Abnehm-Trend

Können Kilos durch die Sonne schmelzen? Alles zur skurrilen Hongkong-Diät

am 08.10.2015 um 14:45 Uhr

Die Asiaten sind ja schon länger für skurrile Trends in Sachen Schönheit bekannt. Gesichtsrasuren für einen strahlenden Teint, fermentierte Beauty-Produkte als Anti-Aging-Mittel – was tut man in Fernost nicht alles für ein perfektes Aussehen? Nun gibt es einen Diät-Hype aus Asien, genauer gesagt aus der Metropole Hongkong, der sich in diese sonderbare Riege von Schönheitsmaßnahmen einreiht: Die sogenannte Hongkong-Diät verspricht, überschüssige Kilos ganz einfach mit Hilfe der Sonne schmelzen zu lassen. Was hinter diesem sonderbaren Abnehm-Konzept steckt, erfahren Sie hier und in der Bildergalerie.

In Asien gilt blasse Haut eigentlich als Schönheitsideal und Symbol für Wohlstand, weil diese signalisiert, dass für das Einkommen nicht hart im Freien und in der Sonne gearbeitet werden musste. Deshalb meiden gerade asiatische Frauen das Sonnenlicht, wo es nur geht, um einen hohen sozialen Status zu unterstreichen und für die Männerwelt attraktiver zu werden. Doch das alles scheint jetzt über Bord geworfen zu werden: Für einen neuen Abnehm-Trend verabschieden sich viele Damen jetzt von ihrer Scheu vor der Sonne.

Das verspricht die Hongkong-Diät

Lieber schlank als blass, so lautet anscheinend das Motto einiger Damen in der südchinesischen Metropole Hongkong. Denn durch die Diät, die nach der Stadt benannt wurde, sollen die Pfunde einfach durch die Sonne schmelzen. Das ist natürlich nicht wortwörtlich gemeint, vielmehr geht es um die Sonnenenergie und das vom Körper „getankte“ Vitamin D, das als Nahrungsersatz dienen soll. Ja, Sie haben richtig gelesen: Die Energie, die wir durch Nahrungsaufnahme gewinnen, wird bei der Hongkong-Diät einfach durch die Absorption von Sonnenenergie ersetzt. Das Resultat: Durch die völlig kalorienfreie Solarenergie soll man viel weniger Mahlzeiten zu sich nehmen und sogar einen ganzen Tag ohne Hungergefühl und damit auch ohne Nahrungsaufnahme überstehen können.

So funktioniert der Abnehm-Trend

Wem das jetzt noch nicht verrückt genug klingt, der sollte sich das Prozedere einmal genauer zu Gemüte führen. Die Hongkong-Diät verlauft nämlich folgendermaßen: Die Damen suchen sich ein sonniges Plätzchen, bevorzugt am Morgen oder am Abend, damit die UV-Belastung und die Sonnenbrandgefahr für die Haut etwas geringer sind. Dann stellen sie sich einen Wecker und fangen an, direkt in die Sonne zu starren.

Die Diät soll nämlich nicht primär über die Haut, sondern über die Augen funktionieren, die das Sonnenlicht „aufnehmen“. Da ein direkter, längerer Blick in die Sonne ja bekanntlich zu Augenproblemen führt, tragen die Damen Sonnenbrillen, doch nicht etwa ganz normale, sondern sogenannte Rasterbrillen. Diese besitzen statt Gläsern Plastikscheiben mit kleinen Löchern, sodass nur ein Teil des Sonnenlichts zu den Augen gelangt, wodurch die Belastung für diese angeblich geringer sei. Wie lang die Damen nun in die Sonne starren? Je nachdem, wie „trainiert“ sie sind, schaffen es einige von 10 Sekunden bis hin zu 45 Minuten!

Was kann die Hongkong-Diät wirklich?

Liebe Damen, so sehr wir manche asiatische Beauty-Treatments zu schätzen wissen, die Hongkong-Diät ist uns dann doch etwas zu absurd. Das Sonnenanbeten kann natürlich nicht als Ersatz für eine regelmäßige Nahrungsaufnahme dienen und auch der direkte Blick in die Sonne richtet eher Schäden an, als dass er beim Abnehmen hilft. Wir belassen es daher in Sachen Diät lieber beim klassischen Mix aus gesunder Ernährung und Sport sowie für das Sonnenbaden bei gemäßigter Lichtaufnahme und den nötigen Schutzmaßnahmen. Ein Trend aus Fernost also, den wir diesmal nicht mitmachen.

In unserer Bildergalerie haben wir für Sie nochmal alle wichtigen Fakten zur skurrilen Hongkong-Diät zusammengefasst.

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