Style-Check

Style-Check Lena Dunham: Von Schlabber-Looks, Designer-Roben und Vogue-Cover

am 24.02.2014 um 16:34 Uhr

Zwei Golden Globes, einen 3,5 Millionen Dollar Buchvertrag und eine der derzeit beliebtesten TV-Shows – wenn man sich den bisherigen Werdegang der Lena Dunham einmal genauer anschaut, vermutet man eine jahrelange Hollywood-Erfahrung. Die Wahrheit ist allerdings, dass Lena Dunham erst 2008 ihr Studium beendete und gerade einmal 27 Jahre alt ist. Lena Dunham hat das geschafft, wovon viele Hollywood-Stars nur träumen können: Sie hat die Massen mit Köpfchen, Charakter, Humor und Kreativität und einem endlich mal nicht Size-Zero-Körper für sich gewonnen. Nun schaffte es das etwas besondere Ausnahmetalent sogar auf das heißbegehrte Hochglanz-Cover der amerikanischen Vogue. Von High-Fashion bis Schlabber-Look – wir zeigen Ihnen die Looks der Durchstarterin in unserer Fotoshow. Sehen Sie Lena Dunham im Style-Check!

Allein ihr privilegiertes Leben würde Lena Dunham allen Grund dazu geben, sich als It-Girl zu feiern. Als Tochter einer Künstlerin und eines Malers, sowie als Schwester eines Models, wuchs Dunham im New Yorker Szeneviertel SoHo auf. Von Diven-Gehabe aber keine Spur. Dunham ist ein lebensfrohes, bescheidenes Multitalent, das die Herzen der Zuschauer im Sturm eroberte. Lena Dunham hat Cellulite, sie hat undefinierte Oberarme, sie ist tätowiert, hat einen Kurzhaar-Schnitt und kleidet sich weniger glamourös als ihre meisten Kolleginnen. Sie selbst würde sich niemals als Stilvorbild sehen. Aber genau das scheint ihre Anziehungskraft auszumachen!

Eine ganz normale Frau mit ganz normaler Figur

„Ein Taxifahrer hat mich gerade ‘Sir’ genannt!“ Diese und andere Twitter-Mitteilungen sind es, die Lena Dunham so beliebt machen. Die 27-Jährige geht offen mit sich selbst um, hat sich und ihren Körper akzeptiert. Somit ist es für das Multitalent also auch kein Problem, für die von ihr selbst geschriebene Figur Hannah in der Serie „Girls“ das ein oder andere Mal die Hüllen ganz tabulos fallen zu lassen. Ihren Eltern habe die Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin diese Charakterstärke zu verdanken. „Sie haben mir immer das Gefühl gegeben, dass ich hübsch und klug und in Ordnung bin – sogar dann, wenn ich genau wusste, dass mein Körper nicht in die traditionelle Hollywood-Vorstellung des weiblichen Körpers passt”, äußerte sie einmal in einem Interview mit dem Magazin „Marie Claire UK“ über ihre Eltern. Besonders zu ihrer Mutter pflegt die bodenständige Amerikanerin ein enges Verhältnis, sie ist regelrecht „besessen“ von ihr, wie Lena selbst einmal behauptete. Diese Ehrlichkeit kommt an und brachte sogar Vogue-Chefin Anna Wintour dazu, ihr Magazin mit dem besonderen Look der Dunham zu zieren. Natürlich wissen wir nicht, ob Anna Wintour regelmäßig bei „Girls“ den Fernseher einschaltet, aber dass die Wintour angetan ist vom Look und dem Selbstbewusstsein der Schauspielerin, ist mit dem Vogue-Cover wohl bewiesen.

