Mercedes-Benz Fashion Week New York : Die Designer, die Trends, die Highlights!

am 13.09.2013 um 13:09 Uhr

Liebe wissenshungrige Modeliebhaberinnen, heißen Sie die Fashion-Madness erneut willkommen! In diesem Monat geht die Mercedes-Benz Fashion Week in die zweite Runde, nach Berlin folgt jetzt das Fashion-Mekka New York City und treibt vom 5. bis zum 11. September die Modewelt entzückend in den Wahnsinn. Vorgestellt werden die Spring/Summer-2014-Kollektion von Trend bestimmenden Designern, wie Michael Kors, Ralph Lauren, Carolina Herrera, Donna Karan und viele mehr. Wir fassen für Sie die neuesten Trends und die spannendsten Highlights zusammen!

Tag 8: Donnerstag 12. Sept. 2013

Der letzte Tag der New York Fashion Week startet mit der lang ersehnten Spring/Summer-Kollektion 2014 von Ralph Lauren. Dieser ließ sich zweifellos von der britischen Mod-Bewegung der 60er Jahre inspirieren. Die Looks starten im klassischen Schwarz-Weiß.  A-Linien-Kleider mit großen Kragen, Miniröcke, Hosen-Anzüge und Krawatten in allen Größen und Formen sorgen für grenzenlose Eleganz. Nach verschiedenen Karo-, grafischen Blumen- und Psychedelic-Mustern in den Nichtfarben folgen grelle und farbenfrohe Kreationen voller Simplizität.

Das Label Calvin Klein, welches von Beginn an für Minimalismus und Modernität stand, präsentiert am letzten Tag der Fashion Week gewohnt puristische Kreationen mit körperfernen Schnitten, Transparenz und viel Asymmetrie. Trotz der unverkennbaren Calvin-Klein-Handschrift schaffte es Designer Francisco Costa, über den Tellerrand hinauszuschauen, indem er mit komplexen Schnitten und Farbkontrasten spielte. Auch Details wie ausgefranste Säume stehen alles andere als für Minimalismus, doch gerade das macht die Kollektion neuartig und Costa gelingt es, den bereits bekannten Calvin-Klein-Purismus zu revolutionieren.

M steht für Minimalismus – bei Marc Jacobs allerdings nicht. Der amerikanische Designer hat sich für seine zweite Linie „Marc Jacobs Spring/Summer 2014“ von der viktorianischen Dekadenz und deren Mode, insbesondere der Militäruniformen, inspirieren lassen und mit modernen Elementen vereint. Das Ergebnis ist eine düstere, mysteriöse und fesselnde Kollektion. Knielange, gerade Röcke und maskuline Shorts kombiniert er zu systematisch überladenen Militärjacken, die mit Kordeln und Fransen versehen sind. Auch die für die damalige Zeit typischen Gehröcke, eine spätere Form des Fracks, erfand der Designer neu. Die schmückenden Elemente der Jacken setzt Jacobs auch auf weiten Pullovern und Kleidern ein. Die Farben sind düster und gedeckt – dunkles Bordeauxrot, tiefes Mitternachtsblau und kalte Grün- und Brauntöne ziehen sich durch die gesamte Kollektion. Mit theatralischer Opulenz und modernen Kontrasten beendet Marc Jacobs den achten und letzten Tag der New York Fashion Week und lässt alle Modevernarrten nach mehr lüstern.

Tag 7: Mittwoch 11. Sept. 2013

An Tag sieben der New York Fashion Week präsentiert Michel Kors eine Kollektion, die alles andere als von den derzeit sehr beliebten 90er Jahren inspirieren ist – an dieser Stelle ein Hoch auf Michael Kors! Seine Inspiration schöpfte der amerikanische Designer vielmehr aus der lässigen Alltags-Mode der 40er und 70er Jahre. Auf der einen Seite gibt es diverse luftige Kleider mit romantischen Blumenprints, die sehr feminin und ganz im Stil der 40er gestimmt sind; auf der anderen Seite begeistert Kors mit maskulinen Designs, die zeitgleich absolut weiblich und sinnlich wirken. Stellen Sie sich einfach eine wunderschöne Frau vor, die das Hemd ihres Mannes überzieht – genau so lässig sexy wirken auch diese Looks. Obwohl Michael Kors seine romantische Seite zum Vorschein bringt, ist seine „American Chic“–Signatur nicht zu übersehen.

