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Heisshunger-Attacke: Was hilft gegen fiese PMS-Gelüste?

am 18.12.2015 um 12:07 Uhr

Jede Frau kennt es: Unreine Haut, generelle Antriebslosigkeit und schrecklicher Heißhunger auf alles, was fettig, süß oder besonders ungesund ist. Die berühmten Tage vor den Tagen sind für viele Frauen der absolute Horror und führen nicht selten zu Frustessen und ungewollten Völlereien. Aber keine Sorge, Ladies! Rettung naht: Es gibt tatsächlich bestimmte Lebensmittel, die uns den fiesen PMS-Stress erleichtern und insgesamt für ein besseres Körpergefühl sorgen. Bevor Sie also gleich wieder in die Chipstüte greifen, versuchen Sie es doch einmal mit den folgenden Nasch-Tipps. Wie Sie Ihre PMS-Gelüste gekonnt austricksen, erfahren Sie hier und in unserer Bildergalerie.

Vor allem säurebildende, fettige und süße Lebensmittel entfachen während des Prämenstruellen Syndroms besondere Gelüste. Dabei sind es gerade diese Lebensmittel, die nur im ersten Moment wie eine Erfüllung wirken, aber eigentlich genau das Falsche sind: Sie verstärken die PMS-Symptome und lassen uns unzufrieden und frustriert zurück.

Hilfe, PMS!

Wenn eine Handvoll Chips und ein Stückchen Schokolade nicht mehr ausreichen, sondern es gleich die ganze Tüte sein muss, wir am liebsten Pizza zum Frühstück und Käsekuchen zum Abend essen würden, dann ist Gefahr im Vollzug – und zwar in Form von PMS. Circa drei von vier Frauen in Deutschland leiden unter dem Prämenstruellen Syndrom, vor allem in der Altersgruppe von Ende 20 bis Ende 40. Dann heißt es einmal im Monat mit Müdigkeit, Stimmungsschwankungen und Heißhunger klarkommen, weil die hormonellen Botenstoffe sowie der Serotoninspiegel im weiblichen Gehirn verrücktspielen.

Unfair ist das, aber wirklich ändern kann man es nicht. Was man aber tun kann, ist, das PMS mit ein paar gesunden Glücklichmachern regelrecht auszutricksen!

Wohlfühlen in nur 15 Minuten

Ja, wir wissen es so gut wie Sie: Wenn man einschlägiges PMS hat, dann ist Sport genau das letzte, was man machen möchte. Ist man sowieso ein kleiner Sportmuffel, dann fühlt man sich während der Tage vor den Tagen noch besonders schlapp und lustlos. Aber genau dann kann ein kleiner Ruck wahre Wunder wirken. Versuchen Sie einfach, einen moderaten Spaziergang in Ihren Tagesablauf einzubauen. Nur 15 Minuten Gehen durch den Park oder eine sanfte Yoga-Session auf dem Wohnzimmer-Teppich kann Krämpfen und Unwohlsein Abhilfe schaffen und von der vorherrschenden Pizza-Lust ablenken. Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie sich schweißtreibenden Cardio-Übungen hingeben. Behalten Sie einfach im Hinterkopf: Mit nur einer Viertelstunde leichter Bewegung haben Sie es selbst in der Hand, sich schnell besser und wohler in Ihrer Haut zu fühlen.

Was tun, wenn die Gelüste anklopfen?

Eigentlich heißt es ja, man sollte sich seinen Gelüsten hingeben, denn der Schlüssel zu einer ausgewogenen Ernährung liege stets in der Balance. Deshalb solle man, wenn man eben Lust auf Schokolade, Chips oder Eis hat, sich die Leckerei einfach ‚gönnen‘ – solange man sich nicht gleich die ganze Tafel einverleibt! Das Problem mit dem PMS ist doch aber, dass man sich in diesem Fall gerade nicht unter Kontrolle hat! Nur ein kleines Stück Schokolade essen und den Rest weglegen? Eine Handvoll Chips naschen und dann die Tüte zumachen? Unmöglich!

