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Weniger ist Mehr: Detox für den Kleiderschrank

„Ich habe einfach nichts anzuziehen!“ Ein Satz, den jede Frau bestens kennt. Haben Sie aber schon einmal darüber nachgedacht, dass das eventuell daran liegen könnte, dass Sie zu viele Klamotten haben? Die Kleiderstange biegt sich schon durch, die Schubladen quellen über, aber trotzdem hat man das Gefühl, man hätte einfach nichts anzuziehen. Sie kennen das Dilemma? Dann wird es nun höchste Zeit für einen Kleiderschrank-Detox mit dem „Project 333“! Erfahren Sie hier und in unserer Bildergalerie , was sich hinter diesem mysteriösen Namen verbirgt.

Angeblich verbringt eine Frau 287 Tage ihres Lebens damit, sich vor dem Kleiderschrank zu fragen: Was zieh ich bloß an? Ziemlich viel Zeit, oder? Um dann einfach nur zu dem Schluss zu kommen, dass man ohnehin nichts anzuziehen hat, ist diese Lebenszeit viel zu kostbar. Wir sind also bereit für neue Strategien, die uns Zeit und Nerven sparen.

„Project 333“: Der Detox für den Kleiderschrank

Auch die US-Amerikanerin Courtney Carver verzweifelte regelmäßig vor ihrem Kleiderschrank und befand sich in dem gleichen Kreislauf wie die meisten Frauen: Man hat das Gefühl niemals genug Klamotten im Schrank hängen zu haben, dabei quillt er über. Und trotzdem ist man ständig so unglücklich mit dem, was da hängt, dass man immer wieder shoppen geht und noch mehr Kleidung anschleppt. Eines Tages hatte Carver endgültig genug davon und entschied sich dafür, etwas in ihrem Leben zu verändern. Aus dieser Entscheidung wurde das „Project 333 – Simple is the new black“ – eine Idee, die auf dem Grundsatz „Weniger ist mehr“ beruht und einen harten Detox für jeden Kleiderschrank bedeutet. Mittlerweile hat das Projekt unzählige Anhänger weltweit und machte Carver als Minimalismus-Vertreterin und Autorin weltberühmt.

Wie geht die Kleiderschrank-Diät?

„Project 333“ ist eine minimalistische Fashion-Challenge, die einen dazu auffordert, sich drei Monate lang mit nur 33 Kleidungsstücken zu kleiden. Man sucht sich 33 Teile aus Klamotten, Schuhen, Jacken, Accessoires und Schmuck aus – alles außer Sportklamotten, Unterwäsche, Schlafsachen und der Ehering zählt. Diese ausgesuchten 33 Pieces trägt man dann die nächsten drei Monate. Die Sachen, die man während der Zeit nicht anzieht, muss man natürlich nicht unbedingt weg werfen, aber auf jeden Fall außer Sichtweite packen. Nach drei Monaten kann man dann eine neue „Capsule Kollektion” für die nächste Saison zusammenstellen.

Do or Don’t: Der Kleider-Detox

Auch, wenn die Auflage zunächst hart klingt – nur 33 Pieces in drei Monaten – ist die Challenge auf jeden Fall einen Versuch wert. Warum? Weil uns das „Project 33“ unsere Beziehung zu Mode, Konsum und Besitz im Allgemeinen überdenken lässt und Fragen aufwirft wie: Brauche ich wirklich so viele Pieces? Oder kann ich lernen, dass man gar nicht so viele Klamotten braucht, um gut auszusehen und glücklich zu sein? Mit weniger Kleidung lässt es sich leichter leben, man hat mehr Freiraum. Die wenigen Pieces, die man besitzt und wirklich mag, kann man wieder richtig zu schätzen lernen. Außerdem verschwendet man viel weniger wertvolle Lebenszeit vor einem übervollen Kleiderschrank. Wenn das mal keine guten Argumente sind…

Fazit: Ob man sich auf „Project 33“ einlassen kann oder nicht, ist natürlich eine ganz persönliche Entscheidung. Sicherlich gibt es genug Frauen, die vor der Challenge kapitulieren oder für sich selbst entscheiden, dass das nichts für sie ist. Aber das Gute an „Project 33“ ist eben, dass es nur ein ‚Experiment‘ ist. Man kann drei Monate lang herausfinden, wie es seine Einstellung zu den vielen Klamotten verändert. Es muss ja nicht für immer sein. Drei Monate sind lang genug, um etwas über sich selbst zu lernen. „Project 333“ kann außerdem in erster Linie auch beim Ausmisten helfen und den Anstoß geben, sich von Zeug zu trennen, das man sowieso nicht mehr trägt.

Entdecken Sie in unserer Bildergalerie nun Impressionen zum Thema „ Detox für den Kleiderschrank “. Hier bekommen Sie außerdem wertvolle Tipps für einen zu kleinen Kleiderschrank.

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