Die neue Transparenz: Fantastische Plastik-Fashion

am 04.02.2015 um 18:37 Uhr

Sei es Hang zum Futurismus, unterschwellige Liebe zum Regenmantel oder die Suche nach einer neuen Transparenz – in den letzten Saisons gibt es ein bestimmtes Material, welches die Designer nicht mehr loszulassen scheint: Plastik. Dass das schon lange nichts mehr mit Unförmigkeit und experimenteller Untragbarkeit zu tun hat, sahen wir gerade erst wieder auf dem Laufsteg von Dior. Was dieses Material kann und welche Designer noch darauf setzen, das erfahren Sie hier und in der Fotoshow .

Schon im letzten Jahr verzückte uns Simone Rocha mit ihren transparenten Plastikkreationen und bewies, dass das gute alte Plastik endgültig angekommen zu sein scheint im großen Fashion-Universum. Das liegt wohl vor allem darin begründet, dass sich das Spiel mit der Transparenz so noch einmal neu erfinden lässt.

Dior: Regenmantel à la Haute Couture

Während Rocha für den Sommer 2014 vorrangig auf romantische Kleider und Rock/Crop-Top-Kreationen aus Plastik setzte, behielt Raf Simons trotz Zukunftsvisionen das Traditionelle im Auge. Er umhüllte für Dior Jumpsuits oder Minikleider mit wadenlangen Mänteln in leichter A-Linie, teilweise nur Cape-artig über die Schultern gelegt. Die Farbpalette war dabei genauso vielfältig wie Simons Haute-Couture-Kollektion selbst: Mal wurde die Transparenz der Plastik-Grundlage durch große schwarze Flächen mit roséfarbenen Blüten nahezu aufgehoben, mal war das Plastik in mystisches Flaschengrün getaucht und mit Zweigen versehen.

Noch mehr Plastik bei MSGM, Mikhael Kale und Lisa Perry

Aber auch auf dem Laufsteg von MSGM entdeckten wir fürs Frühjahr 2015 bereits transparente Plastik-Kreationen in Form hüftlanger Capes oder Rock/Oberteil-Kombinationen. Hier versah man die Pieces außerdem mit schwarzen Paspelungen und Blüten in zarten Pastell-Nuancen.
Designerin Lisa Perry, die sich nur zu gerne von den 60s und 70s inspirieren lässt, setzt in ihrer Sommer-Kollektion 2015 hingegen auf übergroße und weit ausladende Plastik-Ärmel an Oberteilen, Kleidern und Capes sowie asymmetrische Plastik-Röcke. Sie verzichtet dabei jedoch auf Drucke und setzt einzig und allein auf den Kontrast zwischen Transparenz und Schwarz oder Weiß.
Ganz anders geht man bei hingegen bei Mikhael Kale mit dem Material Plastik um: Hier wird leicht milchiges Plastik entweder als Abschluss an Säume gesetzt oder aber es dient als Verdichtung vieler aneinander gereihter Cut-outs an figurbetonten Kleidern. Und auch Mikhael Kale konzentriert sich dabei vollkommen auf die Wirkung von Weiß.

Und wie stylt man Plastik-Fashion?

Je nachdem wie Fashion-mutig Sie sind, sollten Sie zumindest einmal über den Plastik-Trend nachdenken. Für Anfänger empfehlen sich hier sicher Jacken oder Capes à la Dior, die sowohl über elegante Kleider oder Kostüme gezogen werden können, aber auch zu Jeans und Pullover einen tollen Look ergeben. Wichtig ist es vor allem, auf Materialkontraste zu setzen. Das gilt besonders, wenn Sie zu Oberteilen oder Röcken aus Plastik greifen. Ob elegant, sportlich oder sexy – kombinieren Sie dazu Jersey, Seide oder zarte Spitze, um Ihr Plastik-Piece ins rechte Licht zu rücken.

Erst Fortgeschrittene sollten sich an den All-Over Plastik-Look heranwagen, vor allem, weil hier der Knalleffekt erst erzielt wird, wenn Sie drunter wirklich nur blickdichte Dessous oder einen Body tragen.

Entdecken Sie in unserer Fotoshow nicht nur die schönsten Plastik-Looks von Dior und Co , sondern auch ausgewählte Plastik-Pieces zum Shoppen.

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