Oscar-Verleihung

Gewinner-Roben: Die Kleider der Oscar-Preisträgerinnen von 1999 bis heute

am 20.02.2015 um 15:49 Uhr

Einen Oscar zu gewinnen, dürfte für jeden Schauspieler der größte Ritterschlag seiner Karriere sein. Deshalb bereiten sich vor allem die nominierten Damen auf die Nacht der Nächte, die alljährliche Verleihung des Academy Awards in Hollywood, mit einer Entourage an Stylisten vor, um für einen wahren Glanzmoment zu sorgen. Das Hauptaugenmerk liegt wie jedes Jahr auf den Looks der Schauspielerinnen, die in der für sie wichtigsten Kategorie nominiert sind, nämlich „Beste Hauptdarstellerin“. Bevor die 87. Oscar-Verleihung am 22. Februar 2015 stattfindet und die nächste Siegerin in dieser Sparte gekürt wird, nehmen wir die Kleider der letzten 16 Gewinnerinnen einmal genauer unter die Lupe. Wie die Kleider von 1999 bis 2014 aussahen und ob es vielleicht einen geheimen Sieger-Dresscode gibt, erfahren Sie hier und in der Fotoshow .

Bei den Academy Awards findet nicht nur jedes Jahr ein Schaulaufen des Who’s who der internationalen Schauspielszene statt, auch für eindrucksvolle Red-Carpet-Momente wird gerade von der weiblichen Prominenz immer wieder gesorgt. Wir haben einen Blick auf die Gewinner-Roben der 16 Damen, die seit 1999 zur „besten Hauptdarstellerin“ gekürt wurden, zurückgeworfen und interessante Ähnlichkeiten festgestellt. Ob sich die diesjährigen nominierten Schauspielerinnen, Marion Cotillard, Felicity Jones, Julianne Moore, Rosamund Pike und Reese Witherspoon etwas davon abschauen können?

Zarte Kleider in Nude- und Metallictönen

Wie gewinnt man einen Oscar? Indem man sich dem begehrten Goldjungen einfach modisch anpasst! Das schienen sich erstaunlich viele Gewinnerinnen gedacht zu haben und hüllten sich in elegante Roben in zart schimmernden Metallic-Nuancen und warmen Nudetönen. Aktuellstes Beispiel dafür ist die Gewinnerin 2014, Cate Blanchett, die sich für ein reich besticktes Abendkleid in Nude mit metallisch changierenden Reflexen von Armani Privé entschied und kurz darauf den Oscar als beste Hauptdarstellerin für „Blue Jasmine“ gewann.

Auch Sandra Bullock setzte modisch schon auf eine ähnliche Karte, nämlich bei den Oscars 2010, zu denen sie in einem metallisch schimmernden, Pailletten-besetzten Kleid von Marchesa erschien und gleich die Trophäe für den Film „The Blind Side – Die große Chance“ einheimste. Charlize Theron kam zur Oscar-Verleihung 2004 in einem Strass-besetzten, funkelnden Nude-Kleid mit Schleppe von Gucci und strahlte am Ende des Abends mit ihrer Trophäe für den Film „Monster“ und ihrem Kleid um die Wette.

2008 überzeugte Martion Cotillard die Academy-Jury als beste Hauptdarstellerin in „La Vie en Rose“ und stahl ihren Konkurrentinnen auch nicht zuletzt mit ihrer schimmernden Meerjungfrauen-Robe von Jean Paul Gaultier die Show. 2007 legte auch Helen Mirren einen glanzvollen Auftritt im Stil der Oscar-Trophäe hin: In ihrem bestickten Kleid mit eleganten Gold-Prints von Christian Lacroix gewann sie nicht nur den Oscar für ihre Darstellung von Königin Elisabeth II. im Film „Die Queen“, sondern gewann auch inoffiziell den Award als Modekönigin des Abends. Drei goldene Engel für Oscar: Auch 2006 strahlte die Gewinnerin des Preises für die beste Schauspielerin in Metallic: Reese Witherspoon akzeptierte ihren Sieg für „Walk the Line“ in einem bodenlangen Kleid von Christian Dior.