Die Spring/Summer-Kollektion 2014 von Rachel Zoe steht ganz im Sinne einer „Großstadt Safari“ und überzeugt mit tragbaren Looks mit einem hohen Haben-Muss-Faktor. Neben eleganten Schwarz-Weiß-Essembles mit großflächigen Prints gibt es eine große Zahl an diversen Jeans-Looks; von knappen Shorts über Jeansjacken bis hin zu High-Waist-Jeans-Schlaghosen. Eine Kollektion mit vielen Wendungen, die so von lässigen Jeans-Looks über verspielte Kreationen in Pastell bis hin zu glamourösen, bodenlangen Pailletten-Kleidern für den Abend einiges zu bieten hat.

Transparenz, Spitze und aufwendige Stickerei – wir sind im Märchenland von Marchesa gelandet. Das romantische Flair des Labels ist zum Glück auch bei der aktuellen Spring/Summer-Kollektion 2014 nicht zu übersehen. Die Looks wirken im Allgemeinen sehr glamourös, mit einer starken Tendenz zu den Abendroben der Hollywood-Diven der 40er Jahre, die in einem Märchenwald voller Blüten und Schmetterlingen aus Chiffon verlorengegangen sind. Trotz überwiegend bodenlanger Abendkleider und Röcken aus Seide, Organza, Chiffon und Spitze wirken diese durch die Abwesenheit von Korsagen leicht und ungezwungen. Die Designerinnen Georgina Chapman und Keren Craig verstehen es wie keine anderen, mit verschiedensten Materialien umzugehen und aus etwas Einfachem etwas absolut Atemberaubendes zu zaubern.

Tag 6: Dienstag 10. Sept. 2013

New York Fashion Week, die sechste! Tag sechs begann romantisch und nostalgisch mit der Spring/Summer-Kollektion 2014 von Badgley Mischka. Die Designer Mark und James haben sich von in den 20er und 30er Jahre entstandenen Fotografien von Jacques Henri Lastigue inspirieren lassen. Dementsprechend glamourös ist auch deren Kollektion – Alltags-Looks, wie elegante Tweet-Kleider, Palazzo-Hosen und Rock-Essembles, sind in Weiß und Navyblau gehalten. Die Abendroben hingegen versprühen grenzenlosen Glamour – fließendes Organza und schimmernde Seide umspielen die weiblichen Körper der Models. Die einen Roben sind sehr schlicht gehalten, andere wiederum wurden mit aufwendigen Perlen-Stickereien veredelt.

Nach nostalgischen Retro-Looks folgt Diesel Black Gold mit einer wagemutigen und extravaganten Streetwear-Kollektion. Neben den für das Label typischen gebleichten, durchlöcherten oder mit Nieten veredelten Jeans im Used-Look bringt die Streetwear-Marke, die sonst für ihre Farb-Phobie bekannt ist, nun feminine Nuancen ins Spiel und kombiniert zum cleanen Weiß und mysteriösen Schwarz auch blasse Rosé- und Lavendeltöne. Doch neben zarten Looks dürfen natürlich nicht die edgy Leder-Kreationen fehlen, die mit Spiegel-Pailletten, Nieten und Bändern veredelt wurden. Zu der Prominenz der Front-Row gehörten unter anderem Kanye West und Iggy Azalea.

Marc Jacobs schafft es erneut, mit seiner Spring/Summer-Kollektion 2014 völlig unerwartete Looks zu kreieren und zeitgleich zweifellos mit seiner eigenen Handschrift zu versehen. Seine Designs sind durchweg casual und verspielt. Zum einen experimentiert er mit stark glänzendem Satin-Stoff, welcher in Form von Flammen und Sternen in Schwarz-Weiß oder Rosa-Rot zu Bomberjacken und Shorts oder zu geradlinigen Kleidern geformt wurde, was dem Ganzen einen starken 70er-Jahre-Flair gab; zum anderen sorgen seine lässigen Jump- und Playsuits in zarten Pastelltönen für einen verspielten 50er-Jahre-Flair.

Unter anderem präsentierten auch Rodarte, Vera Wang und J. Crew ihre neuesten Kreationen, die Sie selbstverständlich in unserer Fotoshow bewundern können.

