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Fashion-News: Trend-Wirrwarr um Normcore

am 19.03.2014 um 16:39 Uhr

Mit den Modetrends ist es immer wieder das Gleiche: Sie erscheinen blitzartig und verschwinden ebenso schnell wieder von der Bildfläche, wie sie aufgetaucht sind. Was gab es da nicht in den letzten Jahren alles für Megahypes, die bis ins Unermessliche interpretiert wurden, um dann still und heimlich wieder als out zu gelten. Das Tribal auf dem Steiß, Schlaghosen, Baggys und Boxershorts an Frauen, Skinny-Jeans, Oversize, Used-Look, Vintage-Style – jeder versucht, den anderen in seinem Stil zu übertrumpfen und als etwas ganz Besonderes zu wirken. Damit soll nun Schluss sein, denn der neue „Trend“ heißt Normcore. So unwahrscheinlich es sich auch anhören mag und den ein oder anderen eher zum Kopfschütteln motiviert, das konsequente Streben nach dem eigenen Look ist nicht mehr in. Unsere Fotoshow zeigt die prominenten Vertreter dieser Bewegung hin zum „Normalen“ und beschreibt, was es mit Normcore tatsächlich auf sich hat.

Hipster kennt man. Sie werden für ihren Stil ebenso verachtet, wie sie doch auch immer wieder Anhänger finden. Das Ziel der Hipster war es, einzigartig zu sein, ihre Individualität zu präsentieren und sich von der Masse abzuheben. Welcher Fall ist eingetreten? Großstädte wimmeln förmlich von Flanellhemden, Hornbrillen und zerrissenen, hautengen Jeans.

Normcore: Normal und angesagt

Entgegen aller Jugendmoden und Trend-Verfolgungen ist es nun besonders, mit der Masse zu schwimmen. Das neue Ideal heißt Normalität. Das Interessante an dieser ganzen Bewegung ist, dass dies tatsächlich eine Richtung ist, die sich vom Markendenken abwendet. Jeder Hipster konnte seine ach so individuelle Mode in einer der vielzähligen Modeketten in jedem Kaufhaus ergattern. Was hat das dann noch mit der eigentlich so inspirierenden Individualität zu tun? Gemeinsam individuell, gemeinsam außergewöhnlich, kollektives Anderssein also. Die Industrie macht sich den Trend-Wahnsinn selbstverständlich zum Vorteil und schafft in regelmäßigen Abständen neue Scheindesigns, die nun noch spezieller und bestenfalls auch nur in limitierter Auflage zu erhalten sind. Cool sind die, die eines der Teile besitzen.

Also aufwachen! Es ist heutzutage kaum noch möglich, etwas Besonderes zu sein, es sei denn, man wendet sich der vermeintlichen Normalität zu. Stars wie Mila Kunis, Britney Spears und Rita Ora folgen dem bereits und zeigen sich in ihrer Freizeit, anders als die Fashionistas Hollywoods, lieber in Hoody, verwaschenen Jeans, Fleece-Jacken und Schlabberhose. Was allerdings nicht heißt, dass es nun in ist, sich im Schlabber-Look zu kleiden, sondern die Wichtigkeit der Dinge eben auf etwas anderes zu lenken.

New Yorker Agentur ruft nach Freiheit in der Modewelt

K-Hole ist eine New Yorker Agentur, die in regelmäßigen Abständen Berichte über verschiedenste Themen aus den Bereichen Kunst und Marketing zum Download freigibt. Bestehend aus fünf jungen Kreativen in ihren Mittzwanzigern, brachte die Firma jüngst das Thema „Youthmode“, was sich eben mit Normcore beschäftigt, heraus. Was die Ansicht der Agentur auf die Modewelt auslöste, war enorm. Das Wort Normcore, welches sich übrigens den Begriffen „Normal“ und „Hardcore“ zusammensetzt, schlug ein wie eine Bombe. Die Idee hinter dem ganzen Wirrwarr um Modetrends ist es, nun nicht wieder einer neuen Stilrichtung hinterherzurennen, sondern sich und seiner Umwelt mehr Freiheit zu geben. Zu viele sind stets und ständig damit beschäftigt, etwas Besonderes zu sein und vergessen dabei ganz, worauf es  ankommt, wie man akzeptiert und nicht exklusiv wirkt, so die Ansicht K-Holes. Vor allem witzelt das Gespann auch: Um wirklich Normcore zu sein, muss man erst einmal verstehen, dass es eine Sache wie Normalität gar nicht gibt.

Liebe Damen, das soll auf keinen Fall heißen, dass Sie Ihrem Drang zur Mode nicht mehr nachgehen sollen – wir tun es ja genauso. Bestenfalls sollte man sich im Fashion-Wahnsinn selbst noch ein wenig Platz zum Atmen lassen und sich nicht ganz den Prinzipien der besonders Coolen stellen.

Gehen Sie Ihren Look vielleicht auch einmal entspannter an , so wie die Stars in unserer Fotoshow.

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