Gut und gar nicht teuer: Die besten Parfums unter 40 Euro

am 22.04.2013 um 12:10 Uhr

Moschus, Patchouli, Rose, Bergamotte, Jasmin, Sandelholz, Maiglöckchen – Parfums sind so unterschiedlich wie ihre Träger und bringen sie in eine ganz spezielle Stimmung. Sie entscheiden, ob es heute mal verspielt und leicht oder verführerisch und schwer sein soll. Blumig, holzig, pudrig – die Auswahl ist riesig und nicht immer billig. Wir zeigen Ihnen, wie Sie auch mit einem Parfum unter 40 Euro richtig dufte sein können.

Wonach richten Sie sich, wenn Sie Parfum kaufen? Bei der riesigen Auswahl an Produkten können Sie gar nicht alles ausprobieren, um zu wissen, was am besten zu Ihnen passt. Psychologische Kriegsführung ist da angesagt und so setzen die Firmen auf kostspielige Testimonials, aufwendige und emotionale Werbung und ein ausgefeiltes Flakon-Meisterwerk, das Sie locken soll und es meist ja auch schafft. Aber natürlich zahlen Sie das alles beim Kauf mit. Würden wir uns jedoch für jede unserer Launen einen Duft über 70 Euro anschaffen, hätten wir ein ziemlich großes Loch in unserem Portemonnaie und dabei ist das gar nicht nötig. Denn hier gilt: Gut muss nicht immer teuer sein.

Parfumeur Francis Kurkdijan erklärte der amerikanischen Allure: „Der Wert eines Picasso liegt nicht in der Farbe, die er verwendete. Es ist die Art und Weise, wie er sie zusammenstellte. Das Gleiche gilt für Parfum.“ Sein Aufruf: Beurteilen Sie das Parfum nicht nach dem Verkaufspreis oder dem Flakon, sondern richten Sie Ihre Aufmerksamkeit einzig und allein auf das Wässerchen, das innen schlummert und darauf wartet, sich entfalten zu können. Wir haben für Sie sechs tolle Parfums unter 40 Euro, bei denen es sich lohnt, einfach die Augen zu schließen und den Duft wirken zu lassen. Parfumeure und Duft-Experten haben es analysiert.

Britney Spears „Midnight Fantasy“ EdP, 30 ml für ca. 20 Euro

Sind wir doch mal ehrlich. Vor allem die Parfums von Superstars, Sängern und Schauspielern sind diejenigen, die wir gar nicht erst beachten. Besonders wenn man den Promi dann noch nicht mal mag. Die Flakons sind meist kitschig, bunt und viel zu grell, aber laut der Expertenmeinung sollten Sie sich davon nicht abschrecken lassen. Denn manchmal schlummert dahinter ein Dufterlebnis. Britney SpearsMidnight Fantasy zum Beispiel besticht durch einen sehr fruchtigen und doch würzigen Geruch. Mit Beeren in der Kopfnote, Blumen in der Herznote und Amber, Moschus und Vanille in der Basisnote gelang der Pop-Prinzessin 2007 ein duftes Highlight.

Gloria Vanderbilt „Vanderbilt“, EdT, 30 ml für ca. 10 Euro

Kurkdjian sagte über Vanderbilt: „Es ist ganz außergewöhnlich und hat einen aufregenden Duftschleier.“ Das 1982 kreierte Parfum stammt von der Parfumeurin Sophia Grojsman, die unter anderem auch für große Namen wie Yves Saint Laurent, Estée Lauder, Lancome und Lagerfeld gearbeitet hat. Vom ersten Sprüher am Anfang des Tages bis hin zum Abend hat man bei diesem Duft das gleiche Geruchserlebnis.

Estée Lauder „Youth-Dew“, EdP, 28 ml für ca. 38 Euro

Youth-Dew feiert dieses Jahr seinen 60. Geburtstag und gehört somit zu den alten Hasen im Geschäft. Bis heute versprüht der Duft aber eine zeitgenössische und auch edgy Atmosphäre. Ein blumiger Hauch von Lavendel und Narzisse in der Kopfnote und Gartennelke, Jasmin, Maiglöckchen und Orchidee in der Herznote zaubern ein florales Bouquet auf Ihren Körper. Ein schwerer Mix in der Basisnote bringt dem Parfum aus der heutigen Sicht etwas Dunkles, weswegen man sich nicht zu doll damit einsprühen sollte. Aber ein Erlebnis ist es allemal.

Nina Ricci „L’Air du Temps“, EdT, 30 ml für ca. 40 Euro

Nina Riccis L’Air du Temps ist das älteste Parfum in unserer Liste. Bereits 1948 kreierte Francis Fabron diesen Duft, ein Experte auf seinem Gebiet, der auch für Balenciaga und Givenchy Wunder bewirkte. In Amerika wird der Duft in Drogeriemärkten angeboten, doch laut Expertenmeinung wird er weit unter Wert verkauft. Ein luxuriöser Geruch zwischen frühlingshaft frisch und holzig bestimmt die kleine, gelbe Flasche und sollte nicht unterschätzt werden.

Jovan „Musk Oil“, EdT, 26 ml für ca. 8 Euro

Musk Oil von 1973 nennt seine Hauptingredienz bereits im Namen, aber Geruchsdesigner Dawn Goldworm erklärte, dass das etwas schmutzige Image von Moschus hier nicht angebracht, es hingegen „sehr clean“ sei: „Es lässt die restlichen Komponenten des Parfums zusammenhaften und macht es weicher.“ Kurkdjian findet, es habe sogar eine blumige Qualität, die sehr Chanel No. 5 ist.

Jennifer Lopez „Glow“, EdT, 30 ml für ca. 32 Euro

Und wieder ein Superstar. Weswegen wir auch Jennifer Lopez‘ ersten Duft Glow von 2002 eher vorurteilsbehaftet abstempeln wollten, dabei ist das gar nicht nötig. Vivian Engel, Store Managerin der Erlebniswelt Planet Prestige und seit Jahren im Parfum- und Beauty-Business tätig, erklärte uns im Interview: „Glow ist gut für Menschen, die nicht sehr duftaffin sind, da er nicht schwer ist, sondern eher nach frisch gewaschener Wäsche riecht. Dieser Duft macht definitiv keine Kopfschmerzen.“ Ein Duft unter anderem von Louise Turner, die auch bei Love von Chloé, Eau de Star von Thierry Mugler und Roberto Cavalli ihr Näschen mit im Spiel hatte.

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