La mécanique des dessous: Paris zeigt die Geschichte der Dessous

am 21.09.2013 um 12:06 Uhr

Unweit vom weltbekannten Louvre zeigt Paris in der Rue de Rivoli aktuell eine ganz andere Art der Kunst. Denn statt Mona Lisa, Fresken und Skulpturen gibt es im Museum „Les Arts décoratif“ eine Ausstellung namens „La mécanique des dessous“, rund um die Entstehungsgeschichte der Dessous und Entwicklung der Unterwäsche zu sehen. Korsetts, Krinolinen und Co. zeichnen die mehr als 200 Modelle zwischen damaligen Schmerz und heutiger Verführung aus. Wir nehmen Sie mit auf eine intime Reise.

Slip, G-String, Pantie, Tanga – die Auswahl an Unterwäsche reicht heutzutage bis ins Unendliche. Ganz gleich ob Hot Pants oder Shapewear, mittlerweile hat jede Frau die Möglichkeit, sich für Ihren Favoriten und das jeweilige Modell zu entscheiden. Doch wie ist die für jede so selbstverständliche Unterwäsche eigentlich entstanden? Welche Qualen und Schmerzen Frauen in den vergangenen Jahren auf sich genommen haben, um ihren Körper in Szene zu setzen und ihre Silhouette zu formen, das verrät aktuell die Pariser Ausstellung „La mécanique des dessous“.

Keine Wäsche in Sicht

Auch wenn die Ausstellung nicht zurückgeht, bis zum einstigen Lendenschurz, so diente tatsächlich auch dieser einst zum Schutz der Genitalien vor schädlichen Einflüssen. Was heute sexy in Form von edler Spitze und in aufregenden Kreationen Gang und Gebe ist, hatte in anderen Jahrhunderten hauptsächlich einen praktischen Hintergrund. Vordergründig gibt es in „La mécanique des dessous“ jedoch Korsagen, Krinolinen und Co. zu bewundern. Bereits in der Renaissance trugen Frauen eine sogenannte Schnürbrust, um sich eine schmale Taille zu zaubern und Brust und Hüfte optimal in Szene zu setzen.

Drunter und Drüber

Dennoch war selbst ein Jahrhundert später noch keine taugliche Unterwäsche in Sicht. Frauen trugen lediglich einen Unterrock und Männer trugen lange Unterhemden, die zwischen die Beine gestülpt wurden. Ein Ende dieser luftigen Angelegenheit machte im Jahr 1860 die Unterwäschefirma Schiesser und kreierte die erste Unterhose für den Mann. Frauen war es jedoch weiterhin untersagt Hosen, ganz gleicher welcher Art, zu tragen. Erlösung brachten jedoch Röcke und Kleider mit Stahlreifen, bei denen es vorkam, dass die Frauen zu viel Bein zeigten. Trotzdem waren die damaligen Unterhosen für Frauen im Schritt offen, um die weibliche Symbolik zu wahren.

Korsagen im Wandel der Zeit

Obwohl Korsagen nicht mehr zum gesellschaftlichen Must-Have gehören, so haben namhafte Designer wie Jean Paul Gaultier und Thierry Mugler sich schon oftmals auf die Optik aus vergangenen Epochen berufen. Modern umgesetzt im Flechtstil oder mit spitz zulaufenden Tüten im Brustbereich sorgte neben den Kreationen von Gaultier auch das Designer-Duo Dolce & Gabbana mit seinem Metall-Korsett für Aufsehen. Neben der klassischen Verarbeitung im Stil von Victoria’s Secret oder Agent Provocateur stehen Korsagen auch weiterhin für Sexappeal. Wie eng Sie dieses jedoch schnüren, unterliegt nicht mehr einem gesellschaftlichen Ermessen. Sie können beim Verlassen dieser Ausstellung also entspannt aufatmen!

Bis zum 24. November kann man die historischen Korsetts noch im Museum „Les Arts décoratif“ bestaunen. Ein absolutes To-Do, nicht nur für Modeliebhaber. Werfen Sie in unserer Fotoshow vorab einen Blick auf die Ausstellung “La mécanique des dessous”.

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