London Fashion Week: Namhafte Designer, mutige Kollektionen, begehrte Front Row

am 20.02.2013 um 11:12 Uhr

Die London Fashion Week ging gestern zu Ende und zog dieses Jahr zahlreiche Stars und Sternchen in die britische Hauptstadt. Vor allem die großen Designernamen wie Vivienne Westwood, aber auch Tom Ford, der das erste Mal nach Gucci wieder Models in seinen Kreationen über den Laufsteg schickte, bis hin zur Traditionsmarke Burberry schafften es, die Modebegeisterten nach London zu holen. Wir haben den Überblick.

Wenn die Großen rufen, dann kommen auch die Großen. Bei der gestern endenden London Fashion Week zeigten wichtige Labels mit starken Namen wie Tom Ford oder Burberry und zogen die A-Prominenz aus Fashion und Entertainment quasi magisch an.

Mulberry

Nicht nur die Taschen des Brit-Labels sind ein Highlight in jedem Kleiderschrank. Wie man vor Kurzem auf den Catwalks der London Fashion Week sehen konnte, haben auch die neuesten Kreationen von Mulberry einen wahren It-Piece-Charakter. Behandschuhte Models zeigten vom britischen Landleben inspirierte Mäntel, Blazer, Oversize-Pullover und Tuniken – alles getragen über Stoffhosen – in typisch britischem Herrenhaus-Chic: Karos, Tweet, florale Muster, Ledereinsätze, Felldetails. Allen Designs sah man die britische Herkunft an, die hier äußerst kultiviert und erwachsen umgesetzt wurde. Die Farbenauswahl reichte von Schwarz über Smaragdgrün bis hin zu Terrakotta, Grau und Weiß. Erdig und anspruchsvoll.

Das gefiel auch den Promis in der ersten Reihe, die allesamt in Mulberry eingekleidet waren: Lana Del Rey mit pechschwarzem Haar und ihrer Del Rey und Alexa Chung mit ihrer Alexa machten es sich nebeneinander bequem. Nicht weit von ihnen entfernt erblickte man auch Juno Temple, die unter anderem in „The Dark Knight Rises“ und dem auf der Berlinale gezeigten „Lovelace“ Rollen ergattern konnte. Aber auch auf dem Laufsteg wurde Prominenz erspäht: Das derzeit angesagteste Model überhaupt, Cara Delevingne, lief auf diversen Catwalks in London, unter anderem eben auch bei Mulberry. Eine stilsichere Show!

Vivienne Westwood Red Label

Was soll man über Vivienne Westwood noch sagen? Die extrovertierte Designerin hat mithilfe ihrer neuesten Aussagen über Herzogin Kate mal wieder eine Bombe sondergleichen platzen lassen, dabei sollte aber ihre Mode nicht außer Acht gelassen werden. Glamourös, sehr feminin und natürlich – ganz wie die Designerin – sehr einzigartig zeigte sich die neue Herbst/Winter 2013-Kollektion auf der Londoner Fashion Week. Colour-Blocking und Anlehnungen an die 70er trafen auf glänzende Stoffe und den britischen Dandy-Look. Auffallend aber war, vor allem im Gegensatz zu Mulberry: Hier werden besonders die Kurven betont.

Zum Beispiel Bryan Adams und Peaches Geldof schauten sich Models, die in einer Art punkigem Geisha-Look geschminkt waren, ganz genau an und klatschten begeistert, nachdem die Designerin mit den orangenen Haaren auf den Catwalk trat.

Burberry Prorsum

Welch Überraschung – auch bei Burberry lief Cara Delevingne über den Laufsteg. Die Londoner Fashion Week liebt die 20-Jährige mit den ausdrucksstarken Augenbrauen. Neben ihr entdeckten wir auch Karlie Kloss und viele weitere namenhafte Models. Doch was konnte man bei Burberry noch sehen? Gold-Aufsätze – ein absolutes Muss nächsten Herbst! Ob auf Schuhen, Taschen, Schultern, als Gürtel oder Mänteltaschen, die Metallaufschläge müssen einfach sein. Dank dem Chefdesigner Christopher Bailey wird uns Damen das Anziehen morgens noch einfacher gemacht, denn er beweist, dass wirklich alles geht. Animals Prints werden hier zum Beispiel kombiniert mit Herzchen-Prints. Kein Problem! „Trench Kisses“ bot die beliebten Trenchcoats und Mäntel, Kleider und Hosen in den typischen Burberry-Farben: Weiß, Camel, Rot, Schwarz und eben Gold.

In der Front Row Platz nahmen die Schauspielerinnen Freida Pinto, Rosie Huntington-Whiteley und Kate Beckinsale, sowie die englischen Musiker Tinie Tempah und Rita Ora, gekrönt von der New Yorker Style-Queen Olivia Palermo.

Absolutes Highlight: Die einzelnen Stücke von Burberry sind allesamt mit einer sogenannten Smart Personalisation ausgestattet. Sollten diese also einem Touchscreen-Endgerät zu nahe kommen, poppen automatisch Video-Aufnahmen auf, die den Weg von der ersten Zeichnung bis hin zur Laufsteg-Schönheit zeigen und so den Kunden an der Kreation seines neuen Lieblingsstückes teilhaben lassen.

Tom Ford

Der Designer, der früher für Gucci arbeitete, zeigte das erste Mal in London unter seinem eigenen Namen. Seine erste Show seit 2004 ließen sich auch die Promis nicht entgehen, so wollten unter anderem die Newlyweds Justin Timberlake und Jessica Biel das Runway-Highlight nicht missen, genau wie die Vogue-Chefin Anna Wintour. Auch bei Tom Ford wurden Muster gemixt, aber nicht zu knapp. Culture Clash und Ethno-Muster sollten hier London, diese große, internationale Stadt, widerspiegeln. Ein bisschen Native American, ein bisschen Mexiko, hier und da auch ein bisschen Inuit konnte man da erspähen.

Der 51-Jährige möchte nicht, dass die Menschen alle eins werden, weil es keiner mehr wagt, Farbe und Mut zu bekennen. So schuf er mit seiner neuesten Kreation kompromisslose Aufmerksamkeit durch gewagte Schnitte und Kombinationsmöglichkeiten, die sich wahrscheinlich nicht jeder traut, aber für einen Wow-Effekt sorgen. Aber sehen Sie es sich doch am besten in unserer Bildershow an!

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