Kopenhagen

Die Top-Trends der Kopenhagen Fashion Week: Starke Prints kommen gross raus

am 10.08.2015 um 16:02 Uhr

Zickzack-Linien, geschwungene Schrift-Elemente, abstrakte Geo-Formen, Blumenwiesen und dreidimensionale Rorschach-Referenzen: Die Mustervielfalt der Kopenhagen Fashion Week für den Sommer 2016 sprengte das Kleinformat und ergoss sich gleich über die gesamte Silhouette. Am liebsten tummelten sich die übergroßen Musterspiele auf fließenden Maxikleidern und Hosen-Ensembles aus chiffongleichen Stoffen. Auf welchen Laufstegen der dänischen Mode-Metropole sich die schönsten Musterbeispiele fanden, erfahren Sie nun hier und in unserer Bildergalerie.

Vom 5. August bis zum 7. August 2015 waren alle Augen einmal wieder auf die Modemetropole Kopenhagen gerichtet: Die Fashion Week in der dänischen Hauptstadt ist bekannt für ihre experimentierfreudigen Looks zwischen Minimalismus und Avantgarde-Anspruch. Immer einen Hauch lässiger und androgyner als beispielsweiße Paris, London oder Berlin, hat Kopenhagen auch für die Sommersaison 2016 Aufregendes für uns in Petto.

Von Mini bis Maxi: Nordische Größenunterschiede

Die Mustervielfalt schien enorm, ließ sich aber vor allem auf einen gemeinsamen Nenner bringen: Eine hartnäckige Großflächigkeit. Die Schriftzüge, Linien und Formen erstreckten sich stets über das gesamte Outfit und nahmen Maxi-Röcke und -Kleider, Tops, Blusen und Hosenanzüge gleich komplett in Beschlag. Die Beschaffenheit der Muster, ob nun Mini oder Maxi, variierte dabei stark, manchmal sogar innerhalb nur einer Kollektion.

Henrik Vibskov vereinte so kontrastreiche, große Zickzack-Linien mit feinen Mini-Strukturen: Runde, sich wiederholende Muster, die an die natürliche Symmetrie geographischer Modelle erinnern, legten sich auf rechteckige Mäntel und kantenscharfe Röcke. Bei Lovechild 1979 wütete das große Muster auf ganzer Länge und in geometrischer Abstraktion, während bei Baum und Pferdgarten verspielte Handschriften, kleinste Rosenknospen und breite Längsstreifen in nur einer Kollektion zusammenfanden.

Romantisch vs. abstrakt

Ebenfalls auffällig war, dass die Muster entweder in einer abstrakten, geometrischen Art und Weise eingesetzt wurden, oder aber, ganz gegensätzlich, sich als romantisch-verspielte Blumenwiesen auf fließenden Stoffen erstreckten. Bei Ganni waren die Rosenköpfe handtellergroß und strahlten in einem kräftigen Gelb auf seidig schwarzem Grund – und brachten damit einen Hauch von Fernost sowie Kimono-Feeling in die gesamte Kollektion.

Bei Baum und Pferdgarten wurde der Clash von Moderne und Romantik besonders forciert. Ein Kleid erinnerte beispielsweiße mit kleinsten, schwarzen Rosenblüten auf weißer Seide an die viktorianische Ära: Der hochgeschlossene Rollkragen und die geraffte Vorderseite verstärkten diesen Eindruck. Andere Looks, wie ein roséfarbenes Midi-Kleid mit starken Blockstreifen in Schwarz und Weiß, wirkten betont modern. Aber wie sagt man doch so schön? Gegensätze ziehen sich eben an!

Androgynität vs. Feminität

Auch hier haben wir wieder das Spiel der Gegensätze entdeckt: Fließende Übergänge zwischen den Geschlechtern. Gender Equality ist bei der Kopenhagen Fashion Week schon lange ein Thema und die Entwürfe der dänischen Modewochen spielen stets mit der Spannung zwischen Androgynität und Feminität. Barbara i Gongini, Lovechild 1979, Henrik Vibskov, Ganni – sie alle setzen immer wieder gerne auf fließende Unisex-Silhouetten und androgyne Statements.

Aber die weibliche Seite wurde auch nicht vernachlässigt und spielte besonders bei Freya Dalsjö eine große Rolle: Die gesamte Kollektion war äußerst sinnlich, spielte mit Transparenz, Boudoir-Referenzen, pastelligen Tönen, nudefarbenem Strick und extravaganter Seide. Die großflächigen Muster changierten zwischen 70er- und 80er-Jahre-Referenzen: Mal fanden sich feine Linienspiele auf einem Jumpsuit ein, mal besetzten schwarz-weiß-fliederfarbene Karos einen eleganten Midi-Mantel.

Entdecken Sie nun die musterstärksten Looks der Kopenhagen Fashion Week für den Sommer 2016 hier in unserer Bildergalerie.

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