Bücher leihen war gestern! Jetzt geht’s an die Designerkleider!

am 06.05.2013 um 14:09 Uhr

Es ist ein wenig wie der Dialog mit Engelchen und Teufelchen: Eigentlich wäre es an der Zeit, die verdächtig klappernde Waschmaschine auszutauschen, auch im Sinne der Umwelt ganz nebenbei. Aber dann ist da auch noch dieses umwerfende Kleid: Ein Traum, ein Einzelstück, etwas noch nie Dagewesenes, das den Puls ordentlich in Schwindel erregende Höhen treibt – allerdings auch wegen des Preises. Doch haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, für Ihren großen Auftritt das Designerkleid Ihrer Träume einfach zu leihen?

Denn – liebe Damen, sind wir einmal ehrlich – es ist ja oftmals so, wie es ist: Gerade aufwendige und kostbare Roben, ob zur Hochzeit oder zum Gala-Dinner, tragen wir doch nur einmal und dann fristen die Prachtstücke ein einsames und dunkles Dasein im Kleiderschrank.

Rent a dress, not a car!

Warum auch ein Auto mieten? Schließlich fährt Sie der Prinz in seiner Kutsche zum Ball – aber genug der Träumerei. Allerdings ist etwas Wahres dran: Wir mieten Autos, leihen DVDs, manchmal auch noch Bücher oder borgen uns sogar gegenseitig unsere Wohnungen; nicht zu vergessen, unser Kredit bei der Bank des Vertrauens – auch geliehen. Warum also unter Umständen tausende von Euros für ein Kleid ausgeben, das nur einen Abend getragen wird? Wir heißen schließlich nicht Charlize Theron und selbst die muss ihre Designerroben nicht einmal bezahlen.

Deshalb dachten sich findige Unternehmer und Fashionliebhaber, Designerkleider sowie passende Accessoires und Taschen einfach zum Verleih anzubieten, um somit auch Otto-Normalverbraucher die Gelegenheit zu bieten, in Designerroben zu glänzen. Das System kennen wir schon von dem in den letzten Jahren boomenden Trend Designertaschen via Internet auszuleihen. Die zwei bekanntesten Leihhäuser stellen wir Ihnen nun vor.

Prêt-à-porter bei Prêt-à-louer

Alexis Mabille, Guido Maria Kretschmer, Jean-Charles de Castelbajac und Barre Noire – die Liste der Designer, die sich in der digitalen Wunderkiste bei pretalouer.de findet, liest sich beeindruckend. Auch der Blick auf die dargebotenen Kleider lässt Fashion-Herzen höher schlagen. Traumhafte Roben, die sonst gut und gerne über 2.000 Euro kosten, darf frau sich hier vier Tage lang für 150 Euro ausleihen. Die Höhe der Leihgebühr richtet sich bei Prêt-à-louer im Verhältnis nach dem angegebenen Retail-Preis, also dem Preis, für den das Kleid auch zu kaufen wäre. So wäre zum Beispiel ein Kleid von Jean-Charles de Castelbajac, das Sie für 550 Euro kaufen könnten, eine Gebühr von 55 Euro fällig.

Ist die Wahl getroffen, muss nur noch die richtige Größe ausgewählt werden. Wobei hier angemerkt werden muss, dass die schönsten Stücke bereits bei Kleidergröße 38 an ihre Grenzen geraten. Allerdings ist es möglich, bei fast allen Kleidern eine weitere Größe dazu zu ordern, ohne einen Aufschlag zahlen zu müssen. Nach Ihrem großen Auftritt wird das Kleid ganz einfach wieder zurückgeschickt und dann gereinigt – auch darum müssen Sie sich also nicht kümmern.

Nie mehr underdressed, dank dresscoded.com

Bei dresscoded.com, das von dem ehemaligen Model Natascha Grün gegründet wurde, ist es ganz ähnlich. Allerdings haben Sie hier nicht die Möglichkeit, die Kleider von Escada, Unrath&Strano oder Talbot Runhof auch zu kaufen. Ansonsten dürfen Sie sich auch an diesen Leihgaben vier Tage lang erfreuen und auch bei dresscoded gewährt man Ihnen die kostenlose Mitlieferung einer Ersatzgröße.

Sie wollten sich schon immer wie ein Star fühlen? Dann achten Sie bei Ihrer Suche doch auf die Bilder in der Seitenleiste, denn hier befinden sich bei einigen Roben Bilder von Promi-Damen, die genau dieses Kleid schon einmal auf einem roten Teppich getragen haben.

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