Gesundheitsrisiken

Wirklich? Durch High Heels plötzlich 20 Jahre älter

am 19.01.2015 um 15:40 Uhr

Dass das Tragen von High Heels nicht unbedingt das körperliche Wohl begünstigt, dürfte wohl nichts Neues sein. Allerdings nehmen viele Damen den einen oder anderen Schmerz in der Hüfte, dem Rücken, der Ferse, eine Fehlstellung der Zehnen oder gar den so gefürchteten Hallux valgus (Schiefstand des großen Zehs) in Kauf, um ihre Beine in High Heels noch schlanker, ihr Auftreten noch femininer und selbstbewusster erscheinen zu lassen. Eine Studie der Stanford University treibt den schlechten Ruf der sexy Hacken nun allerdings auf die Höhe und sagt hohen Absätzen nach, dass Sie eine Frau plötzlich um 20 Jahre altern lassen. Was hinter dieser Studie steckt und wie Sie den automatischen Alterungsprozess umgehen können, das erklären wir Ihnen hier und in unserer Fotoshow .

Zwar gibt es wahrscheinlich nicht viele Frauen, die behaupten, dass das Tragen von High Heels besonders komfortabel ist, dass hohe Schuhe einen aber um gleich 20 Jahre älter aussehen lassen, ist dann aber doch zu viel, oder?

Die Studie

Eine Studie der Stanford University machte es sich zur Aufgabe, herauszufinden, wie gesundheitsschädlich High Heels tatsächlich sind, insbesondere für die Knie. Dafür dienten 14 Frauen als Testpersonen, deren Kniestellung bei für sie normalem Tempo und im Stand beobachtet wurde. Die Frauen liefen zuerst in Sneaker, dann in Schuhen mit einer Absatzhöhe von 3,8 cm und schließlich in High Heels mit 8,3 cm Absatz. Das alles einmal mit einer Weste, die 20 Prozent des jeweiligen Körpergewichts entsprach, und einmal ohne diese.

Das Ergebnis

Das Ergebnis dieser Untersuchung dürfte bei vielen High-Heels-Fans für Ernüchterung sorgen: Jedes Mal, wenn Sie zu hohen Hacken greifen, lassen Sie Ihre Kniegelenke altern und erhöhen zudem das Risiko, an Osteoarthritis (entzündliche Gelenkerkrankung) zu erkranken, vor allem, wenn Übergewicht im Spiel ist.

Aus der Studie geht hervor, dass die Knie beim Tragen von High Heels weitaus stärker in eine unnatürliche, gebogene Form gedrückt werden, als beim Tragen von flachen Schuhen und das beim Gehen genauso wie beim Stehen. Diese beobachteten Veränderungen im Gang der Frauen gleichen denen, die man bei älteren Damen oder eben Frauen, die unter Arthritis leiden, erkennen kann. Doch damit nicht genug, denn vor allem in Kombination mit Übergewicht und mit steigender Absatzhöhe können High Heels als potentielles Risiko für die Erkrankung an Arthritis angesehen werden.

Trotzdem hohe Hacken

Da der Verzicht auf High Heels bei vielen gar nicht in Frage kommt, greifen Sie doch des Öfteren einmal auf weniger hohe Hacken zurück. Bis etwa 3 cm sollen die Absätze nämlich eher unbedenklich für die Gelenke sein. Gut wäre zudem, wenn Sie Ihre Beine und Gelenke trainieren, dadurch werden Überlastungserscheinungen zwar nicht ausgeschlossen, können allerdings etwas gehemmt werden. Außerdem sind Schuhe zu empfehlen, die eine höhere Stabilität durch beispielsweise einen Block- oder Wedge-Absatz bieten. Wer partout nicht auf seine hohen Absätze verzichten mag, sollte seinen Füßen zumindest zu jeder Möglichkeit etwas Entspannung gönnen, in der Mittagspause beispielsweise barfuß herumlaufen, Zuhause auf Pantoffeln verzichten und diesen dicke Socken vorziehen.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen Schuhmodelle, die trotz niedrigem Absatz durchaus sehens- und empfehlenswert sind.

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