Exklusiv-Interview

Exklusives Interview: Rebecca Mir über Trends, ihren Job und „Germany’s next Topmodel“

am 22.01.2015 um 11:19 Uhr

Fashion Week: Models, Redakteure, Designer, Stylisten und andere Modebegeisterte treffen mal wieder zusammen, um sich über die neuesten Trends der Szene auszutauschen. Unter ihnen selbstverständlich auch Rebecca Mir, die sich mittlerweile als fester Bestandteil der Berliner Modewoche etabliert hat. Uns stand die sympathische Strahlefrau im desired.de-Interview Rede und Antwort zu allen Fragen rund um ihre Karriere, Mode und das eine oder andere typische Frauen-Thema. Was Mode für Rebecca Mir bedeutet und wie sehr sie ihre Zeit bei „Germany’s next Topmodel“ für ihre Karriere geprägt hat, das lesen Sie hier und in unserer Fotoshow .

Sie ist Moderatorin und Model, kann zudem tanzen und ist immer gut drauf. Was kann Rebecca Mir eigentlich nicht und welche Zukunftspläne hat das Allroundtalent? Im exklusiven desired.de-Interview verrät sie uns all das und noch mehr.

Die Fashion Week ist in vollem Gange. Was bedeutet diese nervenaufreibende Woche eigentlich für dich als Model?

„Ich finde es erstmal sehr schön, dass Deutschland seine eigene Fashion Woche hat. Die Berlin Fashion Week breitet sich immer weiter aus und kann sich mittlerweile auch im Vergleich mit anderen Modewochen behaupten. Dazu kommt, dass ich natürlich sehr Fashion-begeistert bin, ich liebe Mode, Lifestyle und coole Street-Looks. Auf der Fashion Week trifft dann eben all das zusammen, die Leute machen sich schick und laufen in coolen Looks über den roten Teppich, man kann sich einfach unheimlich viele Inspirationen holen.“

Lässt du dich nur von den Streetstyles oder auch von den Entwürfen, die du selbst auf dem Laufsteg trägst, inspirieren?

„Auf jeden Fall auch von den Show-Entwürfen. Manchmal lasse ich mir die Teile, die ich selbst trage, sogar vorreservieren. Wenn ich als Gast auf einer Modenschau bin, habe ich noch mehr Zeit, mir die Mode konzentriert anzuschauen und mich in das eine oder andere Teil zu verlieben.“

Bei welchem Designer wärst du gern einmal als Gast eingeladen?

„Das ist schwer, ich war schon bei sehr vielen. Lass mich kurz überlegen … Dolce & Gabbana! Ich liebe deren Mode und würde mich freuen, diese als Gast anzuschauen oder sogar als Model zu präsentieren, vor allem, weil sie immer so tolles Make-up- und Haar-Styling haben.“

Hast du selbst auch viele Entwürfe von Dolce & Gabbana in deinem Kleiderschrank oder wie gestaltet sich dein Alltagslook am ehesten?

„Nein, in meinem Kleiderschrank habe ich weniger Klamotten von Dolce & Gabbana. Im Alltag trage ich sowieso am liebsten Jeans und eine legere Bluse. Auf dem Red Carpet sind meine Looks wild gemixt. Dadurch, dass mein Freund auch designt, trage ich natürlich viele Kleider von ihm.“

Was hast du immer in deiner Handtasche – egal, ob auf dem roten Teppich oder in der Freizeit?

„Lippenbalsam. Ich werde sehr oft mit Lippenstift zugekleistert, dadurch werden die Lippen immer so furchtbar trocken – da macht sich so ein Balsam schon ganz gut. Gegensätzlicher Weise ist aber auch ein roter Lippenstift oft mit an Bord, der allerdings selten eingesetzt wird und ganz wichtig auch eine Nagelfeile.“

Welches Trend-Piece hätte in diesem Jahr die Chance, zu deinem Lieblingsteil zu werden?

„Ich mag Stift-Röcke wahnsinnig gerne, die von der Taille bis zu den Knien gehen und körperbetont geschnitten sind. Die haben es mir für dieses Jahr angetan. Gerade habe ich so ein ganz schickes Teil in Kroko-Optik. Natürlich nicht echt. Das fühlt sich total witzig an und ist nicht nur ein langweiliger Print, sondern ein Muster mit cooler Struktur.“

Welchen Klassiker würdest du niemals hergeben?

