Ungewöhnliche, kreative Orte: Der berühmte Geistesblitze unter der Dusche

am 03.03.2016 um 14:25 Uhr

Jeder kennt ihn: Den berühmten „Heureka-Moment“ und seine Geschichte. Der griechische Mathematiker Archimedes löste – in der Badewanne entspannend – eine der größten wissenschaftlichen Fragen seiner Zeit, sprang dann, von Begeisterung getrieben auf und lief „Heureka“-rufend (altgriechisch für „Ich hab’s gefunden“) durch die Straßen. Die Frage, die uns an dieser kleinen Anekdote besonders interessiert? Warum finden die meisten Menschen diese gewisse, zündende Idee an einem Ort, der auf den ersten Blick nichts mit Arbeit zu tun hat, wie zum Beispiel unter der Dusche? Erfahren Sie mehr dazu hier und in unserer Bildergalerie .

Kreativität kann man nicht erzwingen – das weiß jeder. Trotzdem verbeißen wir uns viel zu häufig an einem Problem, anstatt einfach mal eine kleine Pause einzulegen. Dabei gibt es ganz leichte Tipps und Tricks, wie wir unsere Kreativität steigern und geistige Blockaden verhindern können.

Wo und wann passieren Geistesblitze?

Nicht nur Archimedes hatte seinen Geistesblitz weit entfernt vom Schreibtisch und Arbeitsplatz: Auch der Verfasser der Philosophiae Naturalis Principia Mathematica, Isaac Newton, erhielt die Erleuchtung zu seiner Gravitationstheorie nicht im Labor, sondern in seinem Obstgarten – und zwar beim Durchatmen und Chillen. Der Schweizer Ingenieur George de Mestral erfand den Klettverschluss nach einem Spaziergang mit seinem Hund, nachdem er bemerkt hatte wie sich einige Spitzkletten in dessen Fell festgesetzt hatten. Eines haben diese drei Geschichten gemeinsam: Immer wieder werden die besten Ideen weitab vom Arbeitsplatz in Momenten der geistigen Entspannung geboren.

Ob unter der Dusche, beim Spaziergehen, beim Zähneputzen, Joggen oder einfach Entspannen auf dem Sofa – die Geistesblitze passieren an Orten, wo wir unseren Gedanken freien Lauf lassen können. Die Dusche ist daher für gute Ideen besonders prädestiniert: Wir sind nicht abgelenkt durch Gesellschaft oder Dinge wie Fernsehen und Internet und können unser Gehirn richtig im Leerlauf entspannen lassen. Der berühmte, amerikanische Kognitionsforscher Scott Barry Kaufman hat übrigens in einer Studie herausgefunden, dass 72 Prozent der Menschen ihre kreativsten Ideen in der Dusche finden.

Der Leerlauf vor der Idee

Natürlich kommt es für unsere Geistesblitze nicht per se auf die Dusche an, sondern auf diese, wichtige Erkenntnis: Kreativität lässt sich nicht erzwingen, ganz im Gegenteil. Monotonie, Routine und Druck sind Gift für die Inspiration. Gute Ideen kommen also immer erst, wenn wir unseren Geist lösen und ihm somit Raum geben, freie Assoziationen einzugehen und neue neurale Netze zu spinnen. Wissenschaftler nennen diese kreative Pause „Default Mode“: Erst wenn unser Gehirn, wie unter der Dusche, in einem Leerlauf ist, können wir Erlebtes neu und originell verknüpfen – und das ist die Basis für jeden Geistesblitz.

Was bedeutet das für Sie?

1. Gönnen Sie sich beim Arbeiten kleine Auszeiten und Pausen: Gehen Sie spazieren, lassen Sie Ihren Tagträumen freien Lauf, lenken Sie sich kurz ab. Diese bewusste Kreativpause ist wichtig, um Ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten!

2. Sie sitzen an einem Problem und wissen nicht weiter? Legen Sie es beiseite und sorgen Sie für eine andere Art der mentalen Stimulanz. Lesen Sie ein Buch oder hören Sie etwas Musik. Immer, wenn Sie Ihre grauen Zellen mit neuem Input füttern, steigern Sie Ihre kognitiven Fähigkeiten.

3. Hören Sie auf Ihren Körper! Unsere Leistungsfähigkeit verhält sich wellenförmig, das heißt: Energiereiche Phasen wechseln sich mit physiologischen Tälern ab. Haben Sie plötzlich Konzentrationsstörungen, müssen Gähnen oder haben Hunger? Dann sind Sie in einem Leistungstief und sollten eine Pause einlegen.

Impressionen zum Thema „ Geistesblitze “ finden Sie nun hier in unserer Bildergalerie.

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