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Designertasche

Balenciaga Carry Shopper: So cool kontert IKEA

Jessica Tomalaam 27.04.2017 um 17:13 Uhr

Wer sich wundert, warum seit einiger Zeit dem IKEA-Modell „Frakta“ ähnliche blaue Shopper für knapp 1700 Euro auf verschiedenen Onlineportalen die Runde machen, der hat wohl noch nicht die Frühjahrs- und Sommerkollektion 2017 der Designermarke Balenciaga gesehen. Diese sehen dem Ikea-Original für 50 Cent nämlich ziemlich ähnlich. Jetzt hat sich das schwedische Einrichtungshaus dazu geäußert – und hat die Lacher auf seiner Seite.

IKEA ist seit einiger Zeit nicht nur für seine bezahlbaren Möbel, Köttbullar, streitende Pärchen beim Einkaufen und lustige Produktnamen bekannt, sondern auch für eine ziemlich teure „Kopie“ ihres charakteristischen Frakta-Shoppers, den wir sicher alle schon mal hemmungslos überfüllt haben. Das Modeunternehmen Balenciaga hat sich für seine diesjährige Kollektion wohl etwas am Ikea-Style orientiert. Der Carry Shopper ähnelt der IKEA-Tasche nämlich fast 1:1. Nur besteht sie aus Leder und hat nicht den charakteristischen IKEA-Schriftzug auf den Henkeln. Oder, was meinst du?

Mithilfe der Stockholmer Werbeagentur Acne hat Ikea nun auf Instagram eine ziemlich lustige Anleitung dazu veröffentlicht, wie man das Original vom teuren Fake unterscheidet:

Wie du die Original Frakta-Tasche von IKEA erkennst:

  1. Schüttel sie: Wenn sie raschelt, hast du das Original.
  2. Multifunktional: Du kannst Hockey Equipment, Steine und sogar Wasser mit ihr transportieren.
  3. Wirf sie in den Dreck: Eine richtige Frakta kannst du danach einfach mit einem Gartenschlauch abspülen, wenn sie schmutzig ist.
  4. Das Preisschild: Nur 99 Cent.

Und auch in Deutschland hat man nicht lange mit einer Reaktion gewartet. Auf der deutschen IKEA-Facebook-Page tauchte dieser Post auf:

Balenciaga wurde übrigens in den 30er Jahren von Cristóbal Balenciaga in Paris gegründet. Das Modeunternehmen war eigentlich für einen sehr klassischen, femininen Stil bekannt. Seitdem der Georgier Demna Gvasalia im Oktober 2015 zum Kreativdirektor ernannt wurde, hat sich das Design allerdings etwas geändert. Vor einiger Zeit machte zum Beispiel ein Schal die Runde, der vom Design her sehr an die Einkaufstüten von Aldi Nord erinnert.

Der 36-Jährige hatte bereits für sein eigenes Label „Vetements“ einige Pieces seiner Kollektionen mit bereits bestehenden Designs kombiniert und neu interpretiert. Zum Beispiel T-Shirts mit dem DHL-Label oder sogar Baseball Caps mit dem Aufdruck „Polizei“. Die gefakte IKEA-Tasche ist da nur ein weiterer gelungener Coup. Mehr kostenlose Werbung kann man wahrscheinlich nicht bekommen.

Bildquelle: GettyImages/Jonathan Nackstrand, IKEA


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