Tag 5: Montag 09. Sept. 2013

Mit schmerzenden Füßen, müden Beinen und einer unermüdlichen Leidenschaft für Mode geht es für Modeliebhaber in die fünfte Runde der Modewoche in New York City. Künstlerisch und schwindelerregend holt Carolina Herrera alle aus dem Schlaf. Bei ihrer Sommer-Kollektion 2014 geht es um kinetische Kunst und so schöpft die venezolanische Mode-Ikone Inspiration aus der Arbeit venezolanischer Künstler, wie Jesús Rafael Soto und Carlos Cruz-Diez. Das Ergebnis ist ein Spiel mit optischen Täuschungen, welche durch Schichtungen transparenter, mit Linienmuster bedruckter Stoffe erzielt werden. Ein wahrhaftig kreatives Zusammenspiel aus weiblichen Looks im 50er- und 60er-Jahre-Stil mit einem ständig wechselnden Moiré-Effekt. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Farbwahl, die durch klassisches Schwarz-Weiß und Meeresgrün brilliert, jedoch nehmen Pflaume und kräftiges Orange der Kollektion etwas die Leichtigkeit.

„From the East Coast to the West Coast“ heißt es dann bei Tommy Hilfiger, der die eintönige Location in einen Beach-Traum samt Sanddünen, Surfbretter und einem hölzernen Steg verwandelte, auf dem anschließend die Models seine neueste Spring/Summer-Kollektion 2014 präsentierten. Inspiration ist ganz klar „The California Lifestyle“ – Surfen, Skaten, Sportlichkeit, farbenfrohe Modernität und wunderschöne Beach-Babes. Dazu interpretiert Hilfiger den Neoprenanzug in diversen Variationen in Form von Badeanzügen, Jacken, Hosen und Oberteilen äußerst kreativ neu. Farblich bewegt sich die Kollektion in Aquamarine-Nuancen und warmen Rot-Orange-Tönen.

3.1 Phillip Lim ließ seiner Kreativität freien Lauf und schöpfte aus der schönste Quelle der Inspiration: dem Planeten Erde. Sowohl farblich als auch die Musterungen und Effekte seiner Kreationen haben einen sehr irdischen Ursprung. Somit treffen sehr architektonische, körperferne Schnitte auf diverse innovative Effekte und Prints wie Oxidierung, Farbverläufe, die wie Achat-Steine wirken, Holzmaserungen und natürliche Metallic-Schimmer. Eine natürliche Simplizität, die so voller Kreativität steckt, dass Philip Lims Sommer-Kollektion unser absolutes Highlight bis dato ist.

Wie Donna Karan es schafft, zwei Kollektionen parallel zueinander auf die Beine zu stellen, die zudem unterschiedlicher nicht sein könnten, ist uns ein Rätsel. Doch genau aus diesem Grund wird die amerikanische Ikone heute mehr gefeiert denn je. Nach ihrer vorherigen Präsentation voller sportlicher Ästhetik entführt sie uns mit außergewöhnlichen Ethno-Looks in ein fernes, exotisches Land. Ausgangspunkt jedoch war nicht gleich eine fremde Kultur, sondern ein Schal und wie frau diesen in diversen Variationen wickeln kann, um so neuartige Kleidungsstücke zu kreieren. So entstanden fließende, asymmetrische Kleider, leichte Mäntel und luftige Pijama-Hosen. Die Materialwahl versprüht eine ansteckende Leichtigkeit, wobei die Farben hingegen wieder sehr bodenständig sind. Farblich ist die Inspiration ganz klar „Himmel und Erde“ mit tiefen Blautönen und erdigen Braun- und Rottönen.

Tag 4: Sonntag 08. Sept. 2013

Victoria Beckham sorgt an Tag vier für die wohl entzückendste Front-Row der gesamten Modewoche, denn keine Geringere als die süße Harper Beckham, im Arm vom gut aussehenden Papa, brachte die sonst so kühle Anna Wintour zum Schmelzen und sogar zum Lachen! Gelassen ging es auch auf dem Laufsteg weiter. Die Kollektion spiegelt statt einem Kampf vielmehr ein Spiel zwischen den Geschlechtern wider – feminine und maskuline Elemente fließen einwandfrei ineinander. Das Ergebnis ist eine lässig elegante Kollektion, ganz im makellosen Stil der Victoria Beckham. Geradlinige Schnitte treffen auf weibliche Faltenröcke und Rüschen. Zwischen den komplett in Weiß oder Schwarz gehaltenen Looks sind auch viele Schwarz-Weiß-Kombinationen und verschiedene Beerentöne zu sehen. Auch Geometrie ist ein großes Thema, was in sich in Form von Dreieck-Applikationen zeigt. Mit einem Sinn für Leichtigkeit und Purismus begeistert Victoria Beckhams Kollektion auf ganzer Linie.

