„Broken Promises“: Die Magie der MICHALSKY StyleNite

am 19.01.2013 um 19:29 Uhr

Die MICHALSKY StyleNite des Designers Michael Michalsky ist der krönende Abschluss einer jeden Mercedes Benz Fashion Week Berlin. Eine Fashion Show, die einem Pop-Konzert ähnelt, abgehalten vor 1500 geladenen Gästen. Auch dieses Jahr zog es vor allem wieder viele Prominente wie Barbara Becker oder Herbert Grönemeyer in das Berliner Tempodrom, die dort Platz nahmen, um die neusten Kreationen des Designers unter dem Titel „Broken Promises“ zu bewundern.

Ein Fashion-Spektakel, das die Kraft der Musik mit der Schönheit der Mode verbindet. Dieses Jahr holte sich Designer Michael Michalsky die Berliner Künstlerin Schmidt und das Duo Icona Pop auf die Bühne, die nacheinander jeweils die Herren- und Damenkollektion ankündigten. Vorab trafen wir Michael Michalsky zu einer kleinen Talk-Runde, in der er nicht nur verriet, woher seine Inspirationen kommen, sondern auch, warum bei seinen Schauen immer wieder Zwillinge dabei sind.

Die Kollektion

Bei den Herren, die in einer ausgeklügelten Choreographie über einen dreigeteilten Laufsteg liefen, fanden sich die für MICHALSKY typischen Elemente: lässige Streetwear, Hosen mit tiefem Schnitt und klassische Einreiher, mit leicht hochwasserartigem Bein; immer in Kombination mit dem sportlichen Sneaker. Die Farben bewegten sich zwischen schwarz, beige, camel und weiß, lediglich ein paar Print-Stücke brachen dieses Farb-Konzept. In der Damenkollektion fanden sich all diese Farben wieder, wurden aber durch Stücke in Limone-, Petrol- oder Rosé-Farben ergänzt. Leichte Seidenblusen zu kurzen Röcken oder gerade geschnittene Hosen und wunderbar fallende Chiffonkleider – Michalsky beschreibt seine Damenkollektion selbst so:

Die Kollektion Broken Promises würde ich beschreiben als sexy, cosmopolitisch und ein bisschen „with attidude“.

Das Event

Dass Musik bei der Arbeit von Michael Michalsky eine große Rolle spielt, hat man auch dieser StyleNite wieder angemerkt. Zu den melancholischen Klängen der Sängerin Schmidt schwebten drei Models über den Laufsteg, die Kreationen präsentierten, die durch die Inspiration aus dem Film „Die fantastische Welt von OZ“ entstanden und zum Kino-Start für einen guten Zweck versteigert werden.

Ich finde Schmidt ist eine interessante Frau aus Deutschland, die so einen ganz speziellen melancholischen Stil hat, man kann es fast so ein bisschen als Chanson, Pop, Elektro bezeichnen. Man kann es nicht so ganz einordnen, das ist alles ein wenig düster, was ich ganz cool finde.

Als die mitreißenden Klänge verstummten, hatte sich die gesamte Herren-Model-Riege unter dem Michalsky-Schriftzug versammelt und nacheinander betraten sie die Laufstege, um danach den Platz für Icona Pop frei zu geben, die vor allem mit ihrem Song „I love it“ das Publikum begeisterten und mit ihrer geballten Frauenpower die Damenkollektion einläuteten.

Bei Frauen bin ich immer inspiriert von Frauen, die selbst bestimmt sind. Das sind meistens Frauen, die ich in meinem Umfeld finde.

Die Zwillinge

Die Zwillingspärchen sind in den Schauen von Michalsky fast schon obligatorisch. Nahe liegend da einmal nachzufragen, ob es dafür einen bestimmten Grund gibt: „Ich finde das interessant, dass sich das dupliziert, und dass es trotzdem Unterschiede gibt. Ich finde das in der Präsentation der Mode gut; hätte die aber auch gebucht, wenn es die nur einzeln gäbe. Ich finde die Hasni-Zwillinge sehr modern und ich finde auch, dass sie Deutschland so repräsentieren, wie Deutschland eben inzwischen ist. Die haben einen nordafrikanischen Vater und eine deutsche Mutter, sind in Hamburg aufgewachsen. Ich finde, sie stellen für mich so den modernen Typen in Deutschland dar.“ Aber er suche nicht explizit nach diesen Besonderheiten, vielmehr seien es passende Zufälle, die sich bei seinen Castings ergeben.
Auch mit dieser StyleNite hat Michael Michalsky einmal mehr seine Vielseitigkeit unter Beweis gestellt und gezeigt, dass er in Sachen Fashion die Männer eben so gut versteht wie die Frauen.

Kommentare


Luxus: Mehr Artikel