftstoffe hinzugefügt. Es gibt allerdings auch noch die native und kaltgepresste Kokosöl-Variante: Dieses Öl behält seine milchige Struktur ebenso wie einen natürlichen, leichten Kokos-Duft. Im Gegensatz zum raffinierten Kokosöl, wird das kaltgepresste zum Kochen und zur Pflege verwendet. Es eignet sich von daher ideal als Allrounder in Ihrer heimischen (Beauty-) Küche.

Der widerspenstigen Haar-Zähmung

Ein Tag ist es der Lockenstab, dann wieder der enge Pferdeschwanz und die ständigen Temperaturschwankungen sind auch nicht gerade förderlich für gesundes und glänzendes Haar. Mit Kokosöl können Sie Ihrem Haar allerdings ab und an etwas Gutes tun, indem sie das zähflüssigere native Kokosöl als Haarmaske verwenden und das flüssige Öl zwischendurch als Pflegekick, wie anderes Haaröl, einsetzen. Die Nährstoffe im Kokosöl bringen nicht nur Ihr Haar zum Glänzen, da es mit wertvoller Feuchtigkeit versorgt wird, sondern beruhigen und pflegen zudem auch Ihre Kopfhaut. Vor allem wenn Sie unter juckender oder schuppiger Kopfhaut leiden, kann das Kokosöl schonende Abhilfe schaffen. Für Allergiker ist natives Kokosöl hingegen eine ideale Alternative zu mitunter teuren Ersatzprodukten.
Und so geht’s:
Die pflegende Verschönerungskur Ihrer Haare beginnt mit einer ordentlichen Dusche und dann gilt: Je länger, desto besser. Verteilen Sie die Kokosöl-Masse gleichmäßig im Haar und massieren Sie außerdem die Kopfhaut ordentlich ein. Aber jetzt bloß nicht gleich ausspülen, sondern mindestens eine Stunde, besser noch eine ganze Nacht einwirken lassen. Kleidung und edle Bettwäsche schützen Sie vor fettigen Spuren indem Sie sich ein Handtuch um den Kopf wickeln oder aber einen speziellen Haarschutz aufsetzen.
Aber auch andere Härchen können von der Kokos-Wunderwaffe profitieren. Falls Sie also zu denjenigen Frauen gehören, die auch bei Ihren Augenbrauen auf haarige Fülle schwören, sollten Sie hier ebenfalls regelmäßig ein wenig Kokosöl in die feinen Haare massieren und einwirken lassen.

Schöne Haut – in guten wie in schlechten Tagen

Auch Ihre Haut wird sich über ein wenig Kokos-Zuwendung freuen, denn die Feuchtigkeit, die Kokosöl Ihren Haaren und Ihrer Kopfhaut schenkt, nimmt auch Ihre Haut mit Kusshand entgegen. Schon eine kleine Menge reicht, um Ihren Körper wie mit einer üblichen Lotion einzucremen und auch das Gesicht erfreut sich an diesem reichhaltigen Frischekick. Allerdings sollten Sie das Kokos-Cremeerlebnis in die Abendstunden verlegen, da das sehr fettige Öl seine Zeit braucht bis es komplett in die Haut eingezogen ist.
Gerade im Winter eignet sich eine kleine Menge Kokosöl auf der Fingerspitze aber auch ideal als Lippenbalsam, der nicht nur pflegt, sondern auch gleichzeitig vor erneuter Kälte schützt.
Durch die antibakteriell wirkenden Laurinsäuren ist Kokosöl allerdings auch ideal geeignet, um Hautirritationen zu bekämpfen. Sei es der Sonnenbrand, schuppige Hautstellen oder gar Schnittwunden oder Narben – die Wirkung der Laurinsäuren ist nahezu beachtlich. Auch Akne oder Neurodermitis werden inzwischen mit Kokosöl behandelt. Und natürlich schwören auch Schwangere auf die Kraft des Kokosöls, denn durch regelmäßiges Einreiben des Bauches kommt es zu viel weniger Dehnungsstreifen. Gerade in Fällen, die eher ins Medizinische gehen, ist es jedoch wichtig, wirklich nur das native, kalt gepresste und unbehandelte Kokosöl zu verwenden, da nur hier der nötige Laurinsäuregehalt gewährleistet werden kann.

Kokosöl als kosmetischer Radiergummi

Verschmierter Mascara – ob nach dem Sport, einer langen Club-Nacht oder einem spontanen emotionalen Ausbruch, kussechter Lippenstift, der mal wieder über den Rand gewandert ist oder aber auch die sonst so strahlenden Zähne, die mal wieder eine kleine Aufhellung nötig haben – in allen Fällen kann auch unser Kokosöl helfen. Der hohe Fettgehalt im Öl sorgt dafür, dass sich kosmetische Unfälle mit einem Wattestäbchen und einer kleinen Menge Kokosöl im Nu auslöschen lassen. Die antibakterielle Wirkung des Öls vernichtet hingegen unerwünschte Bakterien auf den Zähnen – allerdings ist das Ausspülen mit dem Öl nicht gerade sehr angenehm und braucht seine Zeit der Gewöhnung.
Entdecken Sie die Wunderwaffe Kokosöl und die besten Produkte noch einmal ausführlich in unserer Bildergalerie.

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