Derek Lam liebt Frauen, die ihren Stil im Stillen ausleben und dennoch mit entschlossenem Ausdruck vorangehen. Das spiegelt sich auch in seiner Spring/Summer-Kollektion 2014 perfekt wider. Innovative Materialien, atemberaubende Farbkombinationen, großflächige Karomuster und klassische Silhouetten bestimmen den Tob bei Derek Lam. Geradlinige Blusenkleider, luftige Sommerkleider und street-chic Jeans-Kleider überzeugen mit unaufdringlicher, moderner Feminität.

Donna Karan feiert den 25-jährigen Bestand ihrer Linie DKNY und zelebriert dies mit einer Kollektion, die vor urbanem Flair nur so strotzt! Diese ist mit unzähligen Ideen geladen, die das Label in den vergangenen Jahren auszeichneten, wie das typische Schwarz-Weiß, coole Jeans-Looks, Paisleymuster und natürlich auch gewagte DKNY-Logos. Auch bei den Jeans geht Karan ein Stück weiter, indem sie diese mit unzählige Patches verziert und so für absolut coolen Street-Chic sorgt. Neben großartigen Neopren-Looks, wie ein knielanger Mantel in Coral, überzeugen weitere sportliche Elemente wie T-Shirts aus Mesh-Stoff, Plisseeröcke im Tennis-Look und sportive Windjacken. Trotz vieler verschiedener Elemente schafft es die Kollektion, durch den für Donna Karan typischen Modern-Chic einheitlich zu wirken. Neben dem typischen Schwarz-Weiß verzaubern sowohl grelle Coral- und Blautöne als auch zarte Pastellnuancen.

Bei Diane Von Furstenberg sind viele große Namen sowohl als Zuschauer in der Front-Row, unter anderem mit Sheryl Crow, Jessica Alba und Andy Cohen, als auch auf dem Laufsteg mit Modelgrößen, wie Joan Smalls, Karlie Kloss und Naomi Campbell, zu bestaunen. Farbenfrohe Ensembles und mutige, Afrika inspirierte Prints sorgen für eine energiegeladene Stimmung. Doch die Kollektion ist nicht einzig und allein von exotischen Elementen bestimmt, denn sehr puristische und fließende Kleider lieferen die für Diane Von Furstenberg typische „Chic-ness“!

Nach exotischen Abenteuern bei Diane Von Furstenberg geht es mit Zac Posen ins zauberhafte Märchenland. Wenn diese Kollektion für etwas steht, dann zweifellos für Romantik. Bis auf vereinzelte, kräftige Rotnuancen ist die gesamte Spring/Summer-2014-Kollektion in verspielte Sorbettöne getaucht – blasses Gelb, zarte Rosatöne und erfrischende Grün- und Blautöne sorgen für verträumte Seufzer im Publikum. Nach viel Minimalismus ist es umso erfrischender, die in Taft, Organza, Chiffon, und Crepê de Chine umhüllten Kreationen von Zac Posen zu bestaunen, dessen Spektrum, angefangen bei experimentellen Drapagen über klassisch überladene Rüschen bis hin zu voluminösen, weit ausgestellten Röcken mit romantischer Weiblichkeit, jeder Frau den Atem rauben.

Tag 3: Samstag 07. Sept. 2013

Am dritten Tag der New York Fashion Week geht die minimalistische Tendenz in die dritte Runde. Lacoste Creative Director Felipe Oliveira Baptista zeigt für die Spring/Summer-Kollektion 2014 des Labels, im Gegensatz zu seinen vergangenen experimentellen Kollektionen, einen etwas zurückhaltenderen Ansatz. Ausgangspunkt war eine wichtige Komponente des Tennisfeldes – die weiße, gerade Linie. Diese zieht sich in Form von filigranen Paspeln durch die gesamte Kollektion und bietet einen sehr minimalistischen Ansatz des sportiven Erbes des Labels. Mit seinem Spiel zwischen Transparenz, architektonischen Schnitten und zeitloser Eleganz schafft es Baptiste, an Lacostes sportlich schicke Looks von damals zu erinnern und zeitgleich in die Zukunft blickend mit zeitgenössischem Design zu verbinden.

