NYFW 2016

New York Fashion Week: Tommy Hilfiger, Jeremy Scott, Zac Posen und Co.

am 15.09.2015 um 16:06 Uhr

Noch bis zum 17. September ist die Mode-Meute aus Redakteuren, Bloggern, Experten, Fashionistas und Einkäufern im Big Apple, um die Sommer-Kollektion für 2016 genau unter die Lupe zu nehmen. Nachdem wir Ihnen die wichtigsten Shows vom Wochenende gezeigt haben, möchten wir Ihnen hier und in der Bildergalerie eine Zusammenfassung der Schauen von Tommy Hilfiger, Jeremy Scott, 3.1 Phillip Lim, Zac Posen und Reem Acra geben. Seien Sie gespannt und machen Sie sich selbst ein Bild von den neuesten Sommer-Trends aus New York.

Der Fashion-Marathon ist in seinen vollen Zügen. Während wir in Berlin bereits im Juli die neuen Kollektionen für den Sommer 2016 bestaunen durften, geht es nun nach einer kurzen Sommerpause in New York weiter. Verpassen Sie mit uns keinen der neuesten Trends.

Tommy Hilfiger: Willkommen im Paradies

Designer Tommy Hilfiger weiß es wie kein anderer, seine Kollektionen bis ins kleinste Detail zu inszenieren. Ob ein nachempfundenes Rock-Festival, ein Rugby-Stadion oder eben eine karibische Insel, die Show von Tommy Hilfiger ist für die Gäste immer ein Spektakel.

Die Inspiration: Vor rund 30 Jahren reiste Tommy Hilfiger das erste Mal als Student auf die kleine, karibische Insel Mustique. Schon damals war die Insel ein Ort des Jetsets und Stars wie Mick Jagger und David Bowie vergnügten sich dort. Heute kommt der Designer rund viermal im Jahr mit seiner Familie auf die Insel und macht dort in seinem Strandhaus Urlaub und gönnt sich etwas Ruhe von seiner Wahlheimat New York. Das türkisfarbene Meerwasser Jamaikas sowie die weißen Strände dienten dem Designer als Inspiration.

Die Location: Angelehnt an einen entspannten Urlaub in der Karibik, gibt es einen simplen Holzsteg, der als Laufsteg umfunktioniert ist, etwas Meer und eine Bar mit Bastdach an der Gäste und Models Cocktails schlürfen und sich unterhalten. Dazu läuft Musik von Bob Marley, Stevie Wonder oder Jimmy Cliff.

Die Kollektion: Die Kollektion ist eine Hommage an das relaxte Inselleben. Auf dem Laufsteg von Tommy Hilfiger ging es sehr jugendlich und entspannt zu. Wie es in einem richtigen Sommer-Urlaub nun mal ist: Maxikleider mit bunten Prints, handgearbeiteten Häkel-Details, Patchwork-Designs, verblasste Jeansjacken, Tracksuits, bequeme Slides, Fora- und Fauna-Prints, gesteifte Bucket Hats, Bomber-Jacken mit Stickereien, Netzstoff und immer wieder die charakteristischen, knalligen Reggae-Farben Rot, Gelb, Grün und Schwarz.

Der Beauty-Look: Passend zu der Vacation-Kollektion, waren die Models nur hauchzart geschminkt. Leicht gerötete Wangen erinnerten an einen dezenten Sommerbrand und die Haare waren etwas zerzaust und wie vom Meerwasser geküsst entsprungen. Einige der Models trugen außerdem bunte, geflochtene Zöpfe, die man sich wohl in jedem Urlaubsort am Strand machen lassen kann.

Jeremy Scott: 60’s meets 80’s

Designer Jeremy Scott, der während der New Yorker Fashion Week sein eigenes Label präsentiert und nicht etwa als Chef-Designer für Moschino unterwegs ist, ist der Paradiesvogel unter den Designern. Ein bisschen „Plastic-Fantastic“, ein bisschen „Barbie-Chic“ und ein bisschen „drüber“ sind die Kollektionen des Designers jedes Mal.

Die Kollektion: Und so auch die neue Kollektion für den Sommer 2016. Auf dem Laufsteg sah man vor allem eines: Laute Looks, die schriller nicht hätten sein können. Retro-Prints treffen auf knallige Neon-Farben, Kleider im 60’s-Schnitt auf Patchwork-Details, Crop-Pullover im 80er-Jahre-Look werden als Zweiteiler zum passenden Mini-Rock getragen. Außerdem: Lurex-Fäden werden zu Streifen gewebt, Dot-Prints zieren geknotete Blusen, Capri-Hosen erleben ihr Comeback und spießige Strickjacken bekommen durch Comic-Figuren einen ganz neuen Look. Dazu kommen wilde sowie abstrakte Art-Prints.

