Gesundheit

Krill-Öl: Die Wunderwaffe aus der Antarktis?

am 22.05.2015 um 09:09 Uhr

Wer es in der Eiseskälte der Antarktis aushalten kann, muss doch so etwas wie wundersame Kräfte besitzen, oder etwa nicht? Krill, einer ganz bestimmten Krebsart werden diese zumindest nachgesagt und so soll das aus der Garnelenart gewonnene Öl gegen alltägliche Wehwehchen, die Zeichen der Zeit, aber auch gegen ernsthafte Krankheiten helfen können. Was es genau mit dem Öl vom Südpol auf sich hat, das erfahren Sie hier und in der Bildergalerie .

Nach Kokosöl, Magnesiumöl sowie sämtlichen ätherischen Ölen, will jetzt das Krill-Öl zu unserer neuen Allzweckwaffe werden. Dabei soll es für hervorragende Cholesterinwerte sorgen, Entzündungen im Körper hemmen, Falten mindern sowie das unliebsame PMS-Syndrom regulieren können. Wie? Das verraten wir jetzt.

Krill-Öl: Was steckt dahinter?

Das Krill-Öl wird aus dem gleichnamigen Krebs gewonnen, der in der Antarktis die größte Biomasse bildet und in riesigen Schwärmen lebt. Mehrere Tausend Millionen der winzig kleinen Tierchen schwirren in den Weiten des eiskalten Meeres. Für das Öl werden jährlich rund 0,03 Prozent der Tiere gefangen und auf Schwermetalle, Pestizide und Schadstoffe getestet. Als Nahrungsergänzungsmittel kommt das Krill-Öl in Kapseln daher und soll täglich eingenommen werden.

Omega-3-Fettsäuren sind wichtig für den Körper

Dass Omega-3-Fettsäuren wichtig sind, wird überall propagiert. Dabei wird ein optimales Verhältnis von Omega-3-, die vor allem in grünem Blattgemüse, Walnüssen und Leinöl stecken, sowie Omega-6-Fettsäuren, die in Fleisch, Eiern, Milch- und Getreideprodukten enthalten sind, angestrebt. Herkömmliche Fischölkapseln sollen den Bedarf bereits abdecken können, doch Krill-Öl wird als weitaus effektivere Omega-3-Fettsäure gehandelt, da es durch ein optimales 15:1-Verhältnis der beiden Omega-Arten überzeugt. Krill kann dem Körper also ein Fünfzehnfaches an Omega-3-Fettsäuren liefern.

Doch warum sind alle überhaupt so scharf auf Omega-3-Fettsäuren? Die Antwortet ist simpel: Denn der Körper kann diese Fettsäuren selbst nicht herstellen und nur durch bestimmte Nahrung wie reichhaltige Fischsorten (Lachs und Thunfisch) aufnehmen. Werden dem Körper keine Omega-3-Fettsäuren zugeführt, kann das zentrale Nervensystem darunter leiden und die Cholesterinwerte sowie die Blutwerte sich verschlechtern. Die Blutgerinnung sowie Entzündungsprozesse können außerdem negativ beeinträchtigt erden. Experten sind zudem der Meinung, dass viele kleine, tägliche Wehwehchen sowie größere Erkrankungen auf einen Mangel an Omega-3-Fettsäuren zurück zu führen sind.

Krill-Öl: Gegen Entzündungen, Gelenkschmerzen und Allergien

Die im Krill-Öl enthaltenen Omega-3-Fettsäuren sollen vom menschlichen Körper besonders gut aufgenommen werden, sogar besser als durch herkömmliche Fischöl-Kapseln. Neben Omega-3-Fettsöuren liefert Krill jede Menge Antioxidantien, die freie Radikale fangen können, die unter anderem für Zellschäden und die Alterung der Haut verantwortlich sind. So soll Krill-Öl einen Anti-Aging-Effekt auf die Haut ausüben und Falten langfristig mindern können.

Laut Forschern der University of Montreal ergab eine Studie, dass Krill-Öl physische sowie psychische Symptome von PMS (Prämenstruelles Syndrom) lindern könnte, und die Probanden unter weniger Unterleibskrämpfen litten und sich weniger lethargisch, müde, erschöpft und ausgelaugt fühlten.

Des Weiteren soll das Öl bei Entzündungen, erhöhten Cholesterinwerten, Heuschnupfen und anderen Allergien sowie Aufmerksamkeitsstörungen helfen können.

Fazit: Erwarten Sie keine Resultate, die von heute auf morgen zu sehen sind. Die aufgeführten, körperlichen Reaktionen auf das Krill-Öl können, müssen allerdings nicht auftreten. Da die Forschungen im Bereich des Krill-Öls noch sehr jung sind, können nicht alle positiven Eigenschaften des Krill-Öls wissenschaftlich belegt werden. Wer auf Nahrungsergänzungsmittel gänzlich verzichten möchte, der kann die enthaltenen Inhaltsstoffe auch über eine dementsprechende Ernährung zu sich nehmen und viel fettreichen Fisch essen. Vegetarier können zudem auf unterschiedliche Öle wie Leinöl zurückgreifen und ausgewogen essen.

Entdecken Sie in der Bildergalerie noch einmal alle wichtigen Infos sowie möglichen, positiven Eigenschaften des Krill-Öls .

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