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Heiße Sommernächte: Acht Tipps, wie Sie trotz Hitze gut einschlafen

am 24.07.2015 um 16:26 Uhr

Gequältes Gewälze in heißen Laken und schlafloser Frust, wer kennt es nicht? Bei hochsommerlichen Temperaturen von über 35 Grad fällt es uns oftmals nicht leicht, einzuschlafen und uns die Erholung zu holen, die der Körper braucht. Im Schlafzimmer steht die Luft, aus jeder Pore strömt der Schweiß und jede Bewegung stört, was also tun, wenn im Hochsommer das Einschlafen zur Bestandsprobe wird? Wir haben hier und in unserer Bildergalerie acht Tipps für Sie parat, wie Sie trotz unangenehmer Hitze das Einschlafen bewältigen können.

Decke hin, Decke weg, Fenster auf, Fenster zu, Ventilator an, Ventilator aus – heiße Sommernächte können einem manchmal das Einschlafen gänzlich verleiden. Tatsächlich schläft man im Sommer generell weniger: Durch das lange Tageslicht bildet der Körper weniger von dem Einschlafhormon Melatonin und wacht früher auf. Ganz auf den Schlaf kann der Organismus aber auch im Sommer nicht verzichten. Umso wichtiger ist es, dass man dem Einschlummern mit ein paar Tricks nachhilft:

1. Nicht kalt, sondern lauwarm duschen!

Auch, wenn es kurzzeitig gut tut, eine kalte Dusche ist vor dem zu Bett gehen trotzdem nicht zu empfehlen. Das kalte Wasser führt dazu, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen und die Wärme nicht mehr ideal aus dem Körper heraustransportiert werden kann. Eine lauwarme Dusche sorgt hingegen für eine Gefäßerweiterung und eine Öffnung der Poren: Die Wärme kann besser entweichen und verschafft mehr Linderung. Duschgels mit wohltuendem Lavendel- und Kamille-Extrakt wirken zusätzlich beruhigend.

2. Auf Alkohol verzichten

Noch ein Gläschen Rotwein vor dem Schlafengehen, damit man besser einschläft? Auf keinen Fall! Von alkoholischen Getränken sollten Menschen mit Schlafproblemen grundsätzlich die Finger lassen, an sehr heißen Tagen umso mehr. Bier oder Wein versetzen Sie nämlich lediglich in einen unruhigen, oberflächlichen Schlaf und steigern den Harndrang. Ergebnis ist: Sie schlafen eventuell ein wenig schneller ein, wachen aber nicht gerade erholt auf.

3. Decke: Ja oder Nein?

Ja! Egal wie heiß es draußen ist, nachts kühlt sich das Schlafzimmer bei offenem Fenster immer ein wenig ab. Und da unser Körper erstaunlicherweise jede Nacht circa einen halben Liter Schweiß verliert, kühlt auch dieser nachts schneller aus. Um sich keine Erkältung zu holen, sollten Sie sich deshalb immer zudecken, am besten mit einem dünnen Laken aus Baumwolle, dieses ist atmungsfähig und saugt den Schweiß problemlos auf.

4. Nackt schlafen: Ja oder Nein?

Nein! Der Gedanke, dass nackt schlafen im Hochsommer besonders angenehm und kühl ist, ist leider irreführend: Denn da Sie, wie bereits erwähnt, jede Nacht unbemerkt ordentlich schwitzen, bleibt dieser, wenn Sie nackt schlafen, auf Ihrer Haut liegen, wird kalt und kann Sie unangenehm auskühlen, was im schlimmsten Fall zu einer saftigen Sommererkältung führt. Entscheiden Sie sich am besten für eine leichte Baumwollkleidung, ähnlich der Bettdecke. Diese absorbiert Ihren Schweiß problemlos und ist extra atmungsaktiv.

5. Finger weg vom Kühltruhen-Trick!

Dieser Tipp macht in diversen Foren und Ratgebern gerade die Runde, ist aber nicht wirklich empfehlenswert: Angeblich soll man die Bettwäsche und den Pyjama vorm Schlafengehen in die Kühltruhe legen. Im ersten Moment mag der kühlende Effekt angenehm sein, dann kann das Kleidungsstück aber schnell feucht, kalt und unangenehm werden. Außerdem stört der klamme Stoff den Wärmetransport aus dem Körper. Und wer möchte schon gerne in nassen Bettsachen schlafen?

6. Kein schweres Essen vor dem Schlafengehen

Wer in der Sommerhitze gut einschlafen möchte, sollte auf sein Abendessen achten: Das heißt konkret, nicht zu viel und nicht zu üppig essen, nicht zu süß, nicht zu salzig und nicht zu fettig. Klingt schwieriger als es ist, aber leichte Salate, lauwarme Suppen, Gemüsepfannen oder Hüttenkäse lassen noch genügend Auswahl und belasten den Magen-Darm-Trakt nicht.

7. Fenster auf oder Ventilator an?

Ein offenes Fenster bei einer heißen Sommernacht ist sinnvoll, da Sie somit zu einer kühlen Brise und frischen Luft kommen können. Achten Sie jedoch darauf, dass Sie nicht in der direkten Zugluft liegen, dies kann wiederum zu einem steifen Nacken oder Schulterschmerzen führen, sollte der Muskel ausgekühlt werden. Für den Ventilator gilt eigentlich dasselbe: Stört Sie das Geräusch nicht beim Schlafen und ist der Luftstrom nicht direkt auf Sie gerichtet, kann er ebenfalls als Brise eingesetzt werden.

8. Wärmflasche umfunktionieren

Ein letzter Geheimtrick zum Schluss: Füllen Sie Ihre Wärmeflasche mit Eiswasser und legen Sie diese bis zum Schlafengehen in den Kühlschrank. Nehmen Sie sie dann heraus und legen Sie die kühle Flasche an Arme und Beine, niemals jedoch auf den Oberkörper, Nierenbereich, Kopf oder Bauch! Legen Sie auch keine nassen Tücher auf Ihren Kopf oder Körper, davon können Sie genauso auskühlen wie von direkter Zugluft.

Noch weitere kleine Tipps zum Thema ‚Besser Einschlafen bei Hitze ‘, finden Sie hier in unserer Bildergalerie.

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