Porträt

desired.de Close-up: Miriam Milord im Interview über Kuchenträume made in NYC

am 02.10.2014 um 17:53 Uhr

Miriam Milord hat eher zufällig das geschafft, wovon so viele andere träumen: Sie lebt in New York City den amerikanischen Traum und hat sich aus dem Nichts eine steile Karriere mit ihrer Firma „BCakeNY“ aufgebaut. Ihre Arbeit dreht sich um süße Kuchenträume, die sie kunstvoll und ganz nach den mehr oder weniger ausgefallenen Wünschen ihrer Kunden, unter denen sich mittlerweile auch hochkarätige Promis und Royals befinden, in liebevoller Detailarbeit gestaltet. Die Geschäftsidee, mit Kuchen, Cupcakes und Co. ihr Geld zu verdienen, kam eher zufällig und entstand aus einer Notsituation heraus. Welche das war und wie sich Miriam Milords Arbeit als Kuchenbäckerin weiterentwickelte, das erfahren Sie hier und in unserer Fotoshow.

Viele versuchen es, wenige schaffen es: Eine neue Existenz und Karriere aufbauen, aus dem Nichts und ohne Starthilfe, ist immer schwierig. Miriam Milord ist es gelungen und sie konnte ihren Traum sogar im Big Apple verwirklichen, eines der schwierigsten und am härtesten umkämpften Pflaster der Welt. Von Brooklyn aus verkauft sie einzigartige, kunstvoll gestaltete Kuchen.

Von der Kunstgalerie zum kunstvollen Backen

Eigentlich hatte Miriam Milord mit dem Kuchenbacken nie viel am Hut. Im Jahr 2000 kam die Düsseldorferin nach New York, um in einer ganz anderen Berufssparte eine Karriere zu beginnen: „Ich arbeitete damals in einer Kunstgalerie in New York, habe einen Abschluss in Kunst und Grafikdesign. Gebacken habe ich nur gelegentlich, aber nicht mal regelmäßig als Hobby.“ Die Idee, eine Kuchenbäckerei zu eröffnen, kam ihr erst Jahre später durch eine Spontanaktion für eine schwangere Freundin, für deren Babyparty sie einen besonderen Kuchen haben wollte: „Die amerikanischen Kuchen im Supermarkt haben mir nicht geschmeckt, sie waren einfach zu süß. Aus Spaß und ein bisschen aus der Not heraus kreierte ich dann einfach einen eigenen Kuchen für sie.“ Dieser Kuchen kam auf der Feier dann so gut an, dass auch andere Freundinnen Milord darum baten, für sie zu backen. Ein Auftrag folgte dem anderen, alle Kuchen entstanden nachts in mühevoller Arbeit, nachdem sie von ihrer eigentlichen Arbeit in der Kunstgalerie heimgekommen war. 2008 fasste sich die Wahl-New-Yorkerin ein Herz und gründete ihre Firma „BCakeNY“.

Ohne Startkapital gestaltete sich der Anfang besonders hart, erzählt Miriam Milord im desired.de Interview: „Es war sehr schwierig und bedeutete besonders viel Arbeit. Ich backte von einem Kuchen zum anderen und nutzte die Gewinne, um Arbeitsmaterialien für noch mehr Kuchen zu kaufen.“

„Der Anfang meines Geschäftes bedeutete viel Arbeit, wenig Geld und noch weniger Schlaf.“

In der Anfangszeit ihres Geschäftes schlief Milord kaum, arbeitete erst von zu Hause aus, ehe sie das Geld zusammen hatte, um in Brooklyn eine kleine Küche in einem Lagerhaus anzumieten. Schließlich entschied sie sich dafür, ihren Job in der Kunstgalerie an den Nagel zu hängen und sich voll und ganz auf das Backen der süßen Sünden zu konzentrieren. Mit dem Anruf von Kris Jenner, der Mutter von TV-Star Kim Kardashian und Model Kendall Jenner, sollte sich Miriam Milords Einsatz endlich auszahlen.

Verrückte Kreationen, prominente Fans

Denn Kris Jenner bestellte 2009 bei ihr eine Torte für eine Feier, nachdem sie Bilder von Miriam Milords Kreationen im Internet entdeckt hatte. Über die Tatsache, dass die Torte irgendwie von New York nach Los Angeles kommen muss, machte sich Milord erst im Nachhinein Gedanken und fand glücklicherweise eine Airline, die das süße Kunstwerk zur prominenten Party lieferte. Von da fing das Geschäft zu florieren an. Viele weitere Prominente engagierten Miriam Milord, um ihre ausgefallenen Tortenwünsche erfüllen zu lassen.

