Taufe von Prinz George

Endlich getauft: Ein großer Tag für den kleinen Prinz George

am 23.10.2013 um 14:31 Uhr

Der kleine Prinz George war bisher nur ein einziges Mal öffentlich zu sehen, und zwar beim Verlassen der Geburtsklinik. Später gab es noch ein Foto von ihm und seinen Eltern – das war es bislang. Nun wird er getauft – ein bedeutsamer Tag für den kleinen Thronfolger und die britische Monarchie. 

Denn sollte sich am Stand des Königshauses nichts ändern und auch sonst alles nach Plan laufen, wird George eines Tages König werden. Damit wird er als weltliches Oberhaupt und “Verteidiger des Glaubens” an der Spitze der anglikanischen Kirche von England stehen.

Zudem wird heute etwas passieren, das es seit 1894 nicht mehr gab: Ein regierender Monarch und seine drei Nachfolger werden auf einem Foto versammelt sein, wenn Queen Elizabeth II., ihr Sohn und Thronfolger Prinz Charles (64), ihr Enkel und Zweiter der Thronfolge Prinz William (31), und ihr Urenkel Prinz gemeinsam vor die Kamera treten. Zuletzt war das vor fast 120 Jahren bei der Taufe des künftigen Edward VIII. der Fall, Queen Victoria war als Uroma mit auf dem Bild. Für diesen besonderen Moment haben Georges Mutter, die britische Herzogin Kate, und Prinz William den Starfotografen Jason Bell engagiert.

Zeremonie im engsten Familienkreis

Bei der Taufe im engsten Familienkreis werden neben Kate und William die Königin und ihr Ehemann Prinz Philip, Prinz Charles und seine Camilla, Prinz Harry, Kates Eltern Carole und Michael Middleton sowie ihre Schwester Pippa anwesend sein. Mit der Zeremonie wird der inzwischen drei Monate alte George von dem geistlichen Oberhaupt Justin Welby, dem Erzbischof von Canterbury, in die anglikanische Kirche aufgenommen.

In der königlichen Kapelle von St. James wurde zuletzt im Dezember 1988 Williams Cousine Prinzessin Beatrice getauft. Sowohl die Queen als auch Charles und William wurden im Buckingham-Palast getauft. Die Kapelle in St. James stand zuletzt im öffentlichen Interesse, als dort 1997 Williams und Harrys Mutter Diana nach ihrem Unfalltod in Paris aufgebahrt wurde.

Spekulationen um Taufpaten

Viele Spekulationen gab es bis zuletzt über mögliche Taufpaten für George. Buchmacher erwarteten, dass William und Kate sich gemäß ihres eher modernen Ansatzes für Freunde aus ihrer Universitäts-Zeit statt für Königshaus-Mitglieder entscheiden könnten. Und sie sollten recht behalten.

Wenige Stunden vor der Taufe des kleinen Prinz George gab der Kensington Palast endlich offiziell die Namen der Paten bekannt. Zara Tindall, Cousine von Prinz William und Enkelin der Queen, ist die prominenteste von sieben Paten, die am Nachmittag die Taufe des kleinen Prinz George bezeugen sollen. Die 32 Jahre alte Tochter von Prinzessin Anne erwartet gemeinsam mit ihrem Ehemann Michael selbst ein Kind.

Freunde aus der Schulzeit

Neben der Weltklasse-Reiterin Tindall werden auch Oliver Baker, ein früher Studienfreund von Prinz William und Kate, Emilia Jardine-Paterson, eine Schulfreundin von Kate sowie Jamie Lowther-Pinkerton, ein ehemaliger Privatsekretär des Paares, für den kleinen Prinzen Pate stehen. 

Außerdem werden Julia Samuel (eine enge Freundin von Williams Mutter Diana), William van Cutsem (ein Freund Williams seit Kinderzeiten) sowie Earl Hugh Grosvenor die Patenschaft übernehmen. Prinz Harry und Pippa Middleton, die ganz oben auf der Liste der möglichen Taufpaten standen, wurden demnach nicht berücksichtigt.

Mit Wasser aus dem Jordan getauft

Wie schon vor den Feierlichkeiten bekanntgegeben wurde, wird der kleine Prinz mit Wasser aus dem Jordan getauft, das zuvor in ein silbernes Becken gefüllt wird. Bei der Zeremonie trägt er die Replik eines historischen Taufkleids. Das seit der Taufe von Königin Victorias ältester Tochter Victoria im Jahr 1841 getragene Original aus Seide und Spitze wurde 2004 aus dem Verkehr gezogen, um es zu schonen. Die Nachbildung kam erstmals 2008 bei der Taufe von Williams Cousin Prinz James zum Einsatz.

In seinen drei Lebensmonaten hat Prinz George schon so einiges ausgelöst: Allein die Ankündigung seiner Existenz und der Schwangerschaft seiner Mutter zog im Dezember 2012 einen Medientornado nach sich. Als er am 22. Juli 2013 zur Welt kam, folgte eine Belagerung des Krankenhauses. Mittlerweile hat ihn die Zeitung “Evening Standard” zum “einflussreichsten Menschen in London” ernannt, weil er der “wichtigste weltweite Botschafter” für die Stadt sei.

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