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Trend 2015: So können Sie die Must-haves der Siebziger Jahre nachstylen

am 08.01.2015 um 17:59 Uhr

Was wir aus der Vergangenheit wissen: Jedes Jahrzehnt kommt, aus modischer Sicht, einmal wieder. Während der Fokus der vergangenen Saisons vorzugsweise auf den 90er-Jahren lag und so manch fragwürdiger Trend wiederkehrte, widmen sich die Designer mit ihren Kollektionen nun den „wilden 70ern“. Dass das erfrischend anders ist und für willkommene Abwechslung sorgt, das beweisen wir Ihnen hier und in der Bildergalerie. Erfahren Sie außerdem, welche Fashion-Comebacks aus den 70er-Jahren sich jetzt lohnen und wie man diese modern für einen Alltags-Look interpretiert.

Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich die Mode-Designer der internationalen Fashion Weeks nach all dem Minimalismus, den kastigen Silhouetten, den monochromen Looks, der neuen Sportlichkeit und den futuristischen Materialien wieder nach mehr Weiblichkeit, Glamour und eleganter Lässigkeit sehnten. Und so soll das Jahr 2015 ganz im Zeichen der 70er-Jahre stehen. Jede Menge bunte Prints, Retro-Farben und –Schnitte, Stehkragen, Flower-Power-Looks, Miniröcke, Plateauschuhe, Wildleder-Kleider und Co. ziehen nun in unsere Kleiderschränke ein.

Comeback 1: Die Schlaghose

Dass es auch einmal eine andere Hosenform vor der ultra-engen Skinny-Jeans gab, das hätte man in den letzten Jahren beinahe vergessen können. Wie eine zweite Haut sollten die Hose sitzen und Stars forderten sich regelrecht gegenseitig dazu heraus, in immer kleine Jeansgrößen wie die berühmte „Size Zero“ zu passen. Auch wenn es diesen Hype höchstwahrscheinlich immer geben wird, tut sich nun unterhalb der Gürtellinie etwas…

Auf dem Laufsteg: Denn schaut man auf die Laufstege der gefragten Designer und Labels wie Tom Ford, Acne Studios oder Chloé ist es unübersehbar: Die Schlaghose, mal extrem tiefsitzend oder in der Highwaist-Variante, ist die Trendhose der Stunde und dürfte damit zumindest für eine kurze Zeit die Skinny-Jeans ablösen. Die neu gewonnene Beinfreiheit wird in den Runway-Looks in Form von Hosenanzügen in Curry, in Samt- oder Paisley-Optik und zu verspielten Boho-Tuniken kombiniert.

Für den Alltag: Um sich an den Trend heranzutasten, eignet sich als Einstieg ein ausgestelltes Denim-Hosenmodell. Denn das kann ganz natürlich zu dem Rest des Kleiderschranks getragen werden und Sie wirken in keinem Fall verkleidet. Achtung: Zu einer Schlaghose unbedingt hohe Schuhe tragen, so kommt der coole Schnitt perfekt zur Geltung und die Beine wirken extra lang.

Comeback 2: Das Patchwork-Muster

Stofffetzen an Stofffetzen – Diese Technik macht den typischen Patchwork-Look aus. Wer sich nicht auf ein Material oder eine Farbe festlegen möchte, der näht einfach unterschiedlich große Stoffstücke aneinander, sodass ein kunstvolles Flicken-Gewebe entsteht. Jenes Patchwork wurde in den 70er-Jahren nicht nur zur Verwertung alter Stoffreste verwendet, sondern zum modischen Stilelement einer ganzen Generation.

Auf dem Laufsteg: Das Label Tommy Hilfiger widmete dem extravaganten Stoff unter dem Kollektions-Motto „Music Festival Girl“ gleich mehrere Outfits auf dem Laufsteg. In jenem Flicken-Look sahen die Models wie „Rolling Stones“-Groupies aus: Ein Outfit bestand beispielsweise aus einer lässigen Schiebermütze, einer Patchwork-Jeansjacke, der dazu passenden Hotpants und bronzefarbenen Boots. Ein weiteres aus einer Flicken-Jeans in 7/8-Länge, die zu einem XXL-Pullover mit Sternen-Motiv und in Fell-Optik und einer Umhängetasche aus Leder gestylt wurde.

Für den Alltag: Das Patchwork-Muster lässt sich allerdings auch etwas ruhiger kombinieren und sorgt so für weniger Festival-Stimmung und „Rolling Stones“ Gedächtnis-Momente. Wählen Sie hierfür einfach ein Keypiece aus dem Material und kombinieren Sie dieses zu einfarbigen Styling-Partnern. Tragen Sie zum Beispiel eine auffällige Clutch aus unterschiedlichen Lederfetzen im Patchwork-Stil zu einem schlichten, schwarzen Kleid und Pumps.

Comeback 3: Wildleder

Auch dieses Material ist ein Relikt aus den 70er-Jahren: Das aufgeraute Leder, auch Veloursleder genannt, ist ein stylisches Pendant zu jenem Glattleder, das die letzten Jahre die Kollektionen der Designer bestimmt hat. Wildleder wirkt allerdings nicht so kühl, trägt sich angenehmer auf der Haut und passt perfekt zu allen Pastellfarben im Frühling.

Auf dem Laufsteg: Viele It-Pieces, die sonst aus Glattleder gefertigt werden, sind in dieser Saison aus Wildleder und sorgen so für einen stylischen Hippie-Look. Auf dem Laufsteg von Derek Lam sah man Allover-Looks und Patchwork-Muster aus dem Trendmaterial und das französische Label Chloé zeigte knielange Wildleder-Kleider, -Bikerjacken und -Handtaschen mit Fransendetail.

Für den Alltag: Investieren Sie in hochwertige Overknee-Stiefel aus dem edlen Material. So können Sie den Hype um das Wildleder mitnehmen, aber gleichzeitig sicher sein, dass dieses Exemplar Schuhe auch noch in der nächsten Saison angesagt sein wird. Dazu einfach jedes Minikleid tragen und fertig ist der 70’s-Look.

Entdecken Sie in unserer Bildergalerie diese 70’s-inspirierten Looks vom Laufsteg und weitere spannende Comebacks aus dem Jahrzehnt. Außerdem verraten wir Ihnen, wie Sie den Trend 2015 nachstylen können.

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