Turbulent ging es bei Hervé Léger zu, unter anderem als Nicki Minaj in der ersten Reihe Platz nahm und bis Showstart mit dem Zurechtlegen ihrer Haare zu tun hatte. Zu aufregenden Trommelklängen präsentieren die Models die für das Label typischen Bandage-Kleider, die zweifellos für absoluten Sex-Appeal stehen. Doch mit diesem altbewährten Signatur-Piece stellt sich diese Saison erneut die Frage, was Max Azria Neues kreieren wird. Seine Antwort: Reißverschlüsse im Überfluss, die die weibliche Silhouette wagemutig in Szene setzen. Auch diese Saison sind bei Hervé Léger Laser-Cut-Outs und geometrische Prints ein Thema. Weiteres Merkmal der Kollektion sind erneut die typischen Korsage-Taillengürtel. Auf innovative Looks, die sich von den Designs der vorherigen Saison unterscheiden, warteten wir jedoch vergeblich. Nichtsdestotrotz bleibt Max Azria der Design-Philosophie des Labels treu und zeigt stilvolle, hochwertig verarbeitete Looks, die vor atemberaubendem Sex-Appeal nur so strotzen.

Ein absolutes Highlight ist wieder mal die Kollektion von Alexander Wang, der auch dieses Mal kein Geheimnis daraus macht, dass die minimalistische Ästhetik der 90er Jahre für ihn eine unerschöpfliche Inspirationsquelle ist. Wunderschöne Faltendetails in Form von frechen Miniröcken, verspielten Trägerkleidern und kurzen Peplum-Tops kontrastieren mühelos mit den puristischen, schon fast maskulinen Hemden mit Stehkragen. Boxershorts-ähnliche, kurze Hosen, Leder-Shorts und auch Culottes bestimmten das Beinkleid von Wangs Sommer-Kollektion. Bis auf blasse Blau- und Lavendeltöne ist die Kollektion in Weiß, Grau und Schwarz gehalten. Verewigt hat der Designer sich mit Laser-Cut-Out-Elementen, die seinen eigenen Namen zeichnen. Für ein It-Piece legen wir jetzt schon unsere Hand ins Feuer: Das Sweatshirt mit gekonnt eingesetzter Transparenz und „Parental Advisory“-Print wird mit Sicherheit zu einem wahren Must-have avancieren.

Tag 2: Freitag 06. Sept. 2013

Der zweite Tag der New York Fashion Week startet mit puristischem 90er-Jahre-Flair bei Jason Wu. Seine Spring/Summer-2014-Kollektion erinnert sehr an die Sommer-Kollektion 1990 von Calvin Klein, die farbtechnisch in Weiß, Creme und Beige gehalten war und dessen Fokus ganz klar bei den makellos geschneiderten Jacken und Blazern lag, so auch bei Jason Wu. Modern umgesetzt kombiniert Wu leichte Safari-Blousons und -Blazer zu langen Pailletten-Röcken und -Kleidern, die fabelhaft glitzern und die Looks feminin abrunden.

Tradition trifft auf Sport-Chic: Sexy und temperamentvoll ging es mit Rebecca Minkoff weiter, die sich tatkräftige Unterstützung von Sängerin Janelle Monáe und Band holte, die für die großartige Livemusik sorgten. Für ihre Spring/Summer-Kollektion 2014 hat Minkoff sich von Mexiko und starken, lateinamerikanischen Frauen wie Frida Kahlo inspirieren lassen, indem sie sportliche Elemente mit traditionellen, handgearbeiteten Details wie floraler Stickerei kombiniert.

90er-Flair, die Zweite: Rag&Bone-Designer Marcus Wainright und David Neville haben sich für ihre Spring/Summer-Ready-To-Wear-Kollektion 2014 ebenfalls vom teils minimalistischen Geist der 90er Jahre inspirieren lassen. Bei ihren Looks setzen sie überwiegend auf Schwarz und/oder Weiß, geradlinige Schnitte und viel Leder. Zudem bestimmen Oversized-Jacken und Crop-Tops die puristischen Designs.