„Deine Torte war absolut fantastisch und die Gäste in höchstem Maße begeistert, als sie diese sahen.“ (Die Kardashian Familie)

Zu den Kunden zählten unter anderem schon die Rolling Stones, Barbara Streisand, Alicia Keys, Jimmy Fallon, Justin Bieber und Rihanna. Besonders stolz ist Milord übrigens auf einen royalen Auftrag, den sie erst kürzlich erfüllte: „Wir haben einen Kuchen für die Kinder-Charity-Organisation von Königin Silvia und Prinzessin Madeleine aus Schweden gebacken. Die Royals zu treffen und zu sehen, wie ihnen die Torte gefällt, war schon ein besonderer Moment.“ Der größte Teil ihrer Kunden seien allerdings ganz normale Leute, die sich eine besondere Torte für ein spezielles Event, wie zum Beispiel Hochzeiten oder Geburtstage, aus der kleinen Bäckerei in Brooklyn wünschen.

Was ihre Arbeit so besonders macht, begründet Miriam Milord vor allem mit ihrer Liebe zum Detail: „Mein Team und ich verbringen viel Zeit damit, die Kuchen so detailgetreu und nah an der Vorlage des Kunden zu gestalten, wie es möglich ist. Das kann auch schon mal kompliziert werden.“ Aus Teig und Buttercreme schuf Milord schon die außergewöhnlichsten Torten, beispielsweise in Form von Louboutin-Schuhen, Designer-Handtaschen, aber auch Sneaker und Caps sowie Kreationen fernab von Mode, wie zum Beispiel Tiere, Bücher- oder Geldstapel, Kronen, ganze Schreibtische inklusive Laptop, Smartphone und Arbeitsunterlagen – natürlich alles essbar – oder Zeichentrickfiguren.

„Wir waren umgehauen von der erstaunlich realistischen Torte, die uns von den begabten Leuten von „BCakeNY“ zugeschickt wurde.“ (Jimmy Fallon)

Egal wie ausgefallen, verrückt oder scheinbar unmöglich zu realisieren die Wünsche ihrer Kunden sind, Miriam Milord überrascht sie alle mit lebensgetreuen, leckeren Nachbildungen. Daran merkt man wohl, dass die Chefin von „BCakeNY“ aus dem künstlerischen Bereich kommt. Nichts ist dem Zufall überlassen und das schätzen die Kunden, die für einen Kuchen von 150 bis mehrere tausend Dollar zahlen.

Florierendes Süßigkeiten-Geschäft

Mittlerweile läuft das Geschäft mit den Torten so gut, dass Miriam Milord ihr Geschäft expandieren konnte. Im Internet kann man schon kleine, süße Naschereien in Form von bunten Cupcakes bei der 33-Jährigen und ihrem Team aus Brooklyn bestellen. Denn nicht jeder Kunde möchte gleich einen ganzen Kuchen kaufen, aber dennoch ein kunstvolles Stück Backwerk aus dem kleinen Shop im Big Apple genießen. Dafür hat Miriam Milord jetzt mit zwei Geschäftspartnerinnen einen zweiten Laden namens „BCakeShop“ in Brooklyn eröffnet, in dem man Cupcakes, Brownies, Macarons und Co. in Ruhe mit einer Tasse Kaffee oder einfach „to go“ schlemmen kann, wie Milord im desired.de Interview erzählt.

Darum liebt desired.de Miriam Milord:

Einfach etwas Neues wagen und aus altbekannten Bahnen ausbrechen, davon träumen viele. Miriam Milord hat es mit ihrem kleinen Kuchenbetrieb, der mittlerweile die ganz Großen beliefert, geschafft. Obwohl die Anfänge ihres Torten-Business‘ alles andere als einfach waren, blieb Milord am Ball – oder in diesem Fall an der Teigmaschine – und ließ sich trotz widriger Umstände nicht von ihrem Plan abbringen, die Welt mit ihren außergewöhnlichen Kuchenkreationen zu beglücken. Eine Prise Prominenz, eine Kelle Glück und nicht zuletzt eine großen Portion Leidenschaft später steht Milord mit ihrer Firma auf eigenen Beinen und zeigt, dass sich Durchhaltevermögen auf besonders süße Weise auszahlen kann.

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen die außergewöhnlichsten Kuchenkreationen und prominenten Kunden von Miriam Milord und ihrer Konditorei in Brooklyn.

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