Oktoberfest

Bayerischer Abend: Mit diesen Rezepten holen Sie sich die Wiesn nach Hause

am 24.09.2014 um 15:38 Uhr

Das Oktoberfest ist zwar eher dafür bekannt, dass das Maß-Bier in Massen fließt, doch auch das zünftige, bayerische Essen, welches es in den Festzelten in mindestens genauso großen Mengen gibt, ist kulinarisch nicht zu verachten. Wenn Sie es nicht nach München zum Weißwurst- und Brezelessen schaffen oder sich den Trubel in den riesigen Festzelten lieber sparen möchten, dann können Sie die traditionellen Wiesn-Mahlzeiten auch ganz einfach in der heimischen Küche zubereiten. Wir liefern Ihnen hier und in unserer Fotoshow die passenden Rezept-Ideen, die Sie für die heimische Gaudi mit Freunden in Dirndl zu Lederhosen einmal ausprobieren können.

Wer sagt, dass das Oktoberfest nur in München gefeiert werden kann? Leckere, bayerische Mahlzeiten lassen sich auch in der Küche schnell selber zaubern. Das sind die besten Rezepte für die hauseigene Wiesn.

Selbstgemachte Brezeln

Klassische Laugenbrezeln sind die weltweit mit Sicherheit bekannteste, bayerische Speise und lassen sich einfacher selbst backen, als Sie vielleicht denken. Dafür benötigen Sie folgende Zutaten: 500 Gramm Mehl, 300 ml Milch, einen Teelöffel Salz, einen Würfel Hefe, einen Teelöffel Zucker, 40 Gramm Margarine, einen Liter Wasser, drei Esslöffel Natron, etwas grobes Salz, Mehl für die Arbeitsfläche und Fett für das Blech.

Vermengen Sie die Hefe mit ein paar Tropfen der Milch und dem Zucker. Lassen Sie das Gemisch für eine viertel Stunde bei Zimmertemperatur gehen. Die Hefemasse verarbeiten Sie dann zu einem Teig, indem Sie den Teelöffel Salz, das Mehl, die restliche Milch und die Margarine hinzufügen. Lassen Sie den Teig nochmal für eine halbe Stunde gehen. Innerhalb dieser Zeit sollte der Teig zu doppelter Größe aufgehen. Die Arbeitsfläche mit Mehl bestreuen und den Teig darauf kräftig durchkneten, ehe Sie aus ihm eine Rolle formen. Teilen Sie diese in etwa 16 Stücke. Aus jedem Teil formen Sie eine etwa 30 Zentimeter lange Rolle mit Verdickung in der Mitte. Legen Sie die Stücke dann in typische Brezelform und lassen Sie diese erst 15 Minuten bei Zimmertemperatur ruhen und dann nochmal eine Stunde im Kühlschrank. Kochen Sie währenddessen den Liter Wasser auf und lösen Sie darin die drei Esslöffel Natron. Die Brezel-Rohlinge legen Sie dann einzeln für 30 Sekunden in das kochende Natronwasser, lassen Sie danach abtropfen und bestreuen Sie je nach Belieben mit den groben Salzkörnern. Legen Sie die fertig bearbeiteten Brezeln auf ein gut gefettetes Backblech. Stellen Sie den Herd auf 220 Grad und heizen Sie die Brezeln mit dem Ofen etwa 18-20 Minuten auf. Danach müssten sie Goldbraun sein.

Weißwurstmedaillons mit Semmelknödeln

Typische Semmelknödel können Sie zum Beispiel einmal mit einer leckeren Weißwurstzubereitung in Medaillonform ausprobieren. Für die Knödel, die etwa für vier Portionen reichen, benötigen Sie: Sieben helle Brötchen, 150 Milliliter warme Milch, zwei Eier, eine Zwiebel, einen halben Bund Petersilie, einen halben Teelöffel Majoran, einen Esslöffel Butter, etwas Muskat und Pfeffer. Für die Weißwurstmedaillons brauchen Sie vier Paar Weißwürste, zwei Esslöffel gehackte Petersilie, vier Esslöffel süßen Senf, zwei Eier, etwas Mehl, Semmelbrösel und Fett zum Braten.

Die Zubereitung der Semmelknödeln funktioniert wie folgt: Zerkleinern Sie die Brötchen und gießen Sie die erwärmte Milch darüber. Während Sie das Gemisch für 15 Minuten einweichen lassen, hacken Sie die Zwiebel und die Petersilie fein. Mit dem Majoran dünsten Sie beides in der Butter etwas an und lassen es abkühlen. Kneten Sie die Eier und den Muskat unter die Brötchenmasse und mengen Sie dann die Zwiebelmischung unter. Lassen Sie das Ganze für etwa zehn Minuten ziehen, kneten Sie es nochmal durch und schmecken es dann mit Pfeffer ab. Formen Sie etwa sieben bis acht Knödel und lassen Sie diese für etwa 20 Minuten in heißem Wasser ziehen.

Die Weißwurstmedaillons sind ebenfalls sehr einfach zuzubereiten: Häuten Sie dafür zunächst die Weißwürste und schneiden sie schräg in etwa zwei Zentimeter dicke Scheiben. Vermengen Sie die Eier, den Senf und die Petersilie miteinander. Die Weißwurstscheiben wälzen Sie dann zuerst im Mehl, wenden Sie dann einmal in der Senf-Ei-Masse und schließlich in den Semmelbröseln. In einer Pfanne braten Sie die Medaillons dann mit etwas Fett von beiden Seiten goldbraun.

Süßer Honigsenf

In der bayerischen Küche gehört er zu den absoluten Basics: Leckerer, süßer Senf. Auch dieser lässt sich ganz einfach mit den folgenden Zutaten, die für etwa 500 ml Senf reichen, zubereiten: 150 Gramm gelbe Senfkörner, eine Messerspitze gemahlene Kurkuma, zwei Teelöffel Salz, vier Esslöffel Essig, 200 Gramm Honig, etwas weißer Pfeffer und 150 ml Wasser.

Zunächst mahlen Sie die Senfkörner, jedoch nicht zu fein, denn der typische, süße Senf ist ja in der Regel etwas grobkörniger. Geben Sie die gemahlenen Senfkörner mit der Kurkuma in eine Schüssel. Kochen Sie dann 150 ml Wasser mit dem Salz auf und rühren Sie das Senfpulver langsam unter, bis eine glatte, cremige Masse entstanden ist. Mischen Sie nun den Honig sorgfältig unter. Mit dem Pfeffer und Essig schmecken Sie Ihren Senf schließlich noch ab. Die noch heiße Masse füllen Sie in Gläser ab, verschließen diese gut und lassen den Senf eine Woche durchziehen, damit er sein Aroma voll entfalten kann. Kühl gelagert ist der Senf dann etwa zwei Monate lang haltbar.

Appetit bekommen? Dann klicken Sie sich durch unsere Fotoshow und lassen Sie sich nochmal unsere leckeren Rezeptvorschläge für ein Oktoberfest zu Hause auf der Zunge zergehen.

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