gucci pelzfrei
Nina Rölleram 13.10.2017

Echtpelze stehen trotz Skepsis in der Gesellschaft nach wie vor für Luxus. Auf den Laufstegen der großen Designer konnte man in den letzten Jahren wieder zahlreiche Westen und Mäntel aus Pelzen sehen. Jetzt kommt die Revolution: Gucci hat sich dazu verpflichtet, schon ab 2018 keine Echtpelze mehr zu verarbeiten. Wie es zu diesem Meilenstein in der Modeindustrie gekommen ist und welche anderen Designer mitziehen, erfährst du hier.

Gucci will in eine pelzfreie Zukunft blicken

Während viele Modeketten schon alleine aus Preisgründen auf Kunstpelze setzen, halten zahlreiche Topdesigner nach wie vor an Echtpelzen fest. Da kommt es einer kleinen Revolution in der Modeindustrie gleich, wenn ein Riese wie Gucci nun keine Tiere mehr für Pelzmäntel oder das Futter der gehypten Gucci Loafers mehr verwenden möchte.

Luxusmode soll tierfreundlicher werden

Die frohe Botschaft für Tierschützer verkündete Marco Bizzari, Präsident von Gucci, während des „Kering Award for Sustainable Fashion“ in London. Beginnend mit der Frühjahrs-/Sommer-Kollektion 2018 soll komplett auf die Verarbeitung von Echtpelz verzichten werden, Altbestände von Pelzen werden bei einer Wohltätigkeitsauktion versteigert. Das Geld wird dann an Tierschutzorganisationen weitergegeben.

„Soziale Verantwortung zu tragen gehört zu den zentralen Werten von Gucci, und wir werden uns weiterhin darum bemühen, Umwelt- und Tierschutz in unserer Strategie zu integrieren.“

Marco Bizzarri, Guccis Präsident & CEO

Damit ist Gucci nun Teil des internationalen Fur Free Retailer Programms, einer Initiative der Fur Free Alliance. Die Koalition aus insgesamt 40 Tierschutzorganisationen setzt sich dafür ein, dass immer mehr Designer und Modeketten auf Echtpelze verzichten. Auch der CEO von Gucci hofft, dass seine Entscheidung Nachahmer in der Luxusmodebranche finden wird. In der Vergangenheit haben sich bereits Labels wie Hugo Boss, Armani und Esprit zu einer pelzfreien Produktion verpflichtet. Welche Modeketten sich ebenfalls angeschlossen haben, erfährst du auf der Fur Free Retailer-Homepage.

Diese Tiere müssen nun nicht mehr leiden

Für die Verarbeitung von Fellen werden, wie auch bei Leder, nicht nur große Mengen an umweltverschmutzenden Chemikalien verwendet, sie bereiten mehr als 100 Millionen Tieren weltweit ein trauriges Leben in winzigen Maschendrahtkäfigen oder einen qualvollen Tod in Wildtierfallen. Gucci hat in der Vergangenheit Pelze von Nerzen, Kojoten, Marderhunde, Füchse, Kaninchen und Karakulschafen verwendet. Die Wende ist vor allem der internationalen Tierschutzorganisation Vier Pfoten zu verdanken, die seit vielen Jahren für ein Verbot der Tierhaltung zur Pelzgewinnung kämpft. Mehr über die Arbeit der Organisation kannst du hier erfahren.

Ob man sich die Teile von Gucci selbst leisten kann oder nicht: Die Entscheidung wird derzeit von vielen Tierschützern gefeiert. Was hältst du davon? Sag uns in den Kommentaren, ob auch andere Designer auf Pelze verzichten sollten.

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Bildquelle:

Getty Images/Pietro D'Aprano, Vier Pfoten Deutschland, Instagram


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