Lifestyle

Mut zu Freizeit und Entspannung: Warum Hobbys so wichtig sind

am 17.06.2015 um 14:07 Uhr

Gerade erst kehrt man aus dem Büro nach Hause zurück und schon toben wieder die ungelesenen Mails auf dem Smartphone. Natürlich jedes Mal mit Signalton, denn lautlos geht nicht, es könnte einem ja eine wichtige Nachricht entgehen. Wie haben wir das denn damals gemacht, vor circa 15 Jahren etwa, als es noch keine Smartphones gab, man nicht ständig anrufen konnte, wenn man sich mal wieder um fünf Minuten verspätet. Man hat sich die Zeit vertrieben, irgendwie. Heute scheinen Hobbys und Freizeitbeschäftigungen der multimedialen Vereinsamung gewichen zu sein. Lesen Sie hier und in unserer Fotoshow , warum Hobbys nach wie vor sehr wichtig sind.

Können Sie sich noch an jene Zeit erinnern, in der man sich die Wartezeit auf die Straßenbahn mit In-den-Himmel-Schauen, Lesen oder irgendetwas Entspanntem vertrieb? Das war damals, als wir noch nicht von der Stresssucht begleitet waren, das Leben ruhiger angingen und nach der Arbeit nicht zur Arbeit, sondern zu Freunden oder Familie schlenderten.

Im Wandel der Zeit

Früher sah man Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln ein Buch lesen, Gruppen nach Feierabend in einem Biergarten sitzen oder Pärchen im Park Tischtennis spielen. Heute sind diese Anblicke hektischen Menschen mit Telefon am Ohr oder Wischbewegungen auf einem Handy-Display gewichen. Kaum ein Mensch hat mehr ein Hobby. Viele murmeln sogar kleinlaut in ihren vielleicht vorhandenen Bart, dass es heute keine Zeit mehr für persönliche Leidenschaften und Herausforderungen gäbe. Wie bitte? Keine Zeit mehr für Entspannung, Spaß und Freizeit, in welcher Gesellschaft sind wir denn gelandet?

Warum sind Hobbys so wichtig?

Hobbys sind, im Gegensatz zum Beruf, Dinge, die man nicht tun muss, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Es sind keine Verpflichtungen, die zwingend Leistungen erfordern. Sie dienen in den meisten Fällen der Unterhaltung, dem Spaß, der persönlichen Leidenschaft oder Herausforderung und haben daher einen sehr entspannenden, ausgleichenden Effekt auf das Leben. Menschen, die keine Hobbys haben oder ihre Zeit nicht in Spaß investieren, sind demnach oft unzufrieden, irgendwie lebensärmer.

24/7 bei der Arbeit

Stellen wir uns also die allseits bekannte Situation vor: Man verlässt das Büro pünktlich zum Feierabend, versackt danach auf der Couch und widmet sich ungelesenen E-Mails oder eben jenen Aufgaben, die während der Arbeitszeit liegen geblieben sind. Was folgt, ist oft der Rückzug aus dem familiären und freundschaftlichen Umfeld, der Verzicht auf Aktivitäten, die einen endlich einmal zur Ruhe kommen lassen würden. Allerdings ist es jedoch schier unmöglich, permanent Bestleistungen im Job abzurufen, wenn einem der Ausgleich im Privatleben fehlt, man keinen Abstand zu beruflichen Problemen gewinnen und Kraft tanken kann.

Guter Job durch guten Ausgleich

Durch einen körperlichen und seelischen Ausgleich nach der Arbeitszeit steigert sich nicht nur die Leistung im Job, sondern auch die Lebensfreude sowie das menschliche Miteinander. Nicht zu vergessen ist auch das Vorbeugen gegen Depressionen, Verspannungen, Erkältungen oder Bluthochdruck, die oft durch zu viel Stress entstehen. Leider ist es jedoch nur wirklich wenigen von uns möglich, tatsächlich einmal abzuschalten, sich einfach dem Spaß und der Entspannung zu widmen. Wir vernachlässigen die Freizeit, die Familie und Freunde und ziehen uns in Stresssituationen zurück oder geraten in eine „Freizeitfalle“, projizieren den beruflichen Stress auf das Umfeld und machen uns damit in den meisten Fällen so richtig unbeliebt. Noch dazu bringt dieser überschwängliche Aktionismus nicht viel, außer noch mehr Stress.

Ob eine solche Konsequenz im Prestigedenken eher löblich oder unmöglich ist, sei jeder Meinung selbst überlassen. Fakt ist jedoch, dass es Entspannungsphasen braucht, um am nächsten Morgen wieder voll einsatzfähig sein zu können. Hobbys sind also weder Zeitverschwendung noch überbewertet, sie sind schlichtweg nötig, um sich körperlich und seelisch vom Stress zu erholen.

Work-Life-Balance im Alltag

Glücklicherweise gibt es trotz vieler Negativerfahrungen auch allerhand Arbeitgeber, die dieses Problem bereits erkannt haben, ihren Mitarbeitern dank flexibler Arbeitszeiten, Fitnessangeboten und Co. eine Balance zwischen Beruf und Privatleben ermöglichen und sich somit weitaus belastbarere und erfolgbringendere Kräfte an den Tisch holen.

Sollten Sie nicht mit einem solchen Work-Life-Balance-Angebot beschert worden sein, ist Ihnen nur zu raten, das Telefon nach Feierabend endlich abzuschalten. Ernten Sie die Erdbeeren in Ihrem Garten, treffen Sie Freunde, genießen Sie den besten Wein eines Nobel-Restaurants und tun Sie einfach nur das, worauf Sie so richtig Lust haben.

Wie wichtig Hobbys neben dem Beruf wirklich sind, erklären wir Ihnen noch einmal in unserer Bildergalerie.

Kommentare


Luxus: Mehr Artikel