High-Heel-Hürde: Die Model-Tricks von der MBFWB

am 03.07.2013 um 18:00 Uhr

Es passiert den Besten der Besten. Denn Models wie Naomi Campbell, Agyness Deyn und Co. sind schließlich auch nur Menschen, die auf zwei Beinen durchs Leben laufen. Womit wir auch schon beim Stichwort wären, denn die unendlich langen Beine der Models müssen auf zuweilen sehr, sehr hohen Schuhen über die Catwalks balanciert werden. Klar, dass da der ein oder andere Sturz nicht ausbleibt. desired.de hat sich für Sie exklusiv auf der Berlin Fashion Week im Zelt am Brandenburger Tor umgehört und einige Models nach wertvollen Tipps und Tricks für Kolleginnen aus der Branche und High-Heel-Fashionistas gefragt.

Es ist jedes Jahr aufs Neue dasselbe Bild, das sich wenige Meter vor dem großen Mercedes-Benz-Fashion-Week-Zelt abspielt, denn ganz gleich in welcher Saison, zahlreiche Frauen stoppen hier abrupt und tauschen bequeme Sneaker und altbewährte Ballerina gegen mörderische High Heels ein. Wer schön sein will, muss eben leiden – oder was meinen die Models?

Der Schuh ist zu klein, die rechte Braut sitzt noch daheim!

„Training, Training und nochmals Training“, lautet die Devise unter den Models. Denn die verschiedenen Designer haben nicht nur eine ganz genaue Vorstellung, was die jeweilige Optik der jungen Laufsteg-Gazellen angeht, sondern wählen zudem verschiedene Arten von Musik aus und wollen auch beim Walk der Girls die richtige Mode-Message rüberbringen. Da heißt es einen Fuß gekonnt vor den anderen setzen, doch wer sich nach dem erfolgreichen Fitting bereits in Sicherheit wiegt, der hat noch nicht die Launen einiger Designer kennengelernt. „Als ich in der letzten Saison bei der Berlin Fashion Week gelaufen bin, hatten wir plötzlich ganz andere Schuhe als beim Fitting“, berichtet uns das junge Model Lin. „Bei jedem Model waren die Schuhe circa zwei Nummern zu groß. Da mussten wir uns dann ballenweise Watte in die Schuhe stopfen und haben die Schuhe von innen gepudert, damit man beim Laufen nicht rausrutscht“.

Ruckediguh, ruckediguh, Blut ist im Schuh!

Doch nicht nur zu große Schuhe machen den Models zu schaffen, auch enge Riemchen, ein ungünstiger Winkel oder eine Naht können zu Blasen, aufgescheuerten Wunden und Quetschungen führen. Vorsicht ist in diesem Fall also besser als Nachsicht, das wissen auch die Models. „Am besten ist es immer schon im Vornhinein Blasenpflaster auf die kritischen Stellen zu kleben. Ich habe außerdem immer ausreichend Watte und Sohlen dabei, weil ich zwei unterschiedlich große Füße habe“, verrät Marika uns im Interview. Ganz auf sich sind die Mädchen jedoch nicht gestellt und so sorgen die Design-Assistenten mit cleveren Tricks dafür, dass der Gang über den Catwalk auch möglichst sicher vonstattengeht. „Meistens werden zuvor die Sohlen zerkratzt, damit man auf dem glatten Laufsteg anschließend nicht ausrutscht.“

Glatt und glänzend war übrigens auch der Catwalk am heutigen Morgen bei der Show des Berliner Labels Blacky Dress, doch zur Freude der Models und der anwesenden Zuschauer blieben Stürze gänzlich aus, denn flache Schuhe in angesagter Metallic-Optik bestimmten die gesamte Kollektion. Auch Modeschöpfer Kilian Kerner und Shit-Shop-Besitzerin Bonnie Strange setzten zuvor bei ihren Schauen auf bequeme Sneaker. Wir wittern einen Trend!

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