Die Accessoires: Große, runde Sonnenbrillen, poppiger Plastik-Schmuck in Neon-Nuancen, Kofferradios als Handtaschen, breite Taillengürtel, Two-Tone-Gogo-Boots, Netzstrumpfhosen und Plastik-Schuhe.

Der Beauty-Look: Auch hier geht Jeremy Scott in die Vollen und schickt seine Models mit XXL-Perücken im 60’s-Style über den Laufsteg. Dazu: Knallige Lippen, künstliche Wimpern, ein sehr gebräunter Teint in Anlehnung an den 80er-Jahre-Sonnenbank-Look, etwas zu viel Make-up im Gesicht und spitze, lange Fingernägel in poppigen Nuancen.

3.1 Phillip Lim: „Stop and smell the flowers“

Während die Gäste bei Jeremy Scott noch die Überdosis von allem bekamen, ging es beim Label 3.1 Phillip Lim wesentlich ruhiger zu. Zum zehnten Jubiläum besinnt sich der amerikanische Designer mit chinesischen Wurzeln auf die Natur zurück.

Die Kollektion: Zusammen mit dem Künstler Maya Lin wurden für die Sommer-Kollektion 2016 viele, dezente Blumen-Prints entworfen, die an Tapeten erinnern und die auf die typischen, körperfernen Silhouetten treffen. Und so präsentierte das Label Anoraks, Baseball-Jacken, High-Waist-Short, weite Sarouel-Hosen, Bandeau-Tops, Wickelröcke XXL-Hemden, Biker-Lederjacken, Kimonogürtel, asymmetrische Schnittführungen, und Nadelsteifen. Die Farb-Palette reicht von Lind- bis Olivgrün, über viel Weiß, Taupe, Sand, Off White und Blau – alles sehr harmonisch und aufeinander abgestimmt.

Der Beauty-Look: Die Models sind im angesagten Strobing-Look sehr natürlich geschminkt. Die Haare sind zu einem Zopf im Nacken gebunden und werden durch Tücher, die zu der Kollektion passen, und Netzstoff bedeckt.

Reem Acra: Orientalische Extravaganz

Die libanesische Designerin Reem Acra tanzt mit ihren Kollektionen immer ein wenig aus der Reihe. Denn sie setzt ihre ganz eigenen Trends, fernab des Kommerziellen. Seit 1999 entwirft sie außergewöhnliche Brautkleider und für ihre Ready-to-Wear-Kollektion Roben, die Stars wie Beyoncé, Halle Berry oder Angelina Jolie auf dem roten Teppich tragen.

Die Kollektion: Auch im nächsten Sommer wird es bei Reem Acra detailverliebt. Die Designerin setzt auf aufwendige Stickereien, folkloristische Prints, Bordüren, transparente Ensembles, ballonförmige Kleider und Röcke, schulterfreie Blusen, sehr tiefe V-Ausschnitte, die Betonung der Taille durch bunte Gürtel sowie Bustiers. Die Farben Gelb, Violett, Orange, Pink und Rot dominieren, werden aber in ihren wärmsten Schattierungen gezeigt. Einige Roben mit vielen, königlichen Ornamenten und in den Farben Gold, Rot und Schwarz sind das Highlight der Show.

Der Beauty-Look: Bei solch einer extravaganten Kleidung, darf der Beauty-Look etwas zurück treten und so tragen die Models die Haare streng zurück, die Lippen werden in Rosa leicht betont und der Teint ist ebenmäßig sowie rosig.

Zac Posen: Nostalgie und 50’s

Nachdem Caitlyn Jenner auf dem legendären Cover der Vanity Fair in einem Kleid von Zac Posen zu sehen war, kennt wohl jeder den amerikanischen Designer. Auch wenn Ms. Jenner bei der Show nicht anwesend war, feierten Stars wie Christina Hendricks und Jennifer Hudson die neueste Kollektion des Designers.

Die Kollektion: Die Kollektion darf als Hommage an vergangene Zeiten in New York verstanden werden. Ein New York, in dem sich viele Künstler tummelten und die Stadt vor Inspiration strotzte. Viele Silhouetten erinnern an den Stil der 50er-Jahre und so sah man auf dem Laufsteg viele trapezförmige Mäntel, Samt, maßgeschneiderte Smoking-Jacken und glitzernde Röcke. Daneben gab es viele monochrome Looks in Schwarz, Royalblau, Pink und Weiß zu sehen. Model Coco Rocha schloss die Show in einem LED-Kleid, das in Zusammenarbeit mit Google entstand.

Der Beauty-Look: Sehr clean und erwachsen. Die Models trugen die Mähne glatt und zu einem Mittelscheitel frisiert. Zudem wurden die Haare im Nacken zusammengebunden. Die Lippen wurden in einem dezenten Rosé betont und die Augen in sanften Nude-Farben geschminkt.

Entdecken Sie in der Fotoshow noch einmal die Schauen der New York Fashion Week von Tommy Hilfiger, Jeremy Scott, 3.1 Phillip Lim, Zac Posen und Reem Acra .

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