Einen wahren Goldmoment erlebte Meryl Streep im Jahr 2012: Sie heimste nicht nur den Oscar als beste Hauptdarstellerin für den Film „Die eiserne Lady“ ein, sondern machte der Statue dank ihrer Robe aus glänzendem Gold von Lanvin auch ernsthafte Konkurrenz. Eine passendere Siegerin hätte es also definitiv nicht geben können! Schließlich bewies auch Hilary Swank im Jahr 2000, dass Gold die Farbe der Gewinner ist: Sie nahm ihren Oscar für „Boy’s Don’t Cry“ in einer schimmernden Robe von Randolph Duke entgegen.

Wie Sie sehen, scheinen schimmernde Metallicnuancen in Kombination mit zeitlosen Nudetönen ein Geheimrezept für einen Oscargewinn zu sein! Doch auch andere Farben haben sich bei den Siegerinnen schon bezahlt gemacht.

Mädchenträume in Burgunder, Rosa und Violett

Es geht um die Kategorie der besten weiblichen Hauptdarstellerin, warum also nicht auch auf besonders femininen Farben setzen, um die eigene Nominierung zumindest modisch in die richtige Richtung zu lenken? Das dachte sich Halle Berry schon 2002 und entschied sich bei ihrem Oscar-Auftritt für ein aufregendes Kleid von Elie Saab in Weinrot, mit viel Transparenz und aufgestickten Blumenranken an den richtigen Stellen, sodass die Jury natürlich gar nicht anders konnte, als die Schauspielerin mit dem Preis für den Film „Monster’s Ball“ zu ehren.

Jennifer Lawrence triumphierte dagegen 2013 mit „Silver Linings“ in einer märchenhaften, ausgestellten Robe von Christian Dior in seidig glänzendem Rosa, wie es Gwyneth Paltrow schon viele Jahre zuvor, nämlich 1999, in einem ebenso rosa Mädchentraum von Ralph Lauren vorgemacht hat. Die beiden Damen scheinen also nicht nur den gleichen Männergeschmack zu haben, man denke an die Liebeswirrungen um Paltrows Noch-Ehemann Chris Martin, sondern sind sich auch insgeheim einig darüber, welche Abendrobe wahrlich Oscar-reif ist.

Natalie Portman nahm ihren Oscar für „Black Swan“ 2011 hochschwanger in einer violetten Robe vom Label Rodarte entgegen. So viel pure Weiblichkeit verdiente, natürlich neben ihrer brillanten Darstellung einer Primaballerina in besagtem Film, definitiv einen Oscar.

Mystisch in dunklen Petroltönen und Schwarz

Während die bisher genannten Promi-Damen auf sinnliche feminine Eleganz und glänzende Auftritte setzten, überzeugten die folgenden Siegerinnen bei den Oscars mit Kleidern in gedeckten, dunklen Farben, die ihnen einen klassischen Hauch von Sex-Appeal verliehen. Julia Roberts setzte 2001 beispielsweise auf ein gerade geschnittenes Kleid mit aufgesetzter Schleppe in Schwarz von Valentino, in welchen sie strahlend wie eh und je ihren Oscar für „Erin Brokovich“ entgegennahm. Zwei Jahre später war Nicole Kidman die strahlende Siegerin bei der Preisverleihung mit dem Film „The Hours – Von Ewigkeit zu Ewigkeit“ und ihrem eleganten, schwarzen Kleid von Jean Paul Gaultier.

Ganz in Petrol gehüllt erschien dagegen Hilary Swank bei den Academy Awards im Jahr 2005: Im fließenden Kleid von Guy Laroche gewann sie ihren zweiten Oscar als beste Hauptdarstellerin, diesmal für „Million Dollar Baby“. Und weil diese modischen Gewinner-Farben schon so gut funktioniert haben, kam Kate Winslet vier Jahre später in einer petrolfarbenen Robe mit schwarzen Akzenten von Yves Saint Laurent zur Preisverleihung und staubte gleich den begehrten Preis für ihren Film „Der Vorleser“ ab.

Wir möchten ja ein kleines bisschen an die Beeinflussung des Schicksals glauben, schließlich ist es schon interessant zu sehen, welche Farben die Kleider der Gewinnerinnen dominieren. Deshalb sind wir auch gespannt, ob unser kleines Mode-Orakel dieses Jahr wieder funktioniert und eine der Nominierten sich für ein Kleid in dunklem Petrol entscheidet. Oder zartem Rosa. Oder vielleicht doch eher Gold?

In unserer Fotoshow sehen Sie nochmal chronologisch die Gewinnerinnen der Oscar-Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“ von 1999 bis 2014 mitsamt ihrer Abendkleider .

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