Big in Business

Big in Business: Die New York Fashion Week in Zahlen

am 12.02.2014 um 18:10 Uhr

Berlin, London, Paris, Mailand, New York – das Fashion-Week-Roulette dreht sich unaufhörlich und lässt dabei kaum eine große Metropole aus. Doch was steckt eigentlich hinter dem stetigen Mode-Zirkus? Vom Veranstaltungsort bis hin zu den PR Agenturen, den Models, den Stylisten und Co. muss nicht nur alles organisiert, sondern auch bezahlt werden. Wir haben hier und in unserer Fotoshow die Mercedes-Benz Fashion Week New York einmal in Zahlen zusammengefasst.

Summen über Summen, die Beiträge für die New Yorker Modewoche reichen bis ins Unermessliche. Bis zu 10 Tage taucht das Lincoln Center jedes Jahr aufs Neue in die Fashion-Welt ein und bietet den Designern mit Locations wie dem „Theatre“, „The Hub“, „The Stage“ oder dem „Pavillion“ unterschiedliche Möglichkeiten und Preisklassen, die Kreationen zu präsentieren. Doch das sind bei weitem noch nicht die einzigen Ausgaben.

Am Anfang war das Wort

Musik, Kameraeinstellung, Lichtinstallation – jede Modenschau benötigt einen Produzenten. Drei bis sechs Monate im Voraus arbeiten die Designer gemeinsam mit den Produzenten das Konzept ihrer Fashionshow aus. Dabei werden sowohl das Motto des Labels berücksichtigt, beziehungsweise welche Message der Designer senden möchte, als auch unterschiedliche Inspirationsquellen aus Literatur, Kunst, Film oder Musik zusammengetragen. Die Kosten für die Produktion liegen hierbei in einem Rahmen von 7.500 bis 15.000 Euro und werden oftmals von der PR Agentur des Designers gebucht. Doch auch die freundlichen Damen und Herren auf der anderen Seite der zahlreichen E-Mails, Telefonanrufe und Partys sind nicht ganz günstig. Die „Beziehungen zur Öffentlichkeit“ (deutsch für „Public Relations“ ) kosten die Designer pro Modenschau zwischen 4.000 und 11.000 Euro.

Styling

Das Styling-Team einer Modenschau beinhaltet nicht nur Haare und Make-up. Ganz im Gegenteil, Modeschöpfer engagieren einen professionellen Stylisten, der ihnen bei den Runway-Proben mit Rat und Tat zur Seite steht. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um die einzelnen Looks der Models, sowie den Einsatz von Accessoires wie Taschen oder Schmuck, um jedes Outfit optimal zu präsentieren. Selbstverständlich ist der Preis eines Stylisten von seiner Erfahrung und seinem Bekanntheitsgrad abhängig. Einige lassen sich ihre Arbeit bis zu 6.000 Euro am Tag kosten, während andere für eine komplette Woche knapp 7.500 Euro verlangen. Qualität hat eben seinen Preis.

Haare und Make-up

Ein geschwungener Eyeliner oder falsche Haar-Extensions? Den Möglichkeiten aus dem Bereich Hair & Make-up sind nur selten Grenzen gesetzt. Der Designer wünscht sich für alle seine Models pechschwarze Pagenköpfe? Dann werden bereits zuvor von den Friseuren Perücken geknüpft und bei den anschließenden Lookproben frisiert. Das Schöne daran für die Designer: Die Alleskönner für Haare und Make-up werden normalerweise von großen Beauty-Firmen gesponsert. Dafür zahlt die jeweilige Marke bis zu 15.000 Euro, um als Sponsor vertreten zu sein.

Models

„Dann gebt ihnen Kuchen!“, ganz so leicht ist es dann doch nicht mit der Bezahlung der Models. Während früher viele Models lediglich mit den Designer-Kreationen bezahlt wurden, haben sich verschiedene Organisation endlich durchsetzen können, Models ehrlich zu entlöhnen. Das jeweilige Budget richtet sich jedoch auch hier nach der Größe und dem Bekanntheitsgrad des Labels. Zwischen 110 Euro bis hin zu 750 Euro pro Show planen die Designer für circa 20 gebuchte Models ein und geben damit bis zu 15.000 Euro für die schönen Frauen und Männer aus.

Die Location

Veranstaltungsorte kosten im Durchschnitt bis zu 45.000 Euro. Das Lincoln Center ist während der Mercedes-Benz Fashion Week New York DER „place to be“ und bietet den Designern verschiedene Räumlichkeiten zu unterschiedlichen Preisen an. Knapp 11.000 Euro kostet es einen Modeschöpfer seine Kollektion im „The Hub“, der kleinsten Location im Lincoln Center, zu zeigen. Mit der Buchung der „Stage“ lassen sich die Mode-Kreateure einen langen Runway in üblicher Manier 35.000 Euro kosten, während „The Theatre“, als größter Veranstaltungsort im Lincoln Center, mit 45.000 Euro zu Buche schlägt.

Wer sich seine Modenschau also ordentlich etwas kosten lässt, benötigt dafür alles in allem ein Kapital von 150.000 Euro. Dabei steht es außer Frage, dass hochkarätige Luxus-Labels diesen Bogen, zur Freude der Zuschauer, auch gerne mal überspannen.

Entdecken Sie in unserer Bildergalerie die New York Fashion Week in Zahlen und erfahren Sie außerdem, wie viel sich ein Hollywood-Star für einen Auftritt in der ersten Reihe zahlen lässt.

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