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PFW: Die Runway-Looks von Saint Laurent Paris, Stella McCartney und Hermès

am 10.03.2015 um 15:42 Uhr

Es ist fast vollbracht und alle neuen Trends sind für den Herbst und Winter 2015/2016 im Rahmen der internationalen Fashion Weeks in den unterschiedlichen Metropolen wie Mailand, New York, London und Paris präsentiert worden. Die Pariser Modewoche gilt als eines der Highlights und bildet das Schlusslicht des langen Mode-Marathons. Doch wie heißt es so schön? Das Beste kommt zum Schluss! Und so haben wir hier und in der Bildershow für Sie die Schauen von Hermès, Saint Laurent Paris und Stella McCartney im Schnelldurchlauf zusammengefasst. Welche Highlights Sie besser nicht verpassen sollten, das erfahren Sie jetzt.

Drei Shows, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Das eine Label zelebriert und interpretiert die 80er-Jahre und einen frechen, punkigen Rock’n’Roll-Look auf ein Neues, eine andere Designerin hüllt ihre Models in viel Strick und Fake-Fur und ein berühmtes französisches Traditionshaus setzt auf feminine und klassische Schnitte. Alle Details gibt es jetzt.

Saint Laurent Paris: Die 80er-Jahre sind zurück

Während die einen Designer gar nicht genug von dem Hippie-Stil der 70er-Jahre bekommen können, widmet sich Chefdesigner Hedi Slimane von Saint Laurent Paris bereits einem neuen Jahrzehnt: Den 80ern. Unter dem Motto „Not your toys silly boys“ zeigt der Designer in seiner neuen Kollektion rebellisch-luxuriöse Punk-Looks.

Die wichtigsten Trends für 2015/2016: Viele der Looks hätten Popstar Madonna in den 80er-Jahren sicher sehr gefallen. Warum? Weil das Label ultra-kurze Röcke und Kleider, Einsätze und ausgestellte Unterröcke aus Tüll, asymmetrische Schnitte, tiefe und provozierende Dekolletés, komplett transparente Bodies oder welche in Netz-Optik zum Trend erklärt.  Hosen mit Reißverschluss-Details, voluminöse Fell-Jacken im Patch-Work- und Leoparden-Muster oder mit unzähligen, glitzernden Lurex-Fäden sowie viel schwarzes Leder sind ebenfalls Teil der neuen Kollektion. Als Stilbruch werden einige maskuline Pieces wie ein XXL-Blazer aus Tweed, Hosenanzüge und weiße Hemden kombiniert.

Trendfarben 2015/2016: Ganz im Stil der 80er-Jahre verwendet Slimane für seine neue Kollektion viel Schwarz, mädchenhaftes Rosa, jede Menge Pailletten, metallische Nuancen in Silber und natürlich plakative Neonfarben, die als Akzente eingesetzt werden.

Besonderer Eyecatcher: Zerrissene Nylon- und Netzstrumpfhosen verleihen den Looks eine rotzige Attitüde.

Stella McCartney: Klassisches Understatement trifft auf ungewöhnliche Schnitte

Sehr viel ruhiger und gewohnt klassisch-elegant geht es bei der Kollektion von Designerin Stella McCartney zu. Die Tochter von Beatles-Legende Paul McCartney bleibt ihrem Stil seit Beginn ihrer Karriere treu und steht für moderne Business-Looks, die immer einen besonderen Twist besitzen. Diesmal stand eine unkonventionelle Schnittführung im Fokus.

Die wichtigsten Trends für 2015/2016: Stella McCartney spielt mit Formen und wagt sich an neue Interpretationen klassischer Stücke wie Mäntel, Etuikleider, Hosen oder Blazer. Die Designerin kreiert beispielsweise Ensembles, die eine klare Abtrennung nicht zulassen und Silhouetten verschwimmen lassen. Dabei sind viele Stücke im Oversize-Look und mit asymmetrischen Details versehen, die beispielsweise die Schulter freilegen und so betonen. Zudem verwendet Stella McCartney viel Fell, das sie in kuscheligen Komplett-Looks präsentiert. Natürlich bleibt McCartney dabei ihrem Kredo treu und verwendet ausschließlich unechten Pelz und verzichtet generell auf Tierhaut wie Leder. Verschlungener Schmuck aus Perlen wird als Accessoire eingesetzt und veredelt die Looks.

Trendfarben 2015/2016: Die Farben sind, wie zu erwarten, sehr schlicht gehalten. Off-White, Olivgrün, Grau, Dunkel- und Himmelblau und Schwarz dominieren die Kollektion.

Besonderer Eyecatcher: XXL-Kleider aus Strick, in denen man es sich im kommenden Herbst so richtig gemütlich machen kann.

Hermès: Die erste Kollektion der neuen Chefdesignerin Nadège Vanhee-Cybulski

Nachdem Christophe Lemaire, der die letzten vier Jahre für die Kollektionen verantwortlich war, im vergangenen Jahr das französische Traditionshaus Hermès verlassen hat, waren die Erwartungen dementsprechend hoch, ob der neue kreative Kopf, Nadège Vanhee-Cybulski, an die Erfolge ihres Vorgängers anschließen kann. Vorher war sie Design-Direktorin bei The Row, dem Label der Olsen-Zwillinge, und ist für ihren minimalistischen Stil bekannt.

Die wichtigsten Trends für 2015/2016: Und ja, Nadège Vanhee-Cybulski feierte mit ihrer Debüt-Kollektion für Hermès großen Erfolg und erntete dafür viel Lob. Ihre Entwürfe sind femininer als die von Lemaire und mehr auf die Bedürfnisse von Frauen abgestimmt. So präsentierte sie schwingende Röcke im Stil der 70er-Jahre, ornamentale Muster, strenge Silhouetten im Business-Look und zitierte mit einigen Outfits die Anfänge des Pariser Modelabels, das von Thierry Hermès, der eigentlich Sattler war, im Jahr 1837 gegründet wurde. Reithosen und die für das Label berühmten Hermès-Halstücher aus Seide lehnten sich an die ersten Entwürfe an und wurden modern interpretiert.

Trendfarben 2015/2016: Ein Nachtblau ist laut Hermès im kommenden Herbst und Winter schwer angesagt. Daneben waren ein kräftiges Rot, ein grelles Gelb, Creme und Grau zu sehen.

Besonderer Eyecatcher: Statement-Ketten mit Diamanten und Saphiren, die auf hochgeschlossenen Kleidern besonders gut zur Geltung kommen.

Entdecken Sie in unserer Fotoshow die Runway-Looks von Saint Laurent Paris, Stella McCartney und Hermès .

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