Geburtstag

Ein Supermodel im Beauty Check: Kate Moss wird 40

am 16.01.2014 um 15:04 Uhr

„Ich mag es nicht, Bilder zu machen, auf denen ich ich selbst bin. Ich werde lieber in jemanden verwandelt.“ – Gute Voraussetzungen, um den Weg eines Supermodels einzuschlagen und ihn mehr als 25 Jahre so zu gehen, dass man sich nicht nur als Topmodel, sondern auch als Stil-Ikone, Muse und Künstlerin etabliert. Kate Moss selbst ist ein Kunstwerk und feiert nun ihren 40. Geburtstag. Mit ihrem einzigartigen Gesicht, den braunen Mandelaugen, der kindlich erscheinenden Zahnlücke und den hohen Wangenknochen sowie ihrer zerbrechlichen Statur ist sie auch heute noch, trotz diverser Skandale, ein gefragtes Model. Wir versuchen, dem Schönheitsgeheimnis der Britin auf die Spur zu kommen und Sie können sich hier und in der Bildergalerie von Kate Moss’ Einzigartigkeit überzeugen.

Im Jahr 1988 wurde Kate Moss im Alter von 14 Jahren auf dem Flughafen JFK in New York entdeckt – ausgerechnet von Sarah Doukas, der Gründerin und Leiterin der größten, weltweit agierenden Modelagentur Storm Model Management. Schon damals überzeugte Kate Moss durch ihren „grungy“ (leicht zerzaust und natürlich) Look, der sie von bereits erfolgreichen Models wie Cindy Crawford, Claudia Schiffer oder Elle Macpherson unterschied. Was genau diesen Unterschied ausmacht, das erfahren Sie hier.

Das Anti-Model erobert die Welt – und die Herzen der Rockstars

Es war das Bild für eine Calvin-Klein-typische cleane und schwarz-weiße Kampagne, die Kate Moss in den 1990er Jahren in die Medien brachte. Fortan stand sie mit ihrer knabenhaften und fast schon knochigen Statur, ohne einen Ansatz von Kurven, für den Heroin Chic, der in den nächsten Jahren viele Designer und Künstler beeinflusste. Labels wie Gucci, Chanel, Dolce & Gabbana und viele mehr waren überzeugt vom kantigen, aber mädchenhaften Gesicht, den tiefbraunen Augen und der markanten Zahnlücke sowie ihrer Andersartigkeit: Viel zu dünn, zu knochig und schlaksig. Kate Moss ist nicht die klassische Schönheit, aber gerade das macht sie wohl so einzigartig.
Ihr außergewöhnlicher Look mit dem Hang zur Rebellion, ließ sie nicht nur zur Muse von Künstlern wie Mario Testino, Peter Lindbergh oder Mario Sorrenti werden, sondern auch zur Herzensdame so einiger Männer mit Rockstar-Charme: Johnny Depp, „Dazed & Confused“ Star-Editor Jefferson Hack, Pete Doherty und ihr jetziger Ehemann „The Kills“-Gitarrist Jamie Hince. Apropos Rockstars: Mit ihrem Grunge-Image – den immer irgendwie zerzausten Haaren und der unstillbaren Liebe zu Zigaretten und manchmal auch Alkohol, wurde sie außerdem zum Mittelpunkt einiger Musikvideos: „Don’t go away“ von Oasis, „I just don’t know what to do with myself“ von The White Stripes oder „Something about the way you look tonight“ von Elton John.

Kate Moss – Geheimnisse, Skandale und Eigenheiten

Ein weiterer Aspekt ihrer kaum zu definierbaren Schönheit, ist ihre fast schon mysteriöse Aura: „Beschwere dich nie, erkläre dich nie!“ – Eine Weisheit, die ihr Johnny Depp mit auf den Weg gegeben haben soll und eine Erklärung dafür, dass Kate Moss so gut wie gar keine Interviews gibt sowie soziale Netzwerke konsequent meidet: „Ich will nicht, dass jeder immer die Wahrheit über mich weiß und das bewahrt doch auch das Geheimnisvolle.“
Kein Geheimnis ist hingegen ihre Liebe zu Zigaretten. Das Supermodel lebt in Bezug auf ihr Laster sogar nach einer strengen Regel: Vier Zigaretten pro Stunde. Da darf eine Kate Moss schon mal auf dem Laufsteg von Louis Vuitton mit einer rauchenden Zigarette über den Laufsteg schreiten. Eigentlich Gift für Haut und Körper, aber einem richtigen Rockstar kann das natürlich nichts anhaben. Und Kate Moss versteht es, dieses Image, von dem man nicht weiß, ob es gespielt ist oder der Realität entspricht, zu bedienen. Mit Aussagen wie „Nichts schmeckt so gut, wie das Gefühl schlank zu sein“ und diversen Koks-Skandalen, die ihr sogar den Spitznamen Cocaine-Kate einbrachten, beherrschte sie über Jahre die Titelseiten.