Sollte dies auch bei Ihnen der Fall sein, dann ist es eben nicht ratsam, sich mit einer kleinen Portion der sündigen Lebensmittel auf den Geschmack zu bringen und erst vollends reinzuhauen. Wir empfehlen hier eher, sich von Chips, Karamell und Vollmilchschokolade fernzuhalten, bis man sich wieder halbwegs unter Kontrolle hat. Wir wären aber nicht so streng mit Ihnen, hätten wir nicht auch gleich ein paar tolle Alternativen für Sie parat:

Dunkle Schokolade mit Meersalz

Eine idealer Ersatz, wenn Sie Heißhunger auf Vollmilchschokolade oder einen süß-salzigen Snack haben. Der Kakaogehalt Ihrer dunklen Schokolade sollte jedoch mindestens 70 Prozent betragen!

Wieso? Weil dunkle Schokolade Flavanole enthält! Das sind natürlich vorkommende Pflanzenwirkstoffe aus der Familie der Flavonoide. Diese Flavanole wirken als starke Antioxidantien positiv auf das Herz-Kreislauf-System und tun gerade bei PMS richtig gut, für Leib und Seele.

Grünkohl-Chips

Heißhunger auf salzige Chips und fettige Nachos? Dann haben wir die perfekte Alternative für Sie: Grünkohl-Chips! Wenn Sie einmal diesen gesunden und leckeren Snack probiert haben, dann werden Sie die fettigen Varianten erst gar nicht mehr vermissen. Und das Gute dabei: Sie können von den knusprigen Grünkohl-Chips eine XXL-Ladung essen und müssen kein schlechtes Gewissen haben.

Sie brauchen: Geputzten und in Chipsgröße gerupften Grünkohl (für 1 Blech ca. 100 Gramm), einen Esslöffel Olivenöl, etwas Meersalz und natürliche Hefeflocken (bekommt man im Bio-Supermarkt)!

So geht’s: Geben Sie den Grünkohl in eine Schüssel, vermischen Sie ihn mit dem Öl und Salz, bis dieser vollständig bedeckt ist. Legen Sie die Chips nun auf einem Backblech aus und bestreuen Sie sie dünn mit Hefeflocken für einen käsigen Geschmack. Die grünen Chips kommen dann für circa 10 Minuten bei 180 Grad in den Backofen.

Letzter Schritt? Ordentlich reinhauen und naschen ohne schlechtes Gewissen!

Reife Bananen (mit Betonung auf r e i f)

Warum haben Bananen heute so einen negativen Ruf? Das haben die paar zusätzlichen Kalorien gar nicht verdient, denn gerade das gelbe Obst ist ein regelrechtes Wundermittel für diejenigen, die während des PMS unter Bauchkrämpfen und Wassereinlagerungen leiden. Wieso? Weil das enthaltene Kalium und Magnesium sehr effektiv gegen Krämpfe, Heißhungerattacken und Blähungen hilft. Das ist aber noch lange nicht alles: Bananen enthalten darüber hinaus reichlich Vitamin B: Dieses ist stimmungsaufhellend und dämmt sogar Müdigkeit und Stimmungsschwankungen ein. Unser Leitsatz daher: Essen Sie mehr Bananen, aber nur die reifen!

Wieso? Je reifer die Banane ist, desto süßer schmeckt sie. Das liegt daran, dass unreife Bananen besonders viel Stärke enthalten, also langkettige Kohlenhydrate, die aus mehreren einfachen Zuckermolekülen bestehen. Reife Bananen erkennt man daran, dass sie mit ein paar braunen Stellen bedeckt sind. Sie enthalten auch noch kaum Stärke, denn diese Moleküle sind durch das Reifen zu einfachen Zuckermolekülen geworden. Der Clou ist, dass unser Körper die reifen Bananen viel besser verdauen kann. Die Stärke in den unreifen Bananen führt hingegen zu Verdauungsproblemen, Blähungen und Verstopfungen.

Achten Sie also gerade, wenn Sie an PMS leiden, unbedingt darauf, dass Ihre Bananen vollreif sind.

Hunger bekommen? Dann sagen Sie Ihrem PMS den Kampf an! Finden Sie diese und noch weitere Lebensmittel, die bei Heißhungerattacken helfen können, in unserer Bildergalerie.

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