66. Berlinale

Berlinale 2016: Hollywood-Queen Meryl Streep wird Jury-Präsidentin bei der 66. Berlinale

am 15.10.2015 um 13:07 Uhr

Was für eine sensationelle Nachricht war das denn, die die Pressabteilung der Berlinale nun in der Bundeshauptstadt verkündete? Während das Konkurrenzfestival in Cannes oft mit den ganz Großen in der Jury auftrumpft, hatte das Berliner Filmfestival nicht immer derartiges Glück und musste manchmal bis zur letzten Sekunde warten, bis die Jury überhaupt bekannt gegeben werden konnte. Nicht so bei der 66. Auflage der Berlinale, die vom 11. bis zum 21. Februar 2016 stattfinden wird. Denn dann wird Hollywood-Star und Berlinale-Dauergast Meryl Streep den Vorsitz der internationalen Jury übernehmen. Alle Details zu diesem Sensations-Coup erfahren Sie hier und in unserer Fotoshow .

Wir lieben Meryl Streep und das nicht nur, weil sie uns als Miranda Priestly in „Der Teufel trägt Prada“ von den Socken haute, sondern, weil sie einfach alles kann: Großes Drama, urwitzige Komödie oder fesselnde Story. Wir lieben sie, weil sie die Rekordhalterin der Oscar-Nominierungen ist und sich in Berlin einfach wohl zu fühlen scheint.

Das war die 65. Berlinale

Zum 66. Mal wird die Berlinale vom 11. bis zum 21. Februar 2016 die Crème de la Crème der Schauspielkunst in die deutsche Hauptstadt locken. Während die Promidichte beim deutschen Filmfestival allerdings nicht annähernd so hoch ist wie beim Konkurrenzfestival in Cannes, ist die jüngste Nachricht aus Berlin ein wahnsinniger Paukenschlag: Meryl Streep wird Jury-Vorsitzende.

Im letzten Jahr hatte der US-amerikanische Regisseur Darren Aronofsky bei der Vergabe der goldenen und silbernen Bären die Oberhand. Er entschied sich unter anderem dafür, dass der Iraner Jafar Panahi bei den 65. Deutschen Filmfestspielen den Goldenen Bären für den Besten Film im Wettbewerb für „Taxi“ erhielt. Mit 334000 verkauften Kinotickets verbuchte die Berlinale 2015 einen Besucherrekord.

Das Wunder Streep

Trotz ihrer jahrelangen Erfahrung im Film verpflichtete sich Meryl Streep noch nie zu einer Jurorenaufgabe bei einem Filmfestival. Eigentlich überraschend, ist Meryl Streep doch die Hollywood-Queen und das, obwohl sie in New York wohnt.

Meryl Streep spielte in über 40 Filmen mit und erhielt in diesem Jahr ihre 19. Oscar-Nominierung – so viele, wie noch keine andere Schauspielerin und kein anderer Schauspieler. Dreimal durfte Streep den Goldjungen auch mit nach Hause nehmen: 1979 für „Kramer gegen Kramer“, 1982 für „Sophies Entscheidung“ und 2012 für „Die Eiserne Lady“. Es gibt tatsächlich nur eine Dame, die Meryl Streep einen Oscar voraus ist: Katharine Hepburn.

Sie erhielt ihren vierten Oscar im Alter von 74 Jahren, Meryl Streep hat also durchaus noch ein paar Jährchen Zeit, Hepburn vom Oscar-Thron zu stoßen. Außerdem konnte sich Hepburn während ihrer Karriere trotz allerhand Nominierungen nie über einen Golden Globe freuen. Anders sieht das bei Meryl Streep aus: Unfassbare achtmal durfte sie auf der Golden-Globe-Bühne eine Dankesrede für die Auszeichnung halten.

Streep, die beinahe Berlinerin

Auch in Berlin war Meryl Streep schon des Öfteren während der Berlinale zu Gast. Dreimal konnte sie auch hier einen Preis abräumen, unter anderem im Jahr 2012 den goldenen Ehrenbären für ihr Lebenswerk. Eine logische Konsequenz also, dass Mrs. Streep nun die verantwortungsvolle Aufgabe der Jurypräsidentin übernimmt und das ausgerechnet dann, wenn das Festival genauso alt wird wie die Schauspielerin? Ganz egal, auf jeden Fall ist die Freude auf beiden Seiten sehr groß, bei Meryl ebenso, wie beim begeisterten Festivalchef.

In der Pressemitteilung der Berlinale nannte Dieter Kosslick Meryl Streep eine der kreativsten und facettenreichsten Filmkünstlerinnen überhaupt: „Ich freue mich, dass sie nach Berlin zurückkehrt, um mit ihrer künstlerischen Erfahrung den Vorsitz der Internationalen Jury zu übernehmen.“

Meryl Streep zeigt neben Freude aber auch ein kleines bisschen Respekt gegenüber ihres neuen Jobs in Deutschland: „Jede Gelegenheit zu diesem Festival zurückzukehren ist fantastisch, doch der Juryaufgabe sehe ich mit besonders großer Freude und Spannung entgegen. Die Verantwortung ist fast etwas einschüchternd, da ich noch nie Präsidentin von irgendetwas gewesen bin. Ich hoffe, ich kann an den Standard der hervorragenden Jurys der vergangenen Jahre anknüpfen. Ich bin dankbar für diese Ehrung.“

In unserer Fotoshow erfahren Sie mehr Details zu Meryl Streep und ihrer sagenhaften Karriere.

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