„Es ist ein bisschen Joan Crawford, aber es funktioniert“

Titelseiten beherrschte sie aber vor allem auch mit ihrem einzigartigen Gesicht. Neben den weltweit besten Make-up- und Haar-Stylisten, die für das beste Aussehen sorgen, hat die 40-Jährige über die Jahre ihre ganz eigenen Beauty-Geheimnisse perfektioniert. Neben kurzweiligen Experimenten zu Beginn ihrer Karriere, wo sie die Haare mal rötlich braun und später sogar auch mal als Pixie Cut trug, bleibt das Supermodel ihrem Haarschnitt inzwischen konsequent treu: Die blonde Mähne, die mal mehr und mal weniger blond gefärbt wird, ist stufig geschnitten und wird privat sowie in der Öffentlichkeit am liebsten lässig zum Mittelscheitel getragen. Regelmäßige Experimente in Bezug auf Schnitt und Farbe findet man bei ihr eher selten. Und wenn, dann nur in Form von Perücken auf dem Laufsteg. Da erinnern wir uns noch gut an die raspelkurzen, schwarzen Haare bei der Präsentation der Herbst/Winter-Kollektion für 2013/14 von Louis Vuitton in Paris.
Aber noch einmal zurück zu den Zigaretten. Fragen Sie sich da nicht auch, wie es möglich ist, bei solch einem Konsum und der einen oder anderen Party-Nacht noch immer so ein strahlend schönes Gesicht zu haben? Des Rätsels Lösung: Eiskaltes Gurkenwasser – das wusste schon Schauspiel-Legende Joan Crawford. Im Interview mit dem Stylist Magazine verriet Kate Moss: „Wenn ich morgens aufwache und einfach müde und aufgedunsen aussehe, fülle ich das Waschbecken mit Eis, Wasser und Gurkenscheiben und tauche mein Gesicht hinein. Es strafft alles und man fühlt sich nicht nur wacher, sondern sieht auch so aus. Es ist ein uralter Tipp von Joan Crawford – aber es funktioniert.“

Aufgepasst: Top 3 Beauty-Geheimwaffen von Kate Moss

1. Rot geht ja bekanntlich immer und roter Lippenstift erst recht. Das weiß natürlich auch Kate Moss: „Es ist einfach die ultimative Farbe. Ich würde sie nicht am Tag tragen, aber am Abend ist sie ein Muss. Lippenstift ist einfach das klassische, ikonische Make-up, oder? Man denkt an Marilyn Monroe und Grace Kelly, und hat sofort wunderschöne Lippen vor den Augen.“, so das Supermodel im Interview mit der Sunday Times.

2. Dazu gehört schon jahrelange Übung: Kate Moss kann sich nämlich den Lidstrich ziehen, ohne dabei auch nur einen Blick in den Spiegel zu werfen. Eine super Fertigkeit, um sich im Taxi schnell noch einmal hübsch zu machen: „Ich ziehe einfach das Lid runter, schmiere den Eyeliner rüber und verwische ihn. Dafür benutze ich allerdings nur einen Kohlestift, weil der so einfach zu handhaben ist. Es gibt zwar richtig gute Flüssigeyeliner, die sich einfach und präzise auftragen lassen, aber wenn etwas schief geht, fängst du wieder von vorne an. Bei einem Kohlestift kann man es hingegen einfach verwischen.“

3. Ohne Rouge geht gar nichts, da ist Kate Moss genauso eigen, wie in Bezug auf ihre Abneigung zu Lipgloss, in dem ständig die Haare kleben bleiben: „Ich kann es fühlen, wenn ich Rouge brauche. Ich benutze Puder und dann nehme ich ein cremiges Rouge und verteile es an den Stellen, die den Glow erhalten sollen.“

40 Jahre Kate Moss und 25 Jahre davon im Licht der Öffentlichkeit. Sie wollen die Beauty-Looks und schönsten Aufnahmen des Supermodels noch einmal in aller Ruhe Revue passieren lassen? Dann werfen Sie einen Blick in unsere Bildergalerie, die sich ganz der Schönheit der Britin widmet.

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