Beauty-Tipps

Porexie: Die Angst vor grossen Poren als neueste Beauty-Sorge

Lange waren Falten die Beauty-Sorge Nummer Eins für viele Frauen: Gerade mit zunehmendem Alter nimmt der Kampf gegen die Zeichen der Zeit für viele dramatische Züge an. Um die Hautalterung möglichst lange aufzuschieben, wird panisch mit Beauty-Produkten wie Anti-Falten-Cremes, speziellen Massagen, Peelings oder sogar Botoxinjektionen dagegen angecremt, -geknetet, -geschrubbt oder injiziert. Jetzt gibt es eine neue Sorge, die Beauty-Fetischisten plagt und die bisher neben den gefürchteten Falten eher eine Randstellung inne hatte: Die Angst vor großen Poren, „Porexie“ genannt. Erfahren Sie hier und in unserer Fotoshow, was es mit diesem neuen Beauty-Trend auf sich hat.

Poren sind die neuen Falten: Der perfekte, feinporige Teint ist für viele Frauen mindestens genauso wichtig wie die ständige Faltenbekämpfung. Dabei gibt es viele Mittel und Wege, um großen Poren im Gesicht den Kampf anzusagen.

Porexie: Ein Begriff, eine Angst

Natürlich sind vergrößerte Poren allgemein nicht besonders ansehnlich, doch manche Beauty-Junkies sind regelrecht versessen darauf, einen perfekten und ebenmäßigen Teint zu erzielen. Dadurch entstand unter US-Bloggern der etwas parodistische Kunstbegriff „Porexie“, der die Angst vor großen Poren beschreibt, die gerade in den Vereinigten Staaten unter Frauen als neueste Beauty-Sorge um sich zu greifen scheint.

Die Gründe für vergrößerte Poren

Doch woher kommen eigentlich die lästigen, vergrößerten Poren, die im Gesicht genauso störend sind wie die ersten oder nicht mehr ganz ersten Fältchen? Das grundlegende Problem ist eine übermäßige Talg-Produktion in den Drüsen-Kanälen unterhalb der Poren. Schuld daran ist oftmals etwas, wofür frau gar nichts kann: Die genetischen Voraussetzungen und hormonellen Schwankungen, die das Hautbild beeinflussen und bestimmen. Die Haut kann daher, je nach Hauttyp, schnell zu oberflächlichen Verhornungen neigen. Die abgestorbenen Hautzellen und zu viel Talg können die Poren dann verstopfen, wodurch sich diese zwangsweise dehnen müssen und größer erscheinen. Auch das Alter spielt natürlich eine Rolle: Je jünger und somit praller die Haut ist, desto kleiner sind in der Regel auch noch die Poren. Bei erschlaffter Haut haben die Poren mehr Freiraum, um sich auszudehnen. Wegen all dieser Faktoren ist es wichtig, die Haut regelmäßig von Talg, Hautschüppchen und Mitessern zu befreien und richtig zu pflegen, um eine weitere Ausdehnung der Poren zu verhindern.

Kosmetische Weichzeichner

Der Porexie und dem eigentlichen Problem, also den vergrößerten Poren, kann mit verschiedenen, kosmetischen Mitteln entgegengewirkt werden. Dazu dienen zum Beispiel sogenannte „Blurring“-Methoden, also quasi Weichzeichner für die Haut in Form von Make-up und Co., die vergrößerte Poren optisch kaschieren können. Dazu greift frau auf Beauty-Produkte mit Inhaltsstoffen wie zum Beispiel Silikon zurück, die Unebenheiten im Gesicht auffüllen und somit optisch eine gewisse Zeit verschwinden lassen. Mattierende Foundations können ebenfalls helfen, große Poren zeitweise abzudecken und zu verstecken.

Professionelle Beauty-Treatments

Wer effektiv etwas gegen große Poren unternehmen möchte, anstatt sie nur abzudecken, der kann sich auch in die Hände einer Kosmetikerin oder eines Dermatologen begeben. Eine Behandlungsmöglichkeit ist beispielsweise das Micro-Needling. Dabei werden mithilfe eines stiftähnlichen Rollers, der am Ende mit feinen Nadeln besetzt ist, kleinste Löcher in die Haut gepiekt. Das klingt zunächst einmal paradox, soll aber in Kombination mit speziellen Säuren, die in die Löcher gegeben werden, die Hauterneuerung stimulieren. Somit soll die Gesichtshaut praller und die Poren gleichzeitig schmaler werden. Die Kosten für eine solche Behandlung sind je nach benötigter Zeit und Größe der Gesichtspartie sehr unterschiedlich und können etwa zwischen 75 und 450 Euro pro Sitzung liegen.

Do-it-yourself-Strategien

Seiner Haut längerfristig auf die Sprünge helfen kann man aber auch von zu Hause aus. Mit elektrischen Bürsten speziell für die Gesichtshaut kann diese massiert und das Gewebe stimuliert werden. Die Haut wird tiefengereinigt und gleichzeitig angeregt, um sich schneller zu regenerieren und rosig zu strahlen. Neben solchen mechanischen Helfern sollte man im Kampf gegen große Poren auch noch einige Pflege-Tipps beachten. Denn hier lautet die Devise: Weniger ist mehr. Peelen Sie nicht tagtäglich und zu stark, denn so reizen Sie Ihre Haut nur und trocknen Sie aus. Dann ist der Talg zwar kurzfristig komplett verschwunden und Ihre Poren befreit, doch die Natur wird Sie wieder einholen, denn nun arbeiten die Talgdrüsen erst recht auf Hochtouren, um die Haut wieder zu regenerieren und zurück zu fetten. Greifen Sie daher beispielsweise lieber zu einer adstringierenden, also einer die Haut zusammenziehenden Lotion, die das Erscheinungsbild der Poren verbessert. Zu guter Letzt können Sie noch Cremes verwenden, die Ihre Haut mit Feuchtigkeit versorgen und sie mit Hyaluronsäure oder ähnlichem sanft, statt radikal entfetten. Mit diesen Tipps können die Poren dann hoffentlich in Schach gehalten werden und eine regelrechte Porexie vermieden werden.

In unserer Bildergalerie haben wir für Sie nochmal die wichtigsten Fakten, Beauty-Tipps und Produkte gegen große Poren zusammengestellt.

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