Haute Couture Paris

Paris Haute Couture: Die Top-Trends der Luxus-Modewoche

am 14.07.2014 um 15:22 Uhr

Kilometerweise exklusivste Seide von Hand plissiert und mehrere Kilo Perlen, die auf die edelsten Designs genäht werden – wochenlang, monatelang. Das sind die Pariser Haute-Couture-Schauen. Sie sind das Highlight der höchsten aller Schneiderkünste und zeigen neben viel Drumherum vor allem die schönsten Designs dieser Welt. Eine Woche lang präsentierten die Großen der Szene ihre Entwürfe für den Herbst und Winter 2014/2015 und setzten damit erneut richtungsweisende Trends. Wir haben Ihnen die Top-Trends der Haute-Couture-Schauen in Paris hier und in unserer Bildergalerie zusammengefasst.

Keine Massenproduktion sondern lediglich maßgeschneiderte Luxuswaren, an denen bekannte Designer ihr kreatives Können unter Beweis stellen und die die Schneiderkunst mit viel Detail und Tamtam ehren. Die Haute-Couture-Schauen in Paris haben mal wieder voll ins Trendgeschehen eingeschlagen.

Zeig her deinen Körper

Warum sollte man sich im Herbst mit Schals und Tüchern verdecken, wenn man doch so hart an seinem stählernen Sommer-Körper gearbeitet hat? Die Designer der Haute-Couture-Schauen fragten sich das scheinbar auch und wollen den verdeckenden Lagenlook wohl eher als „so last year“ abstempeln. Labels wie Valentino und Loris Azzaro machen es uns im kommenden Herbst und Winter möglich, den Bikini-Körper weiterhin zur Schau zu stellen und ihn in reine, transparente Stoffe zu hüllen, die hauchdünn nur das Nötigste verdecken.

Feuerrot gegen die Kälte

Während einige Designer noch dem Orange-Trend hinterher eifern, prägt das Label Viktor & Rolf bereits das nächste Farb-Muss. Ganz nach dem Motto „Heiße Röte an kalten Tagen“, wird es nun noch intensiver. Geht man nach dem Geschmack der beiden Designer hinter dem Label, Viktor Horsting und Rolf Snoeren, sollte frau im kommenden Winter Wert darauf legen, genügend rote Akzente in ihrer Garderobe zu setzen. So wird der Temperatur auch an den kältesten Tagen mit heißen Rot-Tönen getrotzt, gern auch im Allover-Look.

Aus Leo wird Orang-Utan

Der Animal-Trend ist seit Jahren ein Phänomen, welches sich in immer wieder neuen Optiken tapfer auf dem Trend-Treppchen hält. Mal war es das Muster des Leoparden-Fells, dann wurde es die Schlangen-Haut oder gar die gestreifte Zebra-Optik. In Paris wurden die Outfits nun noch tierischer und zwar in Form von Orang-Utan-Looks. Schiaparelli folgte dem neuen Langhaar-Trend mit Stolas und flauschigen Ärmeln, Giambattista Valli mit Oberteilen im animalischen Style. Das lange Zottelfell gilt im kommenden Herbst als besonders elegant und angesagt.

Historische Reifröcke modernisiert

Zugegeben, besonders alltagstauglich waren die opulenten Reifröcke vergangener Epochen mit ihren durch Reifen aus Holz, Fischbein oder Federstahl gespreizten Unterröcken vielleicht nicht wirklich – toll sahen sie aber trotzdem aus. Wahrscheinlich haben Labels wie Chanel und Dior den historischen Look deswegen modernisiert und uns einen neuen Reifrock ohne Reif für den kommenden Herbst und Winter beschert. Während sich bei Chanel Neopren in Form wölbte, war es bei Dior hochwertige Jacquard-Seide.

Funkelnder Glitzer-Schimmer

Während Glitzer, Pailletten und Co. bisher stylische Highlights des Sommers waren, werden sie nun von Labels wie Zuhair Murad auch im Herbst und Winter willkommen geheißen. Da sich viele Frauen zur kühleren Jahreszeit auf gedeckte Farben und dezente Töne besinnen, wird es nun Zeit für einen Sinneswandel – funkele es, was es wolle. Eine Veränderung, die wir definitiv nicht fürchten, sondern gern mit unseren Kleidern, Jacken und Hosen um die Wette strahlen.

Lieber anonym bleiben

Hüte sind zweifelsohne ein Accessoire, das seinesgleiches sucht. Sie verpassen einfach jedem Look den ganz besonderen Touch und machen einen langweiligen Alltags-Style zum Hingucker. Auch die Gäste bei den Haute-Couture-Schauen in Paris setzten vermehrt auf Kopfbedeckungen, vorzugsweise in Form leicht zerknautschter Filz-Hüte. Die Designer gingen allerdings noch einen Schritt weiter und schaffen im kommenden Herbst und Winter nicht nur Abhilfe bei einem „Bad Hair Day“, sondern auch im Falle eines „Bad Face Days“. Jean Paul Gaultier, Maison Martin Margiela und On Aura Tout Vu statteten ihre Models nämlich mit Masken aus, verdeckten damit ihre hübschen Gesichter und schenkten ihren Designs damit vollsten Respekt. Wir werden sehen, ob sich die geheimnisvollen Verstecker tatsächlich vom netten Halloween-Accessoire zum Muss der High Society wandeln oder ob dies doch ein Trend ist, der zu couture ist, um wahr zu sein. Zur Not tun es auch weiterhin die stylischen Hüte, liebe Damen.

Sehen Sie die Top-Trends der Pariser Haute-Couture-Woche noch einmal in unserer Fotoshow.

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