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Herbstzeit ist Kürbiszeit: Die besten Rezeptideen zum Nachmachen

am 22.10.2014 um 16:27 Uhr

Der Kürbis gehört zum Herbst wie der Spargel in die späte Frühlingszeit. Wer bei Kürbissen nur an skurril geschnitzte Grimassen zu Halloween denkt, der hat das leckere Gemüse wohl bisher noch nicht für die heimische Küche entdeckt. Dabei gibt es Speisekürbisse in unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen, womit sie vielfältige, kulinarische Verwendungsmöglichkeiten bieten. Zu den beliebtesten Sorten zählen der leicht nussig schmeckende Hokkaidokürbis, der süß-cremige Butternuss-Kürbis und der fruchtig-würzige Muskatkürbis. Wir verraten Ihnen hier und in unserer Fotoshow drei leckere Rezepte, mit denen Sie die bekannten Kürbissorten passend zu ihrem Aroma am besten zubereiten können.

An Gemüseständen sind sie gerade überall zu sehen: Pralle, leuchtend orangene Kürbisse. Diese eignen sich nicht nur als herbstliche Dekoration, sondern gehören auch zu den beliebtesten, saisonalen Speisen in der nasskalten Herbstzeit.

Butternuss-Kürbissuppe mit Walnüssen

Die Kürbissuppe gehört zu den typischsten Zubereitungsarten von Kürbissen. Sie ist eine leichte, cremige Speise, die bei kühlen Temperaturen von innen wärmt und dazu auch noch sehr lecker schmeckt. Die Walnüsse dienen bei dieser Rezeptidee als herbstliches, aromatisches Highlight.

Das benötigen Sie: Einen mittelgroßen Butternuss -Kürbis, eine Zwiebel, eine Möhre, 1 L Gemüsebrühe, 2 EL Olivenöl, 4 EL Schmand, eine Handvoll Walnüsse, 5 EL Zucker, eine Prise Salz, Pfeffer und Paprikapulver sowie etwas geriebenen Ingwer und gehackte Petersilie.

Und so geht’s: Den Butternuss -Kürbis schälen, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in etwas größere Würfel schneiden. Die Möhre schälen und in Scheiben schneiden, die Zwiebel nach dem Schälen würfeln. Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin anschwitzen, dann die Möhrenscheiben und die Kürbisstücke dazugeben und mit anschwitzen. Das Ganze dann mit der Gemüsebrühe ablöschen und köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist. Anschließend wird das Gemisch gründlich püriert und mit dem Pfeffer, dem Salz, der Paprika und dem Ingwer abgeschmeckt. Die Walnüsse grob hacken. Den Zucker in einer Pfanne schmelzen und die Walnüsse darin karamellisieren. Die Suppe auf Tellern mit etwas Schmand sowie ein paar Walnüssen und etwas Petersilie anrichten. Fertig ist Ihre herbstlich würzige Kürbissuppe!

Herzhaft gefüllter Hokkaidokürbis

Eine leckere, herzhafte Mittagsspeise können Sie ganz einfach aus einem Hokkaidokürbis zaubern. Der große Vorteil: Diese Kürbissorte kann mitsamt Schale gegessen werden, sodass die Schale bei diesem Gericht nicht nur als Tellerersatz dient.

Das benötigen Sie: 650 g Hokkaidokürbis, 200 g gemischtes Hackfleisch, eine Stange Lauch, eine Tomate, ein Bund gehackte Petersilie, zwei Knoblauchzehen, 1 EL Tomatenmark, 2 EL Crème fraîche, 100 g Fetakäse, etwas Pfeffer, Salz und Butter.

