Pflege-Tipps

Mandelöl: Anwendungstipps für Haut und Haar

am 05.01.2016 um 16:36 Uhr

Gehören auch Sie zu den Damen, die Kokosöl für dessen tolle Wirkung auf die Haut vergöttern, den fruchtigen Geruch lieben und in Sachen Haar- und Hautpflege gar nicht mehr auf dieses natürliche Wundermittel verzichten möchten? Dann stellen wir Ihnen nun unseren neuen Öl-Liebling vor: Mandelöl. Unserer Meinung nach, ist Mandel nämlich das neue Kokos und sollte definitiv in keinem Beauty-Repertoire mehr fehlen. Haben Sie schon einmal einen Blick auf die Inhaltsstoffe Ihrer liebsten Bodylotion geworfen? Viele Cremes kommen nämlich gar nicht ohne Mandelöl aus. Was Mandelöl so alles kann, welche Produkte wir Ihnen empfehlen und warum Mandelöl noch besser als Kokosöl sein soll, das verraten wir Ihnen hier und in unserer Fotoshow.

Wir wissen, dass man sich nicht leicht von einem neuen Beauty-Mittel überzeugen lässt, wenn man das für sich ideale doch bereits gefunden hat. Die Sache mit dem Mandelöl sollten Sie allerdings zumindest einmal ausprobieren.

Was kann Kokosöl?

Eigentlich gibt es ja nichts, was Kokosöl nicht kann. Das Wundermittel der Natur spendet Feuchtigkeit, wirkt entzündungshemmend und verhindert, dass das Haar an Nährstoffen verliert. Außerdem wirkt Kokosöl außerdem antioxidierend, es blockiert also freie Radikale, die die Faltenbildung fördern. Dann ist Kokosöl auch noch bestens für die Behandlung der Zähne und des Zahnfleischs geeignet, reinigt und pflegt den Mundinnenraum und beseitigt fettlösliche Giftstoffe. Das i-Tüpfelchen auf all den tollen Wirkungen von Kokosöl auf unseren Körper: Die Fettsäuren des Öls sollen tatsächlich den Stoffwechsel ankurbeln. Was will frau bitte von einem einzigen Öl noch mehr erwarten?

Das Mandel-Wunder

Nun zur überraschenden Kehrtwende: Mandelöl kann all das auch und sogar noch mehr. Studien zufolge sollen die Inhaltsstoffe in Mandelöl beinahe noch beeindruckender auf die Haut und die Haare wirken, als die des Kokosöls. Mandelöl ist besonders reich an Vitamin A, E, B und D, beinhaltet Kalium, Magnesium und Kalzium und hat einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren. Ölsäure ist mit 86 Prozent die häufigste, ungesättigte Fettsäure im Mandelöl, dringt bis in die Tiefen der Haut ein und erzeugt ein weiches Hautgefühl. Linolsäure ist mit etwa 19 Prozent in Mandelöl vertreten und schützt die Haut vor UV-Strahlungen, spendet Feuchtigkeit und beruhigt die Haut. Palmitinsäure ist eine gesättigte Fettsäure im Mandelöl und unterstützt die Hautbarriere beim Schutz vor äußeren Einflüssen. Noch dazu ist Mandelöl sehr säurearm und somit eine milde Wohltat für die Haut.

Und nun zu den Fakten, die Sie endgültig überzeugen werden: Mandeöl wird bei Raumtemperatur nicht fest. Bedeutet also, dass es sich einfacher als Haar- oder Gesichtsmaske anwenden lässt. Es soll gegen Falten und Cellulite wirken, zur Verbesserung des Teints und der Hautfarbe beitragen und ist zudem ein günstigeres Öl als das der Kokosnuss, was die Pflege somit auch zu einer erschwinglicheren macht (ca. 15 Euro pro 200 ml reines Mandelöl). Eigentlich kann man mit Mandelöl also gar nichts falsch machen, oder?

Gibt es irgendetwas zu beachten?

Ja! Ganz wichtig bei der Verwendung von Mandelöl ist, dass Sie das Öl der süßen Mandel nicht mit dem Öl der Bittermandel verwechseln. Das klassische Öl aus der süßen Mandel wird meist in Cremes und Pflegeprodukten verwendet, während das Bittermandelöl vor allem als ätherisches Öl bekannt ist. Letzteres sollte niemals unverdünnt Verwendung finden, da es giftig wirken kann. Das Öl der süßen Mandel kann auch unverdünnt für Behandlungen genutzt werden. Das „gute“ Mandelöl riecht leicht süßlich, kann kalt oder warm gepresst werden, ist dünnflüssig, klar sowie leicht gelblich und wird als reines Öl meist in dunklen Flaschen aufbewahrt, damit Inhaltsstoffe nicht durch Lichteinwirkungen verloren gehen.

Anwendungs-Tipps

In der Beauty-Industrie wird Mandelöl häufig mit ähnlichen Ölen wie Pfirsichkernöl oder Sesamöl vermischt und als Zusatzstoff in Cremes, Lotions, Massageölen, Badezusätzen und Co. verarbeitet. Es kann allerdings auch als reines Öl oder als Mandelöl-basierte Creme benutzt werden. Die milde Pflege eignet sich vor allem für trockene Haut, Baby-Haut und für Menschen mit Hautproblemen. Theoretisch kann sie aber bei jedem Hauttypen verwendet werden und wird gern auch von Allergikern favorisiert – wenn sie denn nicht gerade auf Nüsse allergisch reagieren.

Da das Öl dem Hautfett sehr ähnlich ist, wird es von der Haut besonders gut und schnell aufgenommen und hält diese elastisch. Durch diesen natürlichen Anti-Aging-Effekt können Sie ersten Fältchen also schon einmal den Kampf ansagen. Besonders leicht lässt sich Mandelöl direkt nach dem Baden oder Duschen in die noch etwas feuchte Haut einmassieren und fördert so gleichermaßen auch noch die Durchblutung (Achtung, schon wieder ein Anti-Aging-Effekt).

Auch für die Haare ist Mandelöl eine wahre Wohltat. Wie auch Arganöl, soll es als die natürliche Wunderwaffe gegen Trockenheit und Spliss agieren. Wer nicht auf Beauty-Produkte mit Mandelöl-Zusatz zurückgreifen und das Öl lieber rein verwenden möchte, dem reichen bereits wenige Tropfen, um die Haare ausreichend zu verwöhnen. Das Öl wird in den Händen verrieben und dann in den Haaren verteilt. Denken Sie nicht, dass viel Öl mehr wirkt, im Gegenteil: Wenn Sie zu viel des Öls zur Pflege Ihrer Haare verwenden, werden diese fettig und alles andere als schön. Ist das Öl einmal in den Haaren, lässt es sich zudem nur mühselig wieder auswaschen. Wer seinen Haaren einmal am Wochenende eine ultimative Kur verpassen möchte, reibt das Öl in die trockenen Haare ein und lässt es über die gesamte Nacht einwirken. Am nächsten Morgen können Sie das Öl mit einer herkömmlichen, silikonfreien (!) Haarspülung wieder auswaschen. Die Spülung bindet das Öl, entfernt überschüssige Reste und lässt das Haar somit nicht fettig wirken.

Die pflegenden Geheimnisse des Mandelöls und dazu passende Produkte aus dem natürlichen Wunder, sehen Sie in unserer Bildergalerie.

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