NY Fashion Week

Finale in New York: Showdown mit Ralph Lauren, Calvin Klein und Marc Jacobs

am 20.02.2015 um 14:37 Uhr

Am finalen Tag der New York Fashion Week sorgten die amerikanischen Leckerbissen der Modewelt für einen gelungenen Showdown in Big Apple – die Begeisterung des Publikums war bereits vorprogrammiert. Ralph Lauren, Calvin Klein und Marc Jacobs gaben sich die Ehre und zeigten ihre Entwürfe für die nächste Saison. Bevor wir uns nun also auf die Fashion Week in London einstellen, zeigen wir Ihnen hier und in unserer Fotoshow noch die schönsten Looks, Trends und Eindrücke der New Yorker Klassiker Ralph Lauren, Calvin Klein und Marc Jacobs.

Ralph Lauren gesteht Amerika seine Liebe zum Westen, Calvin Klein entdeckt seine Vorliebe für die Freizügigkeit und Marc Jacobs fand seine Inspiration in der New Yorker High-Society. So war der letzte Fashion-Week-Tag in New York.

Ralph Lauren von Ost nach West

Während uns Ralph Lauren in diesem Frühjahr und Sommer bunte Knallfarben und wallende Stoffe mit indischer Inspiration beschert, erwartet uns im Herbst und Winter 2015/2016 genau das Gegenteil: Der Westen. Ralph Lauren ließ seine Models Cowboy und Indianer spielen und schickte sie in aus den verschiedensten Völkern Amerikas beeinflussten Looks über den Laufsteg.

Erdige Brauntöne wurden von Fransen, Fell, Woll-Ponchos und Cowboy-Hüten ergänzt und symbolisieren so den wilden Westen, samt Cowboys und Indianer. Bestes Beispiel für den Look eines lässigen Prärie-Girls war ein bodenlanges, hochgeschlossenes Kleid mit langen Ärmeln und aus weißer Spitze, dazu selbstverständlich ein Cowboy-Hut. Elegante, schwarze Kleider mit sexy Ausschnitten am Dekolleté oder am Rücken stehen für einen Auftritt im Casino und Glitter für den Glam der selbstbewussten Amerikanerin. Mit androgyn angehauchten Looks aus Lederanzügen und Dinnerjackets bleibt Ralph Lauren der amerikanischen Eleganz treu.

Unser Lieblingslook: Ein Look, beinahe komplett aus Leder. Leder-Weste, Leder-Smoking-Blazer, Leder-Skinny-Pants, selbstverständlich alles in Schwarz, dazu eine schmale, schwarze Krawatte und ein weißes Hemd. Ein androgyner Look, wie er kaum besser umgesetzt sein könnte.

Calvin Klein ganz schön sexy

Francisco Costa selbst beschrieb seine Kollektion für den nächsten Winter als sexy, urban, hot und Mollino. Klare Sache, es gibt also viel Coolness und Sexappeal zu sehen. Mit Mollino ist übrigens der Architekt Carlo Mollino gemeint, der eine Vorliebe für die Fotografie hat und auf seinen Werken am liebsten leicht bis gar nicht bekleidete Damen der 60er-Jahre sieht.

In seiner Kollektion für die nächste Saison zeigt Francisco Costa also eine sehr starke, selbstbewusste Frau, die sich ihrer Vorzüge durchaus im Klaren ist. Es gab viel Leder-Patchwork auf Mänteln, Jacken, Minikleidern und Midi-Röcken. Eine leicht verruchte Stimmung zog sich durch die geradlinigen Schnitte, die sich zu rockigen 60er-Jahre-Styles formten. Urban eben. Während Leder und Fell zu den bestimmenden Materialien gehörten, beschränkten sich die Farben vor allem auf Schwarz, Weiß, Rost und verschiedene Braun-Töne.

Unser Lieblingslook: Ein mittellanger Mantel im Beeren-Ton, der mit strukturierter Lackoberfläche, aufgesetzten Taschen, XXL-Knöpfen und Glanz-Highlights clean zu schwarzen Leder-Pieces kombiniert wurde.

Marc Jacobs gewohnt exzentrisch

Diana Vreeland war eine amerikanische Kolumnistin, Kritikerin, Redakteurin, arbeitete zeitweise sogar als Chefredakteurin der amerikanischen Vogue und ist Marc Jacobs Muse – zumindest bei seiner Kollektion für den Herbst und Winter 2015/2016.

Vor einer riesigen Wohnzimmer-Inszenierung betraten die Models den Laufsteg. Dieses Wohnzimmer-Set ist ebenso eine Hommage an die amerikanische High-Society-Dame, die einst von Jeremiah Goodman in ihrem Wohnzimmer gemalt wurde. Eben jedes Wohnzimmer ließ Marc Jacobs für seine Show nachbilden. Die exzentrische Darstellungsweise erstreckte sich selbstverständlich auch über die Pieces für den kommenden Herbst und Winter.

Marc Jacobs zeigte Blümchen- und Karomuster, teilweise in Used-Optik, die auf Röcken und Mänteln verschiedenster Längen zum Einsatz kamen und 60er-Jahre-Flair vermitteln. Einige der Mäntel waren mit opulentem Fellkragen und quer verlaufenden Lackstreifen versehen, ebenso wie die eleganten Etui-Kleider. Neben den zurückhaltenden, hochgeschlossenen Looks bot Marc Jacobs allerdings auch transparente Kleider aus schwarzem Tüll. Trotz aller Exzentrik gelang es dem Designer eine sich durch matte Farben und nostalgische Schnitte bestimmende, tragbare Retro-Kollektion zu schaffen.

Unser Lieblingslook: Ein komplett in dunklem, kariertem Navyblau gehaltenes Outfit. Der Maxi-Faltenrock passt identisch zur Optik des Mantels. Der Coat ist an seinem Saum mit Pailletten versehen, die einen spannenden Farbverlauf herstellen.

Bis zum nächsten Mal, New York. Sehen Sie sich die Highlight vom Showdown der New York Fashion Week mit Ralph Lauren, Calvin Klein und Marc Jacobs in unserer Bildergalerie an.

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