Und so geht’s: Kürbis am oberen Ende rund aufschneiden, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch bis auf eine etwa ein Zentimeter dicke Wand ausschaben. Den ausgehöhlten Kürbis mit Deckel für 15 Minuten in den auf 180°C vorgeheizten Backofen geben. Inzwischen den Lauch putzen und schneiden. Die Tomate waschen und würfeln, ebenso den Fetakäse klein schneiden. Jetzt das Hackfleisch und das ausgeschabte Kürbisfleisch in der Butter anbraten. Das klein geschnittene Gemüse sowie das Tomatenmark dazugeben und fünf Minuten unter Rühren weiter braten. Den Pfeffer, die gehackte Petersilie, das Salz und die Crème fraîche dazugeben. Nun den Kürbis aus dem Ofen holen und die Hackfleischmasse einfüllen. Als Topping den gewürfelten Fetakäse draufgeben. Jetzt wieder den Deckel auf den Kürbis setzen und nochmals etwa 20 Minuten bei 180°C im Ofen garen.

Muskatkürbis-Tarte

Auch als Nachspeise eignen sich Kürbisse prima. Vor allem das intensive, fruchtige Aroma des Muskatkürbisses macht diesen zu einer passenden Zutat für süße Desserts, wie zum Beispiel einer leckeren Kürbis-Tarte.

Das benötigen Sie für den Teig: 150 g Mehl, 100 g Butter, ein Ei, 1 TL Salz und 1 EL Zucker. Für die Füllung brauchen Sie: 400 g geschälten, entkernten und gewürfelten Muskatkürbis, 150 g Zucker, 1 El Speisestärke, 2 EL Crème fraîche, 1 TL Pfeffer, 2 EL Zitronensaft, 1 TL abgeriebene Zitronenschale, zwei Eier und 4 EL Schlagsahne.

Und so geht’s: Aus den Zutaten für den Teig einen Mürbeteig kneten, in Frischhaltefolie wickeln und für eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Nun das Kürbisfleisch in 100 ml kochendem Wasser für fünf Minuten garen. Gut abtropfen lassen und dann pürieren. Das Püree vor dem Weiterverarbeiten komplett auskühlen lassen. Das Püree dann mit dem Zucker, der Speisestärke, der Crème fraîche, dem Pfeffer, dem Zitronensaft und der Zitronenschale verrühren. Die zwei Eier mit der Sahne aufschlagen und unterrühren.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Den Mürbeteig auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsfläche ausrollen und in die Springform legen. Einen etwa drei Zentimeter hohen Rand formen, die Kürbismasse auf den Teig geben und glatt streichen. Im Backofen etwa 35-40 Minuten backen. Je nach Belieben kann die Tarte nach dem Backen noch mit etwas Puderzucker bestäubt werden.

Kürbis-Chutney

Ein Chutney ist eine ideale Möglichkeit, um sich den leckeren Kürbisgeschmack auch noch für einen späteren Zeitpunkt zu konservieren. Denn ähnlich wie eine Marmelade, wird das etwas gröbere Gemüsepüree in Gläser abgefüllt und kann so – luftdicht verschlossen und durch den etwas höheren Zuckeranteil – über einige Monate lang haltbar sein. Es ist vielseitig einsetzbar und eignet sich zum Beispiel als Brotaufstrich oder als Beilage zu Fleischgerichten.

Das benötigen Sie: Einen halben Kürbis, die Sorte je nach persönlichem Geschmack, eine Zwiebel, 2 EL Kürbiskernöl, drei Knoblauchzehen, ein kleines Stück Ingwer, 1/2 TL Chiliflocken, 2 EL Sultaninen, 200 g Zucker, 300 ml Wasser, 300 ml Weißweinessig, etwas Salz und Pfeffer.

Und so geht’s: Kürbis schälen und in etwas größere Stücke schneiden. Zusammen mit dem Ingwer fein raspeln. Dann die Zwiebel und den Knoblauch schälen und klein hacken. Das Öl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebel, den Knoblauch und die Chiliflocken dazugeben und kurz andünsten. Den Zucker hinzufügen und karamellisieren lassen. Das Ganze mit dem Wasser und dem Essig aufgießen und aufkochen lassen. Schließlich noch den Kürbis, den Ingwer und die Sultaninen unterrühren und das Gemisch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Für 20 Minuten köcheln lassen, danach sofort in heiße Einmachgläser füllen und kühl einlagern.

In unserer Fotoshow haben wir für Sie nochmal die leckeren Kürbisrezepte zusammengefasst. Lassen Sie es sich schmecken!

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