Tag zwei geht dann mit erneutem 90er-Jahre-Minimalismus bei Helmut Lang zu Ende: Geradlinige Schnitte sorgen für eine fabelhafte Balance zwischen einem weiblichen Minimalismus und puristischen, maskulinen Looks. Auch hier wird bis auf ein paar vereinzelte Farbkleckse in Pink auf die Nichtfarben Schwarz und Weiß gesetzt. Für große Begeisterung sorgt das flache Unisex-Schuhdesign und die dazu passenden großen Dokument-Clutches und Bowling-Taschen mit Schlangenhaut-Details.

Tag 1: Donnerstag 05. Sept. 2013

Heute machen sich sowohl die New Yorker, als auch Modekenner aus der ganzen Welt bereit, sich in das marathonartige Gefecht von sieben Tagen Non-Stop-Fashion zu stürzen. Für die einen zahlt sich das monatelange High-Heel-Training aus, andere tauschen ihre Louboutins gegen bequeme und stylische Sneaker von Isabel Marant, Nike und Co. aus. Schlaf, Nahrung und Erholung werden überbewertet, denn in diesen Tagen ist das einzige lebensnotwendige Elixier nur eins: Fashion! Um es in den Worten von Carrie Bradshaw zu sagen: „Am Anfang, als ich frisch in New York war und immer pleite, hab ich mir öfter mal die VOGUE gekauft statt Essen. Ich hatte das Gefühl, sie ernährt mich besser.“

Für höher schlagende Modeherzen sorgte wieder einmal das Label BCBG Max Azria. Ein Jahr vor dem 25-jährigen Jubiläum des Labels haben Designer Max und seine Frau Lubov Azria die Archive durchstöbert auf der Suche nach vergangenen Designs, die für die kommende Sommer-Saison neu erfunden werden sollten. Durch architektonische und teils asymmetrische Schnitte wirkt die Kollektion wie das Zerlegen einzelner Kleidungsstücke, die zu einem neuen Look rekonstruiert wurden. Doch statt unordentlich wirken diese durchaus dynamisch und experimentell. Neben sehr puristischen Jumpsuits und Hosenanzügen tauchen auch verzerrte Blumenmuster an fließenden Kleidern auf, die der Kollektion die gewohnte BCBG-Feminität verleihen. Geradlinige Schnitte werden durch zarte Nuancen wie Weiß, Himmelblau und Beige entschärft, doch auch die Sommer-Trend-Nichtfarbe Schwarz spielt eine wichtige Rolle in Max und Lubov Azrias Spring/Summer-2014-Kollektion.

Weibliche Schnitte, Transparenz, Spitze und aufwendige Stickerei bestimmen die diesjährige Sommer-Kollektion von Tadashi Shoji. Schwerelose und entzückende Looks lassen die Models wie zarte Geschöpfe über den Laufsteg gleiten. Die Farbpalette bewegt sich zwischen zartem Mintgrün, blassem Lavendel, verspieltem Rosé und Zitronengelb. Die Kollektion versetzt die Zuschauer in eine unaufdringliche Retro-Stimmung und reicht von jugendlichen Looks bis hin zu klassischen und zeitlosen Designs.

Auf den Boden der Tatsachen holt uns das Label Desigual zurück. In lauten, schrillen und durchdacht überladenen Looks stolzieren die Models fröhlich und energetisch über den Catwalk. Zwischen den gewohnt farbenfrohen und printlastigen Designs finden sich auch elegante Schwarz-Weiß-Looks. Kreativ, künstlerisch und mit der für Desigual typischen 60er-Jahre-Note weiß das Label auch diese Saison zu überzeugen.

Ein weiteres Highlight war die Kollektion von Marissa Webb, die den Fokus auf Mode für erwachsene, unabhängige und selbstbewusste Frauen legte. Sie überzeugt mit modernen Schnitten, hochwertigen Materialien und scheut nicht davor, den kommenden Sommer in kräftige Farben zu tauchen. Sehr erfrischend ist die Tatsache, dass die gesamte Kollektion überaus alltagstauglich ist und von verspielten Rock-Essembles in zartem Rosé über sommerliche Peplum-Kombinationen in Royalblau bis hin zu eleganten und modernen Looks in Schwarz-Weiß ein weites Design-Spektrum anbietet.

In unserer Fotoshow können Sie einen Blick auf die schönsten Looks der New York Fashion Week Spring/Summer 2014 werfen.

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