Parfum: Duftender Lebensbegleiter

Nicht erst seit Patrick Süßkind mit seinem Roman „Das Parfum“ einen Sensationshit landete, entstand eine große Faszination für das Thema Parfum und Düfte. Chemisch gesehen ist Parfum eine Komposition aus Alkohol und verschiedenen Dufstoffen. Doch Parfum kann viel mehr sein als das: Parfum löst Emotionen aus, Düfte können Erinnerungen wecken und sogar eine wichtige Rolle in der Liebe spielen: Der Duft eines Menschen, also gewissermaßen sein körpereigenes Parfum, entscheidet darüber, ob Du Dich von ihm angezogen fühlst oder nicht.

Parfum wird schon seit Jahrtausenden verwendet

Bereits vor 5000 Jahren nutzten die alten Ägypter Duftstoffe, um den Sonnengott Ra zu ehren, die ägyptischen Frauen benutzten verschiedene Aromen als Parfum und Körperpflegeprodukte. Sogar in der Bibel wird der Gebrauch von Parfum beschrieben! Durch die Entdeckungsreisen verschiedener Seefahrer kamen immer neue Duftstoffe und Aromen nach Europa, die als Bestandteil von Parfum eingesetzt wurden. Im 16. Jahrhundert wurde Parfum vor allem verwendet, um schlechte Gerüche zu überdecken, da die Menschen in dieser Zeit keinen allzu großen Wert auf ihre Hygiene legten beziehungsweise legen konnten. Im 17. Jahrhundert entwickelte sich das Parfum langsam zu einem kosmetischen Produkt, seit dem 19. Jahrhundert gilt es als Luxusgut. Dabei setzen vor allem Modemacher immer wieder Trends in Sachen Parfum, mittlerweile hat fast jedes Modehaus ein eigenes Parfum. Auch viele Prominente kreieren ein eigenes Parfum unter ihrem Namen.

Parfum: Herstellung nach alten Traditionen

Zur Herstellung von Parfum gibt es unterschiedliche Methoden, die zum Teil sehr aufwendig und damit kostspielig sind. Zu Beginn des Siegeszuges von Parfum wurde es mittels der Enfleurage hergestellt, die heute aufgrund des Aufwandes und der Kosten kaum noch eingesetzt wird, um Parfum herzustellen: Bei der Enfleurage werden die Duftstoffe von Blüten mit Fett absorbiert. Eine weitere Möglichkeit ist die Destillation, bei der die Duftstoffe durch Wasserdampf von anderen Stoffen getrennt werden. Heutzutage wird Parfum aber vor allem durch die Extraktion hergestellt, bei der die Duftstoffe durch Lösungsmittel gewonnen werden. Auch aus synthetischen Duftstoffen kann Parfum hergestellt werden, dazu werden keine aufwendigen Gewinnungsverfahren benötigt. Die Düfte, gleich ob natürlich oder synthetisch, werden schließlich in verschiedene Kategorien eingeteilt, die Klassifizierung eines Parfums hängt dabei von der Verdünnung seiner Duftstoffe ab. Die gängigsten Unterscheidungen sind Eau de Toilette und Eau de Parfum. Ein Parfum, das als Eau de Toilette deklariert wird, muss mindestens sechs bis neun Prozent Duftstoffe enthalten, bei einem Eau de Parfum sind es zehn bis 14 Prozent.

Parfum: Die Kopfnote entscheidet über den Kauf

Die einzelnen Abschnitte, in denen sich der Duft Deines Parfums nach und nach verändert, werden als Kopf-, Herz- und Basisnote bezeichnet. Die Kopfnote nehmen wir direkt nach dem Auftragen des Parfums wahr. Sie gilt daher als kaufentscheidend, da wir in der Parfümerie nur die Kopfnote wahrnehmen. Die Kopfnote ist meist intensiver als die anderen beiden Duftphasen. Die Herznote kommt nach der Kopfnote zum Vorschein und hält länger an. Sie gilt als eigentlicher Duft des Parfums und enthält meistens Blütendüfte. Die Basisnote ist der letzte Abschnitt des Duftes und enthält die schwereren Duftstoffe, die lange anhalten sollen. Auch wenn Du Parfum selbst machst, kannst Du diese drei Komponenten bestimmen und somit ein individuelles Parfum kreieren.

Parfum unterstreicht den Charakter eines Menschen

Bei der Auswahl eines Duftes spielen viele Kriterien eine Rolle. Das wichtigste sollte sein, dass das Parfum Deinen Charakter unterstreicht und zu Dir passt. Viele jüngere Frauen favorisieren leichte, blumige Düfte, während reifere Damen eher zu schwereren Düften greifen. Ob blumig, zitronig oder schwer, kannst Du am besten selbst entscheiden, indem Du verschiedene Düfte ausprobierst und auf die Reaktionen Deines Umfelds achtest. Wenn Du Komplimente für das Parfum bekommst, das Dir selbst gut gefällt, hast Du Deinen Duft gefunden, denn er fällt auch Deinen Mitmenschen positiv auf. Ein Parfum riecht nicht bei jedem Menschen gleich, das Zusammenspiel aus Eigengeruch, anderen Duftstoffen Deiner Kosmetika und Parfum ergeben immer wieder ein individuelles Duftergebnis.

Für welches Parfum Du Dich letztendlich entscheidest, hängt von Deinen Vorlieben und Deiner Stimmung ab, denn auch äußere Umstände wie die Jahreszeit beeinflussen die Wahrnehmung eines Duftes. Nimm’ Dir also Zeit und Muße bei der Suche nach Deinem ganz persönlichen Duft!