Mailand

Milano Moda Donna: Die Highlights von Prada, Moschino & Emilio Pucci

am 25.09.2015 um 14:13 Uhr

Milano Moda Donna – die Mailand Fashion Week hat nicht nur den schönsten Namen, sondern auch die exklusivsten und traditionsreichsten Modehäuser, die ihre neusten Kollektionen in der italienischen Metropole präsentieren. Dazu gehören selbstverständlich auch Emilio Pucci, Prada und Moschino, die am zweiten Tag der Mailänder Modewoche ihre Entwürfe für den Sommer 2016 auf ganz unterschiedliche Art und Weise vorstellten. Alle Einzelheiten dazu erfahren Sie hier und in der Fotoshow .

Emilio Pucci zeigte erstmals unter neuer kreativer Leitung, Prada in Abwesenheit seiner Kreativleiterin Miuccia Prada und Jeremy Scott entführte uns für Moschino auf eine Baustelle rund um eine Waschanlage.

Emilio Pucci: Take it or leave it

Peter Dundas ist Vergangenheit, Puccis Zukunft heißt seit März 2015 Massimo Giorgetti, der gleichzeitig auch Kreativdirektor bei MSGM ist. Der ehemalige DJ zeigte nun seine erste Kollektion für das in den 1940er Jahren gegründete Modehaus und versuchte, an alte Traditionen anzuknüpfen und gleichzeitig neue Visionen einzubringen.

Die Kollektion: Stand Emilio Pucci unter Peter Dundas eher für hippieeske Entwürfe, die mit jeder Faser das leichte Lebensgefühl der 60er- und 70er-Jahre widerspiegelten, sieht die Gegenwart mit Massimo Giorgetti anders aus. Zum einen lässt er die Kulisse durch eine Lichtwand in das ikonische „Rosa Emilio“ von 1962 hüllen, zum anderen referenzieren seine an die 50er-Jahre angelegten Entwürfe durch Prints, Materialien und Farben immer wieder das Meer. Vielleicht auch das gute alte Capri, wo Emilio Pucci seine erste Boutique eröffnete. Schiffe, Muscheln und Möwen, Fischernetz-artige Tops und Überwürfe sowie funkelnde Einzelstücke, die an glitzerndes Meer erinnern. Dem gegenüber stehen mit Straußenfedern verzierte Sandaletten und flache Sandalen. Ganz anders als Dundas, aber um es mit den Strokes zu sagen, die Teil der Musikauswahl waren: Nimm es oder lass es!

Lieblingslook: Ein blaues Paillettenkleid mit V-Ausschnitt, knöchellang und mit zwei seitlichen Schlitzen. Darunter kombiniert Giorgetti ein silbernes, ebenfalls metallisch funkelndes Longsleeve.

Prada: Gegensätze ziehen uns an

Da Miuccia Pradas Patentante kürzlich verstarb, war die Designerin am Tag der Kollektions-Präsentation in Mailand nicht anwesend. Ihr Geist, ihre Ideen und ihre Visionen waren allerdings in jedem Entwurf zu spüren.

Die Kollektion: Der klassische Prada-Chic trifft für den Sommer 2016 auf ein Meer der Gegensätze. Obgleich Zweiteiler, Kleider und Mäntel durchweg aus Eggshape-artigen Silhouetten bestanden, waren die Kontraste zwischen Materialien, Mustern und Farben nicht zu übersehen: Zarte Streifen trafen auf Blockstreifen, Karo auf Zick-Zack, Transparenz auf schweren Tweed oder gar Leder, matte auf funkelnde Oberflächen, Pastell auf erdige Nuancen. Akkurat geschneiderte Jacken wurden zu weiten Bleistiftröcken mit versetzten Säumen getragen, milchig transparente Kleider über Karo-Bleistiftröcke gezogen und mit fischnetzartigen Überwürfen kombiniert.

Lieblingspiece: Ein weißer Zweiteiler aus Rock und Jacke mit schwarzen Paspelierungen, verziert mit hellgrünen Blüten und schimmernden weißen Pailletten.

Moschino: Clothed for Construction

Ein bisschen Waschanlage, ein bisschen Baustelle und eine Prise typischer Jeremy-Scott-Fashion-Humor, schon hat man eine neue Moschino-Kollektion. Als Einladungen wurden übrigens gelbe Baustellen-Schutzhelme verschickt.

Die Location: Rund um die Waschanlage, die für die Models als Tor zum Laufsteg verwendet wurde, häuften sich unzählige Verkehrs- und Warnschilder, „Under Construction“-Hinweise und Pylonen, die den Laufsteg von der gut besuchten Front-Row absperrten.

Die Kollektion: Alles, was sich im Setting befand, wurde auch in der neusten Moschino-Kollektion verwendet. Die Pylonen erschienen als Hüte, Taschen und Anhänger an klobigem Silberschmuck sowie in Kombination mit einem Blumenmuster auf exzentrischen Kleidern, Warnhinweise wie „Caution“ wurden auf Kleider, Oberteile und Zweiteiler gedruckt. Das Orange-Weiß der Pylonen fand sich dann wieder als Paspelierung an schwarzen Kostümen oder in Gestalt von Schluppenblusen, Stiefeln und Schleifen, aus STOP wurde SHOP und da wir uns in einer Waschanlage befinden, sahen wir natürlich auch bunte Fransen- oder Federkleider, die an die Putz-Säulen jener erinnerten. Alles in allem mal wieder ein gelungener Moschino-Fashion-Wahnsinn.

Lieblingslook: Auch wenn wir von Jeremy Scotts wilden Moschino-Phantasien nie genug bekommen, so ist unser Lieblingslook dann doch etwas „normaler“ – ein orange-gelb gestreiftes Spitzenkleid mit Bubikragen und mittlerer Knopfleiste. Optional dazu: Der silbrige Schutzhelm mit schwarzem Fascinator-Netz.

Sehen Sie nun die Runway- Highlights von Emilio Pucci, Prada und Moschino in unserer großen Fotoshow.

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