Statement-Schmuck und Basecaps: Hip Hop is back

am 15.02.2013 um 17:36 Uhr

Wer die Ohren spitzt, kann sie schon hören: die Neunziger. Sie sind zurück. Lauter, aber vor allem anders. Denn diesmal erscheinen sie nicht in Form von Neon-Farben, Rave-Smileys oder Stonewashed-Jeans, sondern als Hip-Hop-Revival. Musikalisch begleitet uns der Trend schon seit mindestens einem Jahr. Schließlich werden Künstler wie ASAP Rocky, Azealia Banks oder Kendrick Lamar im Radio rauf und runter gespielt. Es wird also Zeit, sich auch modisch anzupassen.

Nicht nur Rihanna, die sich bekanntermaßen in einer On-Off-Beziehung mit dem Rapper Chris Brown befindet, setzt beim Styling auf den Hip-Hop-Look, selbst die Pop-Queen Lady Gaga hat den Trend erkannt und sang zu Kendrick Lamars Superhit „Bitch, Don´t Kill My Vibe“ den Refrain. Wer im Augenblick angesagt sein will, bezieht sich auf die ursprünglichste aller Jugendkulturen und definiert diese neu: ob mit Basecap, dicken Statement-Ketten oder klobigen Ringen.

Bigger is better

Schließt man die Augen und stellt sich einen Neunzigerjahre-Rapper wie Notorious B.I.G. oder Tupac vor, dann sieht man einen nackten Oberkörper, der mit einer Menge Goldschmuck behängt ist. Dieser Goldschmuck bestand vornehmlich aus verschiedenen Ketten in den unterschiedlichsten Größen. Sie waren dick, dünn, lang, breit, klein, glitzernd, golden oder silberfarben und bedeckten die Haut des Trägers. Heutzutage reicht eine einzelne Kette – die sogenannte Statement-Kette – aus, um einen ähnlichen Effekt zu erzielen. Vermutete man letzten Winter noch, dass sich dieser Trend nicht länger als eine Saison halten würde, belehrten uns besonders die Street-Style-Blogs eines Besseren.

Neben den Ketten, die zu T-Shirts, Pullovern oder Abendkleidern getragen werden können, etablierte sich ein weiterer Bling-Bling-Trend, nämlich die Statement-Ringe. Wie zum Beispiel ein Ring aus der Balenciaga-Kollektion Frühjahr/Sommer 2013. Wichtig hierbei: Der Ring darf groß und protzig sein, muss dabei aber trotzdem edel und kultiviert wirken. Wer sich dazu entschließt, Handschmuck dieser Art zu tragen, verzichtet besser komplett auf eine Uhr, Armbänder oder andere Ringe. Der Fokus sollte auf diesem fantastischen Eye-Catcher liegen!

Hip Hop meets High Fashion

Ob das klassische New Era Cap, das als NY- oder LA-Variante erworben werden kann oder der stylishe Überflieger der Kenzo-Kollektion – mit einem Basecap kann man in diesem Frühling einfach nichts falsch machen. Getragen werden können die kultigen Kopfbedeckungen zu allen Gelegenheiten – besonders aber zu allen möglichen Looks. Statt den Sport-Trend gnadenlos mit einer grauen Jogginghose, einem Sweater und einem Basecap durchzuziehen, konzentriert man sich lieber auf geglückte Stilbrüche.

Dabei kann zum Beispiel ein schwarzes Spitzen-Top oder das blumige Flatterkleid mit einem coolen Basecap kombiniert werden. Dieser modische Trick sprengt die Ketten des Konventionellen und eröffnet eine Freiheit, die zum Experimentieren einlädt. Was gibt es Schöneres als Coolness, die auf Sex-Appeal oder Natürlichkeit trifft? Wie das Basecap getragen wird, bleibt dabei jedem selbst überlassen. Der Schirm kann sowohl nach vorne, nach hinten, sowie seitlich ausgerichtet werden. Diese Tragevarianten vergrößern die Vielfalt und die Ausdrucksmöglichkeiten dieses Trends.

Mit dem Hip-Hop-Revival lässt sich eine wunderbar spielerische Leichtigkeit und spannende Uneindeutigkeit auf fantastische Weise ausleben. Wer sich neu erfinden möchte, trägt diesen Sommer dicke Klunker, hängendes Geschmeide und sportliche Kopfbedeckungen!

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