Interior

Möbel mit Vintage-Charme: Das Retro-Revival in den eigenen vier Wänden

am 04.09.2015 um 15:54 Uhr

Wir schwimmen derzeit auf einer Retro-Welle: Nicht nur in der Mode werden die sechziger und siebziger Jahre gerade ausgiebig zelebriert, auch in Sachen Interior versetzen uns Designer in vergangene Jahrzehnte zurück. Denn auch bei Möbeln und Wohn-Accessoires liegen Retro-Looks absolut im Trend. Was den Einrichtungstrend damals und in seiner heutigen Aufmachung ausmacht und mit welchen Key-Pieces Sie Ihre Wohnung jetzt im Vintage-Look ausstatten können, erfahren Sie hier und in der Bildergalerie .

Nicht nur Fans des aktuellen Seventies-Modetrends und der Fernsehserie „Mad Men“ werden sich über diesen Möbeltrend freuen: Die fünfziger bis siebziger Jahre leben derzeit in unseren eigenen vier Wänden auf. Erinnern wir uns zurück: Was machte den Einrichtungsstil dieser Zeit eigentlich aus?

Möbel-Historie: Die Charakteristika von Retro-Möbeln

Der aktuelle Nostalgie-Trend im Interior-Bereich widmet sich, wie gesagt, vor allem den drei Jahrzehnten der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. Damals florierte das Feld des Möbel-Designs und war von besonderer Kreativität und Experimentierfreudigkeit in Sachen Formen, Farben und Materialien geprägt.

Typisch für den Stil sind beispielsweise abgerundete Formen, die sich bei Klassikern wie dem Nierentisch oder geschwungenen Club-, Cocktail- und Ohrensesseln bemerkbar machen. Auch geometrische Figuren wie Kugeln und Kegel wurden in der Einrichtung verwendet, zum Beispiel bei Lampen oder anderen, kleinen Deko-Elementen. Dadurch entstand auch eine ungewohnt futuristische Optik.

Unterstützt wurde das zukunftsweisende Design durch den Siegeszug von Kunst- und Schaumstoff als Material für Tische und Sitzgelegenheiten. Denken Sie zum Beispiel an den ikonischen „Panton Chair“, der aus einem Guss Plastik in geschwungener Form gefertigt wurde, oder an aufblasbare Sessel sowie Sitzsäcke mit Styroporkügelchen als Füllung. Als natürliches Kontrastprogramm war jedoch auch Holz, vor allem dunkles Teak und heimische Sorten wie Buche und Eiche, absolut gefragt bei Möbelstücken. In den Fünfzigern kamen Formholzmöbel aus dünnen, gebogenen Holzplatten als Trend groß raus. An Kommoden, Vitrinen, Tischen und Sofas waren dünne, schräg verlaufende Holzbeine typisch. Auch Plattenspieler wurden gerne in Holz gehüllt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Einfachheit und Funktionalität gleichermaßen im Vordergrund standen und komplizierte, detailreiche Designs eher selten zu sehen waren.

Farblich ging es in diesen Jahrzehnten rund und der Pop-Art-Einfluss war deutlich zu erkennen. Dezente Cremenuancen wechselten sich mit hellen Pastelltönen und kräftigen Farben ab. Die bunten Farben gab es vor allem bei Teppichen, Vorhängen, Kissen und kleinen Deko-Accessoires als schöne Akzente zu sehen. Auch grafische Muster waren ein Must-have und auf vielen Stoffen vertreten.

Moderne Interpretationen des Retro-Chics

Die Rückbesinnung auf diesen Vintage-Stil bedeutet natürlich nicht, dass die Möbel von damals haargenau kopiert werden. Stattdessen vermischen sich moderne Einflüsse mit den Retro-Designs von damals. So sind 2015 beispielsweise Leder, Stein und Metall als Material und gedeckte Farben wie Grau, matte Blautöne und dunkle Braunnuancen angesagt. Diese werden mit der charakteristischen Optik der Vintage-Möbel verbunden, wodurch diese in zeitgenössischer Optik erscheinen, ohne ihre ursprüngliche Design-DNA zu verlieren.

Wenn Sie sich nun auch Retro-Flair in Ihre Wohnung holen wollen, dann klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie und entdecken Sie die schönsten Möbel und Wohn-Accessoires mit nostalgischem Charme .

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