Zurück in die 40er Jahre mit Prada!

am 06.10.2013 um 14:57 Uhr

Brigitte Bardot sagte einst: „Die Mode ist vielleicht keine Waffe der Frau, aber sie liefert ihr wenigstens die Munition.“ Kein anderes Jahrzehnt spiegelte dies so gut wieder wie die 40er Jahre mit Ikonen wie Rita Hayworth, Ginger Rogers und Ingrid Bergman. Miuccia Prada ließ sich von dieser eleganten und weiblichen Ära für die Herbst/Winter-Kollektion 2013/14 des Luxus-Labels inspirieren und beschert uns stillvoll düstere Looks, bei der Nostalgie und Modernität Hand in Hand gehen. Wir haben uns für Sie diese wunderbare Kollektion genauer angesehen.

Prada verzaubert mit umwerfenden It-Pieces wie Swing-Pelzjacken, Woll-Mänteln mit gerafften Stulpenärmeln und mit Gürteln akzentuierte Röcken mit teilweise asymmetrischen Säumen, die von der Taille abwärts mühelos schwingen und bis kurz über das Knie reichen.

Introducing the Look

Die 40er Jahre waren ein Tanz zwischen Fantasie und Tragik. Während der Krieg in vollem Gange war, suchten die Menschen in Filmen wie „Casablanca“ und „Notorious“ Ablenkung und Trost. Somit erlangten Hollywood-Darstellerinnen wie Rita Hayworth über Nacht Kultstatus und beeinflussten die Mode unwiderruflich. Neben den Film-Ikonen bestimmte auch Modeschöpfer Christian Dior die weibliche Eleganz und begeisterte mit einer schmalen Taille, eng anliegenden Oberteilen und voluminösen, weit schwingenden Röcken Frauen weltweit. Doch neben Diors „New Look“ war auch der französische Designer Pierre Balmain einer der einflussreichsten Modeschöpfer jener Zeit.

Die 40er auf Prada

Miuccia Prada übernahm die für die 40er Jahre typischen Silhouetten, die den Fokus auf die Taille und Hüfte legten, und spielte mit den praktischen Aspekten der Mode während der Krieg- und Nachkriegszeit, als die Stoffe knapp wurden und die Damenmode funktionaler werden musste; verwoben mit dem romantischen Wunschdenken jener Jahre, ein pompöses Leben zu führen, wie die Hollywood-Diven es taten – Röcke in Midilänge, bescheidene Wolle und unmissverständlich karge Strickjacken treffen hier auf tiefschwarze, mit Pailletten bestickte Looks, Metallic-Elemente in Gold und Silber und luxuriöses Krokodil-Leder. Romantische, pastellige Nuancen treffen auf düsteres Grau, Dunkelbraun und Schwarz und erinnern zum einen an die Heldinnen aus Hitchcocks Filmen, zum anderen an eine feinfühlige und omnipräsente Ingrid Bergman.

Es wäre jedoch nicht Prada, wenn hier nicht mit Gegensätzen gespielt werden würde. Die makellose Eleganz der 40er Jahre wurde mit salopp wirkenden Outfits gebrochen, die aussahen, als hätten die Models diese im Dunkeln oder in Eile angezogen. Retro-Looks mit Retro-Make-up paaren? Doch nicht bei Prada! Hier stolzierten die Models in verwegenen Wet-Hair-Looks mit sanft verschmierten Beeren-Lippen und Mascara, die den Undone-Flair unterstrichen, über den Laufsteg.

Diese, nennen wir sie „Undone-ness“ der Kollektion versprühte ungestüme und unverfälschte Sexyness – hier sehen wir zweifellos eine Prada-Frau, kein Mädchen. Reif, stark, zielstrebig und dennoch zerbrechlich und zugänglich. Die neue, 40er Jahre inspirierte Prada-Kollektion finden Sie auch in unserer Fotoshow.

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