Konzert

“Swings both ways”: Robbie Williams swingt sich in alle Herzen

am 30.05.2014 um 17:54 Uhr

„Das Wetter in Berlin ist scheiße!“, schrie Mr. Robert Peter Williams seinem Publikum nach den ersten Songs entgegen. Aber zum Glück hatte der Entertainer sich für seine lang ersehnte Swing-Tour die O2 World ausgesucht. Eine Open-Air-Location hätte bei diesem Schiet-Wetter, wie die Norddeutschen so schön zu sagen pflegen, sicher auch mächtig auf die Stimmung geschlagen. Aber die war zum Glück bombastisch, was vor allem auch daran lag, dass der „geborene Entertainer“ seinem Ruf wieder einmal mehr als gerecht wurde. desired.de war für Sie vor Ort und hat sich mächtig vom Swing-Fieber anstecken lassen – unserem Erfahrungsbericht können Sie hier und in der Fotoshow folgen.

Eine Prise Selbstironie, eine noch größere Klappe und das Talent, die ausverkaufte O2 World innerhalb von nur fünf Minuten komplett um den Finger wickeln zu können. Selbst vorher nur wenig begeistert grummelnde Männer hielt es nach den ersten Takten nicht mehr auf den sorgfältig ausgesuchten Sitzplätzen. Robbie Williams hat wieder einmal allen bewiesen, dass er nicht nur der King of Pop, sondern auch der King of Swing ist.

That’s Amore

Liebe, ja die spürt man in den mehr als zwei Stunden Konzert-Ereignis nicht nur beim Erklingen des Dean-Martin-Klassikers. Ganz viel Liebe auf der Seite von Mr. Williams, der sich schon in den ersten drei Minuten so von Herzen verausgabt, dass ihm der Schweiß das Gesicht herunter rinnt (und der sich wohl insgeheim schon auf die 20-minütige Pause freut) und noch mehr Liebe beim Publikum, das sich nach und vor jedem Song die Seele aus dem Leib schreit. Robbie Williams gibt alles – rennt, springt, legt sich hin, kniet, steht wieder auf und geht an seine physischen Grenzen. Sagt er zumindest, als er in einen massigen Fatsuit gehüllt, in der Luft hängt und gleich einer Arie verkündet, dass niemand einen fetten Pop-Star mag. Einer dieser vielen selbstironischen Momente. Da schreckt der 40-Jährige auch nicht davor zurück, zum Dschungelbuch-Hit „I wanna be like you“ mit einer Affenmaske über die Bühne zu flitzen.

Swing Supreme

Aber auch für Liebesbekundungen der ganz besonderen Art war an diesem beschwingten Abend Zeit. Denn es durfte sich wieder einmal eine Dame über einen ganz besonderen und intimen Moment freuen, als Mr. Williams, in feinsten Zwirn gehüllt, auf die Knie fiel und jener Glücklichen einen Heiratsantrag machte. Aber auch dem Selfie-Hype wurde der Popstar gerecht und posierte mit Schweißperlen im Gesicht für einen kurzen Augenblick mit ein paar Gästen aus der ersten Reihe. Angerufen wurde auch noch jemand. Allerdings schaffte es die leicht geschockte Dame nicht wirklich, den Entertainer bei Laune zu halten, weswegen dieser schnell die Lust an diesem Gespräch verlor. Aber wenn einer gleichzeitig nett und gemein sein darf, dann ist es sicher Robbie Williams, der sich im selben Atemzug über weitere Autogrammwünsche lustig machte.

Sensational

Sensationell war dann im Nachhinein betrachtet nicht nur die ganze Show und vor allem das atemberaubende Bühnenbild, sondern auch die kleinen Momente, die eingefleischten Fans die Gänsehaut über den Nacken trieben. So sitzt nach vielen Jahren getrennter Wege wieder der talentierte Guy Chambers am Klavier, derjenige, der unter anderem verantwortlich ist für den Williams-Jahrhundert-Hit Angels. Mindestens genauso herzerfrischend ist allerdings ein ganz besonderes Duett: Den Duke-Ellington-Hit „Do nothin’ till you hear from me“ singt der Popstar nämlich mit seinem 65-jährigen Vater Peter Williams – spätestens jetzt kann sich jeder erklären woher Mr. Williams Jr. sein musikalisches und unterhaltendes Talent hat.

Entdecken Sie die vielen Seiten des Robbie Williams auch noch einmal in unserer Fotoshow.

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