„Meine absoluten Klassiker sind definitiv Jeans, davon habe ich aber mindestens 20 verschiedene in meinem Kleiderschrank – die werden mir also niemals ausgehen.“

Und von welchen Trends kannst du dich ruhigen Gewissens verabschieden?

„Ich fand High Heels mit Plateau immer super, weil die so bequem sind. Aber mittlerweile mag ich das nicht mehr so gern. Man kann sie selbstverständlich noch tragen, aber mein Fashion-Highlight sind High Heels mit Plateau nicht.“

Genug von Mode erzählt, kommen wir zu deiner Karriere: In diesem Jahr steht das 10. Jubiläum von „Germany’s next Topmodel“ an. Wie sehr hat dich diese Sendung als erfolgreiches Model geprägt?

„Mit dieser Sendung hat alles angefangen, sie war natürlich mein Sprungbrett. Die Zeit hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich konnte bei meiner weiteren Karriere sehr von ihr zehren. Allerdings denke ich, dass ich mich in den letzten Jahren insofern weiterentwickelt habe, dass man es tatsächlich nur noch als Sprungbrett sehen sollte. Ich modele natürlich immer noch, lege allerdings mittlerweile viel Wert auf meine Moderations-Karriere.“

Heißt das, dass wir dich als Model immer weniger sehen werden?

„Nein, nein. Ich habe noch sehr viele Shootings und bin auch während der Fashion Week total eingespannt. Aber auch das Moderieren macht mir unheimlich viel Spaß, diesen Weg möchte ich noch weiter gehen, mich weiter in dieser Richtung ausbilden. Die Mädels beim Finale von ‚Germany’s next Topmodel‘ beispielsweise selbst zu interviewen, ist doch super.“

Also sehen wir dich beim 10. Jubiläum wieder?

„Das kann ich noch nicht beantworten.“

Das lassen wir mal im Raum stehen. Hilfst du den Gewinnerinnen dann auch mit Tipps weiter, wie Sie Erfolg in der Branche haben können?

„Meist ist es so, dass ich auf der Fashion Week ein paar Mädels treffe, auch die aus der aktuellen Staffel. Die Mädels sind noch so frisch in der Branche, dass sie leicht unbeholfen sind und sich doch ganz gerne ein paar Tipps von mir abholen. Das ist total verständlich. Ich habe das Ganze ja schon einmal in irgendeiner Art und Weise durchlebt und helfe ihnen dann natürlich sehr gerne.“

Kein Konkurrenzkampf?

„Nein, überhaupt nicht. Das sind eher freundschaftliche Begegnungen. Ich bin kein eifersüchtiger Mensch.“

Du bist hilfsbereit, du modelst und moderierst. Gibt es eigentlich etwas, was du nicht kannst?

„Oh, na klar. Ich bin sehr ungeduldig, was Technik angeht. Wenn mein Computer nicht funktioniert, möchte ich ihn aus dem Fenster schmeißen. Zum Glück hab ich da meinen Mann, der mir Zuhause weiterhilft.“

Wie sieht es mit der Optik aus, gibt es da Makel an dir selbst?

„Ich glaube, dass jede Frau Makel an sich findet. Viel wichtiger ist doch aber, dass man diese irgendwann auch akzeptiert, die gehören ja nun einmal zu einem. Ich habe beispielsweise sehr viele Narben, weil ich früher mit meinem großen Bruder herumgetollt und nie aufgepasst habe. Na klar wünscht man sich diese Makel manchmal weg, aber meist stecken ja auch Geschichten dahinter. Man muss sich schlicht und einfach mit seinen Makeln anfreunden.“

Also versteckst du deine Narben nicht?

„Nein, das geht auch gar nicht. Ich hab zum Beispiel eine mitten auf der Stirn oder am Kinn, die sind gar nicht so leicht zu verstecken.“

Wir danken Rebecca Mir für dieses sehr sympathische Interview und zeigen Ihnen das Allroundtalent in unserer Fotoshow in Aktion.

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