Der Look der Hannah Horvath

Hannah Horvath ist die Hauptfigur der Comedy-Serie „Girls“, die Lena Dunham selbst kreierte und spielt. Die Serie wurde von der Drehbuchautorin unter Einflüssen von Sex and the City und Gossip Girl entwickelt und zeigt vier Mittzwanzigerinnen in einer Phase der finanziellen und emotionalen Selbstfindung. Hannah ist ein ganz normales Mädchen mit Figurproblemen, die sie allerdings wenig stören. Sieht man die Looks der Serienfigur, möchte man am liebsten um einen Stil-Gott bitten, der sich dem armen Mädchen einmal annimmt. Biedere, trashige Looks mit eigenwilligen Kombinationen und unvorteilhaften Schnitten. Hannah trägt beispielsweise eine Bluse mit Vogelprint zu einem Muster-Rock. Eine Kombination, die auch ein eindeutiger Fashion-Muffel nicht als passend einordnen würde. Dazu noch eine Ray-Ban-Wayfarer-Haarnadel und fertig ist der Grusel-Stil der Serienfigur. Ab und zu kommt es allerdings zu Fashion-Momenten mit Mod-Kleidern und 60s-inspirierten Outfits, die den Zuschauer stiltechnisch aufatmen lassen. Dank der Outfits bleibt allerdings allerdings eines erhalten: Die Konzentration auf das Wesentliche, nämliche die Dialoge der Serienfiguren.

Lena Dunham: The girl next door

Privat zeigt sich der Serien-Star eher zurückhaltend und schlicht. Lena könnte auf den hippen New Yorker Straßen beinahe als das Mädchen von nebenan durchgehen. Die Blue Jeans gehört immer noch zu ihren Lieblingen im Kleiderschrank. Das Wichtigste an ihrem Stil allerdings ist, dass sich die Naturschönheit selber ebenso wenig ernst nimmt, wie ihren Look. Es kommt dann auch schon einmal vor, dass Dunham zu einer mega kurzen Shorts und Long-Bluse greift. Ein Outfit, welches viel Haut zeigt, inklusive der Dellen an den Oberschenkeln. Aber, who cares?

Eigentlich hat man den Eindruck, Hannah und Lena seien eine Person, doch mit dem Wachsen der öffentlichen Aufmerksamkeit, entwickelte sich die selbstbewusste Non-Diva mit originellen Looks zu einer wahrhaftigen Stilikone. Ein klein wenig Hannah steckt allerdings noch in ihr – ein Faible für die 60er Jahre und die gewohnte Wen-Interessiert-Es-Attitüde. Allerdings mauserte sich die Mittzwanzigerin mit Covern auf namhaften Lifestyle-Magazinen zur stilvollen, dezent gestylten Normalo-Prominenten. Für die Aufnahmen in der aktuellen Vogue wurde Dunham in die edelsten Designer-Kleider gehüllt. Ein trägerloses Seiden-Kleid von Prada, ein schwarz-weißes Federkleid von Alexander McQueen, ein Céline-Mantel oder ein schulterfreies Kleid von Dolce & Gabbana stehen für den zurückhaltenden Glam, den Dunham mag und den sie mit ihrer edgy Haltung akzentuiert.

Die außergewöhnlichen Red-Carpet-Looks

Auf dem roten Teppich zeigt sich selbstverständlich auch Lena Dunham elegant. Jedoch tut sie dies immer mit dem gewissen Etwas. Allein durch ihre Schulter-Tattoos wirken die Looks wenig brav. Eine wirkliche Stilrichtung lässt sich bei ihren Red-Carpet-Looks nicht ausmachen. Mal trägt sie einen Jumpsuit von Valentino (mindestens genauso gut, wie es Miley Cyrus tat), mal holt sie sich mit einem opulenten, bodenlangen Spitzenkleid von Prada die Aufmerksamkeit. Bei den Golden Globes entschied sie sich für ein knallig gelbes Kleid von Zac Posen. Immer passend zum Look: Haare und Make-up, die definitiv als ladylike durchgehen und ihrem Stil Glamour verleihen.

Das Ausnahmetalent entwickelte sich vom grauen Mäuschen zur bodenständigen Naturschönheit auf dem Vogue-Cover. Schauen Sie sich die ganz eigenen Looks von Lena Dunham in unserer Fotoshow an.

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