Immer Ärger mit 40: Paul Rudd & Leslie Mann nehmen’s mit Humor

am 01.02.2013 um 15:22 Uhr

Geburtstage waren doch noch zauberhaft, als man sich als kleines Mädchen mitten in der Nacht zum Geburtstagstisch schlich, um schon mal einen Blick auf die ersten Geschenke zu werfen und dann in großer Vorfreude noch mal ins Bett zu krabbeln. Doch spätestens in den Mittzwanzigern verfliegt für viele Frauen der Zauber und die böse 30 ist manchmal schon ein Grund am Geburtstag das Land zu verlassen. Steht dann auch noch der 40. vor der Tür, ist für viele Damen der Spaß endgültig vorbei.

Was an und um diesen Tag herum im Leben einer Frau – und eines Mannes – so alles passieren kann, erzählt der Film „Immer Ärger mit 40“. Selbstzweifel, nervige Ehepartner, pubertierende Kinder und Stagnation an allen Fronten – Leslie Mann und Paul Rudd, die man als Paar auch schon aus „Beim ersten Mal“ kennt, geben in dieser wahnwitzigen Komödie das Ehepaar Debbie und Pete, das mitten im Leben und doch irgendwie vor dem Nichts steht. Diese Probleme, gepaart mit einer Komik, die manchmal nur das Leben schreiben kann, liefern die Grundlage für zwei Stunden Zwerchfelltraining.
Wir hatten die Möglichkeit die beiden Hauptdarsteller, Leslie Mann und Paul Rudd, in Berlin zum Interview zu treffen, wo wir auch erfahren haben, was die magische 40 für sie bedeutet.

Familie vor und hinter der Kamera

Das Gespann Paul Rudd, Leslie Mann und Judd Apatow ist ein eingespieltes und das merkt der Zuschauer sofort: Leslie Mann ist nicht nur die Frau des Regisseurs Judd Apatow, sondern zusammen sind sie auch die Eltern der beiden Mädchen, die im Film Debbies und Petes Kinder spielen. Und auch Paul Rudd hat schon mehrmals mit Apatow und Leslie Mann zusammen gearbeitet. Doch war es nicht trotzdem ein wenig merkwürdig eine ganze Familie am Set zu haben?
Paul Rudd: „Nein, gar nicht. Was merkwürdig war, war, dass es nicht merkwürdig war. Vor allem, weil wir diese Rollen ja schon einmal gespielt haben und diese Beziehung also nicht neu ist, da wir die Charaktere schon in „Beim ersten Mal“ gespielt haben. Mit Judd habe ich schon so oft zusammen gearbeitet, Leslie kenne ich nun auch schon so viele Jahre und auch ihre Töchter, die schon einmal meine Kinder gespielt haben. Ich kannte sie schon, da waren sie noch Babys. Die Familie kenne ich also nun schon so lange und das macht es so normal.“

Nahe liegend ist da natürlich auch die Frage, inwiefern Leslie ihren Mann Judd bei der Ideenfindung zum Film unterstützt hat:
Leslie Mann: „Judd und ich haben viel über Dinge geredet, wie die Charaktere durch gewisse Situationen gehen und lustige Streitigkeiten, die sie haben könnten und mir war es natürlich wichtig, dass besonders die weibliche Seite gut weg kommt und nicht nur der männliche Sichtpunkt. Die Balance war mir sehr wichtig. Es gibt natürlich eine Vielzahl männlicher Regisseure und einige konzentrieren sich dann auch zu sehr auf die männliche Perspektive. Deshalb denke ich, Judd hat beide Perspektiven sehr gut getroffen.“

Familie vor und hinter der Kamera “Immer Ärger mit 40″ auch im Leben von Leslie Mann und Paul Rudd?

Beide Hauptdarsteller haben den 40. Geburtstag mehr oder weniger kurz hinter sich. Was bedeutet beiden diese Zahl bzw. dieses Alter?
Leslie Mann: Ich dachte früher immer ‘okay Menschen die 40 Jahre alt sind, sind steinalt’. Aber jetzt, wo ich auch 40 Jahre alt bin, fühlt es sich überhaupt nicht alt an.
Paul Rudd: Lassen Sie uns doch einfach über 50-Jährige reden! Aber selbst 50 erscheint mir nicht wirklich alt. Ich habe Freunde die sind in ihren 50ern. Wissen Sie was mir wirklich alt vor kommt?
Leslie Mann: 100
Paul Rudd: Ja, aber auch 60 erscheint mir nicht alt, 70 – mein Vater ist Anfang 70 und er ist wirklich fit. Ich denke so ab 80, sagt man sich ‘okay, jetzt bist du schon irgendwie ziemlich alt’ – ja, ich würde sagen in den 80ern fängt man an alt zu werden.

Familie vor und hinter der Kamera Gibt es Dinge, die im Alter besser werden?

Paul Rudd: Ich kenne mich viel besser.
Leslie Mann: Sehr viel selbstbewusster in meiner eigenen Haut.
Paul Rudd: Man regt sich nicht mehr über so viele Dinge auf. Der Spaß, den ich jetzt habe, ist irgendwie anders – tiefgründiger. Ich habe Kinder – das hatte ich nicht in meinen 30ern. Ich habe eine Familie, ich bin verheiratet, ich habe ein Haus. Diese Dinge holen dich irgendwie auf den Boden der Tatsachen zurück. Das ist super – so ein großes und anderes Glück, das ich nicht hatte, als ich jünger war.

Familie vor und hinter der Kamera “Immer Ärger mit 40″ ist mit Lachern nur so gespickt. Für Schauspieler bedeutet dies allerdings oftmals auch peinliche Momente auf sich zu nehmen. Besonders Paul Rudd musste da die Zähne zusammen beißen und – ohne zu viel zu verraten – blank ziehen. Doch erst selbst empfand dies nur als halb so schlimm:

Paul Rudd: Keine unangenehme Szene im Film ist so, dass man denkt ‘okay, wir brauchen unbedingt einen Lacher’ – so habe ich das nie gesehen. Ich fand es einfach lustig, aber mir ging es auch einfach darum, die Geschichte einer Ehe zu erzählen und Dinge, die in einer Ehe einfach passieren und die man sonst in Filmen nicht sieht. Manchmal geht es in der Ehe eben auch darum deine Frau oder deinen Mann zu fragen ‘Wonach sieht das für dich aus?’. Es ist intim und real und wunderbar – denn das ist Ehe. Ehe ist nicht Rosenblätter auf dem Bett und Pralinenschachteln. Und daran dachte ich als wir diese Szene gemacht haben. Aber als wir diesen Film gedreht haben, bin ich natürlich auch mitten in der Rolle und denke nicht daran ‘okay, Millionen Menschen werden das bald sehen.“

An welche Szene Paul Rudd da genau gedacht hat? Ab dem 14. März können Sie „Immer Ärger mit 40“ im Kino sehen.

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