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Der Nein-Sager: Warum Sie öfter mal dankend ablehnen sollten

am 21.10.2015 um 14:15 Uhr

Sie kennen solche Situationen sicher auch: Die beste Freundin bittet Sie um einen Gefallen und auch, wenn Sie eigentlich anderes zu tun hätten oder eigentlich so gar keine Lust auf die aufgetragene Aufgabe haben, machen Sie es schließlich doch. Schließlich wollen Sie keine schlechte Freundin sein. Doch kaum ist dieser Gefallen erledigt, kommt schon der nächste Freund, die Kollegin oder ein Familienmitglied mit einer Bitte um die Ecke. Liebe Damen, an dieser Stelle sollten Sie einfach mal einen Riegel vor Ihre Tür der Barmherzigkeit schieben und entschieden Nein sagen. Warum das so wichtig ist, erfahren Sie hier und in der Bildergalerie .

Geht es Ihnen ab und zu auch wie Jim Carrey im Film „Der Ja-Sager“? Viel zu schnell lassen Sie sich von anderen für deren Zwecke einspannen und sagen bereitwillig jederzeit Ihre Hilfe zu. Wenn Sie solche Situationen kennen, dann sollten Sie jetzt einmal genau aufpassen: So schwer es nämlich fällt, Nein zu sagen, so dringend ist dies ab und zu nötig.

Warum fällt es so schwer, Nein zu sagen?

Im Prinzip wird es uns von Kindesbeinen an vermittelt: Das Wort „Nein“ suggeriert etwas Negatives und zieht auch oft solche Konsequenzen mit sich. Wer sich der mütterlichen Anweisung widersetzt hat, das Zimmer aufzuräumen oder den Teller aufzuessen, der wurde bestraft. Und genau das möchte man natürlich auch als Erwachsener nicht. Wer zu Bitten, Aufgaben und Co. Nein sagt, der hat nicht selten Angst vor negativen Folgen und automatisch ein schlechtes Gewissen. Schließlich möchte man ja auch nicht herzlos wirken. Also geht man dem Konflikt lieber aus dem Weg und willigt einmal mehr ein.

Im Endeffekt ist es ja auch schön, gebraucht zu werden. Außerdem könnte man auch etwas verpassen, wenn man Nein sagt. Keine Lust auf den Geburtstag, die Firmenfeier oder das Klassentreffen? Das schon, aber wer weiß, wen man trifft oder was man erfährt. Halt: Wenn Sie so denken, dann wir das mit dem Nein sagen auch nichts. Stattdessen sollte Ihnen bewusst werden, dass ein Nein auch einige positive Folgen haben kann.

Darum sollten Sie trotzdem öfter Nein sagen

… um Ihr Selbstvertrauen zu stärken: Ein klares Nein zu äußern, erfordert Mut. Wenn Sie merken, dass Sie damit Probleme haben, dann sollten Sie Ihre Angst Schritt für Schritt überwinden. Beginnen Sie zum Beispiel mit einem eingeschränkten Ja. Sagen Sie, dass Sie für eine begrenzte Zeit helfen können oder nur an einem bestimmten Tag Zeit haben. Arbeiten Sie sich so langsam zu einem Nein vor, wenn Sie einen Gefallen einfach nicht erfüllen können oder wollen. Je entschiedener Sie mit der Zeit Ihre Meinung vertreten, desto mehr Selbstbewusstsein erlangen Sie. Und keine Sorge, unbeliebt machen Sie sich dadurch nicht, wenn Sie höflich bleiben. Im Endeffekt verschaffen Sie sich durch eine ehrliche und klare Meinungsäußerung mehr Respekt, sodass Sie nicht ständig unfreiwillig als Babysitter, Umzugshelfer und Co. engagiert werden.

… um mehr Zeit für sich zu haben: Ganz klar, ständig Gefallen zu tun, verschlingt nicht nur Nerven, sondern auch Zeit. Und die brauchen wir nicht nur für unsere eigene To-do-Liste, sondern auch einfach mal für uns selbst zum Entspannen. Das hat dann auch nichts mit Egoismus zu tun, sondern einfach damit, dass Sie nicht für das Glück von anderen verantwortlich sind. Lehnen Sie deshalb bewusst Aufgaben ab, die Sie zeitlich kaum schaffen würden oder die Ihnen nur noch mehr Stress machen als nötig.

… um Reflektieren zu lernen: Natürlich wollen wir Ihnen jetzt nicht raten, alle Bitten von Kollegen, Freunden und Co. kategorisch abzulehnen. Durch ein klares Nein, wenn es einmal wirklich nicht passt, lernen Sie jedoch mit der Zeit, Situationen und Reaktionen besser einzuschätzen. Wenn Sie mit einer Bitte überrumpelt werden, dann sprechen Sie das an und nehmen Sie sich erst einmal Zeit, um über Ihre Entscheidung nachzudenken. So können Sie dann auch ganz rational entscheiden, ob Sie Nein sagen, ohne durch die Situation zu einer schnellen Entscheidung gezwungen zu sein.

In unserer Bildergalerie haben wir für Sie nochmal zusammengefasst, warum es wichtig ist, öfter mal Nein zu sagen .

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