Frühling 2014

Mode-Rebellion: Diese neuen Frühjahrs-Trends brechen alle Regeln

am 26.03.2014 um 11:05 Uhr

Es gibt in der Mode einige sinnvolle Vorschriften, die man besser beachten sollte. Regel Nr.1: Wenn Sie sich stets so kleiden, wie es die Norm erwünscht und wie Sie es kennen, werden Sie einfach umwerfend aussehen. Regel Nr. 2: Vergessen Sie Regel Nr. 1 bloß schnell! Denn in diesem Frühling wird nicht etwa alles auf Nummer-Sicher, sondern viel mehr auf Nummer-Mutig gesetzt. Wie das aussieht und welche ungeschriebenen Fashion-Gesetzte Sie noch heute über Bord werfen sollten, erfahren Sie hier und in unserer Bildergalerie.

„Regeln sind da, um sie zu brechen.“ Das war schon immer aufregend und wird es vermutlich auch immer bleiben. Das dachten sich die Designer ebenfalls für die Frühling/Sommer-Kollektionen 2014. Denn nur wer altbekannte Regeln bricht, kann auch neue Trends setzen, die zum nächsten Hype werden. Welche das genau sind, verraten wir Ihnen jetzt.

„Fast Food und Fashion passen nicht zusammen“

Das hätten wir vor ein paar Monaten sicherlich noch so unterschrieben. Wenn da nicht Labels wie Chanel, Moschino und Anya Hindmarch einen bissfesten Trend aufgetischt hätten. Während der internationalen Fashion Weeks präsentierten die nämlich Accessoires mit Kellogg’s-Maskottchen, wie Rinderhack abgepackte Luxus-Clutches oder Henkeltaschen auf dem Serviertablett in den Farben Gelb und Rot und mit verdächtig ähnlichem Logo der wohl bekanntesten Fast-Food-Kette der Welt. In diesem Sinne: Lassen Sie es sich schmecken.

„Kunst gehört ausschließlich ins Museum“

Von wegen: Die neuen Art-Prints beweisen, dass dies nicht länger der Fall ist. Hastige Pinselstriche, leuchtende Malkastenfarben, verträumte Aquarelle, moderne Graffitizüge und aufwendige Portraits lassen sich auf Kleidern, Röcken und Mänteln nieder. Diese aufregenden Prints passen entweder zu schlichten Basics in Schwarz und Weiß oder werden im Komplett-Look getragen. Tipp: Unbedingt mit voller Stolz und Selbstbewusstsein tragen.

„Weiße Sneaker gehören auf den Tennisplatz“

Das mag zwar lange so gewesen sein, aber in dieser Saison ist damit endgültig Schluss. Retro-Sneaker in strahlendem Weiß sind jetzt der letzte Schrei und dürfen zu piekfeinen Anzughosen, mädchenhaften Kleidern und lässigem Boyfriend-Blazer getragen werden. Das Spiel mit den verschiedenen Stilen ist dabei besonders spannend. Absoluter Trend-Liebling ist übrigens das Modell Stan Smith mit drei zarten Irish-Green-Streifen von Adidas, welches 1972 das erste Mal produziert und nach der amerikanischen Tennislegende benannt wurde.

„Birkenstock und Co. sind nur etwas für Ökos“

Wer behauptet denn so etwas? Sicher nicht Labels wie Celine, Givenchy oder Chloé, die für ihre neuen Kollektionen Luxus-Varianten der altbekannten Birkenstock-Schlappe mit den berühmten zwei verstellbaren Riemen auf den Laufsteg brachten. Ob aus schwarzem Leder, mit goldenen Details oder sogar im Krankenschwestern-Stil in Schneeweiß, die bequemen Treter dürfen in jeder Form und Farbe auf der Straße getragen werden. Unser von High Heels geplagtes Fußbett atmet wahrscheinlich schon auf und wird es uns danken.

„Socken in offenen Schuhen gehen gar nicht“

Dachten wir bislang auch. Doch auch hier sind die Designer anderer Meinung: Socken rocken! Getupft, geblümt, aus Spitze oder mit Glitzerfäden oder Rüschen – der Strumpf wird zum Must-have der Stunde und selbstverständlich sichtbar als Statement zu Birkenstocks, Stilettos oder Sandalen getragen. Next Level: Derbe Tennissocken oder Retro-Stulpen mit Streifen-Detail.

„Babyblau ist nur etwas für kleine Jungs“

Mädchen tragen Rosa und Jungs Hellblau. Das mag sich vielleicht so durchgesetzt haben, aber in diesem Frühling wird alles anders und wir bedienen uns am Kleiderschrank der Boys. Babyblue ist nämlich eine der Trendfarben und lässt unseren Teint herrlich frisch strahlen. Wer könnte da noch nein sagen? Bestes Investment: Ein himmelblauer Hosenanzug, der zusammen mit einer weißen Bluse und eleganten Loafers sogar im Büro getragen werden kann.

„Einteiler gehören in die Babywiege“

Die bequemen Einteiler, auch bekannt als Jumpsuits, haben Sie zuletzt in Kindheitstagen getragen? Dann wird es jetzt wieder höchste Zeit. Denn so viel Komfort bietet wohl kaum ein anderes Must-have. Damit das Stückchen Stoff nicht ganz so formlos an Ihnen hängt, sondern zum sexy Hingucker wird, empfehlen wir in jedem Fall einen Taillengürtel für eine weibliche Silhouette und hohe Hacken für einen eleganten Gang sowie endlos lange Beine.

„Faltenröcke sehen altbacken aus“

Das sehen die Designer anders und so sah man auf den Laufstegen der internationalen Fashion Weeks vor allem eines: Plisseeröcke in Midilänge. Damit der Look tatsächlich nicht nach Granny und Co. aussieht, werden dazu vorzugsweise hautenge Crop-Tops, kurze Blusen oder Bodys kombiniert. Die Lieblingsfarben sind hier außerdem zarte Sorbetfarben wie Rosé, Zitronengelb oder Pistazie.

„Crop-Tops wirken billig“

Zugegeben, die bauchfreien Tops haben schon einen gewissen 90er-Jahre-Charme und sind sicherlich nichts für einen Tag im Office. Und auch wenn der unliebsame Winterspeck noch nicht ganz weg ist, können die Crop-Tops alles andere als vorteilhaft sein. Das weiß auch Karl Lagerfeld und hat deshalb für Chanel in dieser Saison eine raffinierte Lösung präsentiert: Die verkürzten Oberteile werden im Layering-Look und mit Hilfe einer zusätzlich figurbetonten Stoffbasis gestylt. Der kastige Schnitt der Tops lässt die Silhouette noch schmaler erscheinen und eine elegante Wespentaille wird so betont. Eine Win-Win-Situation für alle!

„Ein Pulli um die Schultern sieht spießig aus“

Der Pullover um die Schultern wird in diesen Tagen zum Accessoire der Stunde. Unbedingt an lauen Frühlingsabenden ausprobieren: Lässig, zufällig und seitlich um den Hals geknotet wie beim Label Lala Berlin, ist ein grober Zopfpullover ein toller Ersatz für einen Schal und jetzt extra cool.

Entdecken Sie in unserer Fotoshow die modischen Regelbrüche die am besten noch heute ausprobiert werden möchten.

Kommentare


Luxus: Mehr Artikel