Hautpflege

Time to Scrub: So finden Sie das perfekte Peeling für Ihre Haut

am 17.11.2015 um 13:11 Uhr

Winterzeit ist Peeling-Zeit: Gerade jetzt hat unsere Haut vermehrt mit äußeren Umständen wie Temperaturwechseln, trockener Heizungsluft und wenig Sonne zu kämpfen. Um dem unschönen Grauschleier den Kampf anzusagen und unsere Haut wieder frisch und rosig erstrahlen zu lassen, müssen wir also nun regelmäßig zum Peeling greifen, für Gesicht und Körper. Was es mit den verschiedenen Peelings auf sich hat, was Sie alles beachten müssen und wie Sie das richtige Peeling für Ihre Haut finden, das erfahren Sie hier und in unserer Bildergalerie .

Im Schnitt erneuert sich unsere Haut alle 28 Tage, das bedeutet, so lange durchwandert eine Zelle die verschiedenen Hautschichten und bleibt schließlich auf der Oberfläche als Hornhautschüppchen haften. Mit einem gezielten Peeling lassen sich diese Hautschüppchen entfernen, ohne dabei tiefere Schichten anzugreifen.

Von A bis Z: Ein kleiner Peeling-Guide

Mechanisches Peeling, Enzym-Peeling oder doch lieber ein Fruchtsäure-Scrub? AHA, BHA oder doch PHA? Mittlerweile gibt es so viele Peelings, dass man da sehr leicht den Überblick verlieren kann und dann gar nicht mehr weiter weiß. Aber keine Sorge, wir bringen Ordnung in das Peeling-Chaos:

Mechanisches Peeling: Ein mechanisches Peeling ist vielleicht das, was Sie als ‚klassisches Peeling‘ empfinden und das, wie der Name es schon verrät, mit Hilfe von Kunststoffkügelchen, Meersalz oder zerstoßenen Fruchtkernen die Hornschüppchen von Ihrer Haut reibt. Diese Art des Peelings kann natürlich sehr effektiv, aber auch recht aggressiv sein. Deshalb wird es heute eher zur Körper- als zur Gesichtspflege empfohlen. Für Ihren Körper kann das Peeling jedoch wahre Wunder wirken, trockene Haut entfernen und ganz effektiv gegen eingewachsene Härchen vorgehen. Deshalb wird, vor allem wenn man regelmäßig zum Sugaring und Waxing geht, empfohlen, dass man mindestens einmal die Woche mit einem intensiven Body Scrub peelen sollte.

Enzym-Peeling: Enzym-Peelings greifen auf die Reinigungskraft natürlicher Enzyme zurück, die in manchen Früchten stecken, wie zum Beispiel der Papaya oder Ananas, und die abgestorbenen Hautzellen einfach von der Haut ablösen. Deshalb werden diese Peelings nur auf die Haut aufgetragen, einmassiert und dann wieder abgespült – ideal für sensible und empfindliche Haut.

Chemische Peelings: Nun wird es etwas komplexer, denn chemische Peelings waren lange Zeit vor allem als eine Behandlung in Kosmetikstudios bekannt. In letzter Zeit erleben die chemischen Peelings in geringer Dosis aber einen regelrechten Boom und sind die Newcomer in unserem Kosmetikregal. Aber nun von vorne: Die chemischen Peelings basieren auf Alpha-Hydroxy- oder Beta-Hydroxy-Säuren, die zum Teil aus Früchten stammen und somit auch oftmals Fruchtsäure-Peelings genannt werden. Die Peelings entfernen ganz ohne mechanische Reibung die obersten Schichten Ihrer Epidermis und wirken auch gegen Akne, Rosazea oder sogar Pigmentflecken wahre Wunder.

1. AHA / Alpha-Hydroxy-Säure: Diese Säuren sind relativ mild und beinhalten unter anderem Milch- und Glykolsäure, die auch in natürlichen Lebensmitteln enthalten sind. Deshalb sind die AHA-Peels gerade für eine normale, sowie sensible Haut gleichermaßen gut geeignet.

2. BHA / Beta-Hydroxy-Säure: Diese Peelings dringen viel tiefer in Ihre Haut ein, da BHAs fettlöslich sind. Die bekannteste BHA ist Salizylsäure. Das BHA-Peeling ist also ideal für unreine, zu Akne neigende oder fettige Haut.

3. PHA / Poly-Hydroxy-Säure: Die PHAs sind ähnlich wie die AHA-Säuren, aber noch milder und deshalb vor allem für sehr sensible und empfindliche Haut eine gute Wahl. Gluconsäure ist hier die am häufigsten verwendete Peel-Säure, die kaum zu Hautreizungen führt.

Auf die Scrubs, fertig, los

Nachdem wir nun etwas Ordnung in die Peeling-Vielfalt gebracht haben, können Sie eigentlich auch bald schon loslegen und Ihre müde Haut wieder zum Strahlen bringen. Bevor wir Sie aber in Ihre Beauty-Routine entlassen, gibt es noch einige Basics, die Sie beim perfekten Peelen unbedingt beachten sollten:

Wie oft sollten Sie Ihr Gesicht peelen? Falls Sie nun denken, viel hilft auch viel, liegen Sie leider falsch. Denn, wer zu oft peelt, riskiert Irritationen sowie Rötungen und hat damit genau das Gegenteil erreicht. Gesunde, normale Haut sollte man deshalb nicht öfter als einmal, höchstens zweimal in der Woche peelen.

Sollten Sie nach dem Peelen pflegen? Ja, mit Ausrufezeichen! Gerade nach einem Peeling ist Ihre Haut besonders aufnahmefähig, die Wirkstoffe können besonders tief eindringen und Ihre Haut mit viel Feuchtigkeit versorgen.

Was ist die beste Zeit zum Peelen? Peelen Sie Ihr Gesicht am besten Abends, so kann sich Ihre Haut über Nacht erholen und Sie können eine extra-dicke Schicht Abendpflege auftragen. Ihren bevorzugten Body-Scrub sollten Sie natürlich während des Duschens anwenden, oder in der Badewanne. Aber Vorsicht: Durch Wasser und Wärme ist die Haut nun besonders leicht reizbar, deshalb stets mit sanften Bewegungen vorgehen.

Stöbern Sie nun durch unsere Bildergalerie und entdecken Sie die besten Peelings für Körper und Gesicht .

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