Come as you are

Edgy Paris: Sexy Wet Look war gestern, jetzt wird er mit Undone vereint!

am 28.02.2014 um 15:33 Uhr

Auf den Catwalks der Pariser Fashion Week wurde es in den vergangenen Tagen nass. „Wet Look“ heißt die Devise der Designer, allerdings nicht so, wie wir den smarten Beach-Look bisher kannten. Die Haare sehen nun nicht mehr aus, wie frisch aus dem Pool gehüpft und lässig nach hinten gekämmt, sondern werden mit dem Undone-Grunge gepaart. Eine Ode an Kurt Cobain und dessen unverkennbare Underground-Coolness im Grunge-Stil? Wir zeigen Ihnen die Looks der Pariser Fashion Week in unserer Fotoshow und klären, wie salonfähig der Wet-Grunge-Look ist.

„Come as you are.“ Komm also einfach so, wie du bist! Der einstige Nirvana-Song bot vielleicht auch einigen Designern in Frankreich ein Motto für ihre Show. Was uns die Designer von Rochas, Cedric Charlier und Damir Doma auf den Köpfen ihrer Models zeigten, sah nämlich irgendwie ungestylt, fast schon ein wenig ungepflegt aus.

Es war einmal der Wet Look

Victoria Beckham sorgte im vergangenen Jahr bereits mit einer Catwalkshow dafür, dass der Wet Look ein Revival auf den Laufstegen dieser Welt feiern durfte. Allerdings setzte sich dieser Trend mehr auf den roten Teppichen durch als auf den Straßen oder in Büros. Nur echte Fashionistas trauten sich, den edgy Look auch einmal nicht nur in Kombination mit einem strengen Zopf am Hinterkopf zu tragen. Beim Wet Look kommt es darauf an, die Haare nass wirken zu lassen, obwohl sie trocken sind. Sie vom Ansatz an so mit Gel zu behandeln, als käme man gerade von der Sonne geküsst aus dem azurblauen Meer. Sexy, keine Frage. Damit ist nun allerdings Schluss bei einigen Designern. Denn nun wird der High-Gloss-Look mit dem Grunge-Stil der 90er Jahre vereint und das Haar nicht mehr glatt nach hinten gegelt.

Welcome back, Grunge

Ob Kurt Cobain wohl geahnt hat, dass auch sein Haarstil einmal ein Revival feiern wird? Auf den Fashion Shows von Designern wie Alessandro Dell’Acqua für Rochas, Cedric Charlier, Atsuro Tayama, Damir Doma und Sharon Wauchob wird klar, dass zu gestyltes Haar gar nicht mehr so cool ist. Die Haare der Models sehen ungestylt aus, fallen strähnig ins Gesicht und gehen in einen unvoluminösen Pony über. Die Scheitel sind streng seitlich oder in der Mitte gezogen. Und vor allem wirken die Haare feucht, beim einen Designer mehr, beim anderen weniger. Das Gel in den Haaren unterstreicht den ungemachten Look noch zusätzlich. Sinn hinter dem Stil ist es, dass sich die Models immer noch als sie selbst fühlen und nicht übermäßig gestylt über den Catwalk laufen. Außerdem liegt der Fokus nach wie vor auf der Mode, was also kein Supershiny-Styling voraussetzt. Doch irgendwie hat man beim Betrachten dann doch das Gefühl, dass zumindest das Haar-Styling ein wenig zu ungewollt erscheint.

Wet und Grunge, passt das zusammen?

Keine Frage, der altbewährte Wet Look hat Stil und macht sich vor allem am Abend gut als elegante Frisur. Mit ein wenig Haargel und -spray, einem Kamm und Glätteisen ist der Look auch gut und einfach nachzumachen. Die trockenen Haare werden mit einem Glätteisen in Form gebracht. Eine haselnussgroße Portion Haargel, die mit einem Kamm am Ansatz und mit den Fingerspitzen in den Längen verteilt wird, reicht meist aus, um den Haaren den Beach-Look zu verleihen. Anschließend wird das Styling noch mit ein wenig Haarspray fixiert. Wer einen Scheitel tragen möchte, sollte diesen unbedingt exakt mithilfe eines Kamms ziehen. Et voilà, fertig ist der sexy Beach-Look, der vor allem zum glamourösen Abendkleid oder zu einem stylischen Jumpsuit für einen gelungenen Auftritt sorgt.

Auch der Unodone-Look hat seinen Reiz und wird vor allem in Städten wie Berlin, London und New York mit Vorliebe zu Casual-Outfits mit Lederjacke und Flanellhemd getragen. Und er ist eben auch das, was sein Name bereits sagt – ungemacht. Nichts mit Glätten, Locken und Toupieren. Haare waschen und trocknen lassen, ab und zu lässig mit den Fingern nach hinten kämmen.

Doch wie sieht es mit der Alltagstauglichkeit des Wet-Grunge-Looks aus? Ein Look, der die Eleganz einer Dame mit dem schluderigen Grunge-Stil der 90er Jahre verbindet und zu High-Fashion-Outfits getragen wird. Unserer Meinung nach, wird der etwas zu spezielle Trend wohl vorerst auf den Catwalks bleiben und es nicht auf die Straßen schaffen. Undone, ja. Wet Look, ja. Beides zusammen eher nicht.

Sehen Sie die neuen Haar-Trends der Paris Fashion Week und machen Sie sich selbst ein Bild vom haaringen Wet-Styling.  

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