Im Trend

Juicing: Diesen Beauty-Trend aus New York sollten Sie kennen

am 27.08.2014 um 18:12 Uhr

Hollywood-Stars sieht man in diesen Tagen nicht etwa mit der neuesten It-Bag in der Hand, sondern vermehrt mit Fläschchen und Bechern, die mit leuchtenden Säften gefüllt und schon von Weitem zu erkennen sind. Mit jenen Erfrischern aus viel Obst und Gemüse soll der Körper gereinigt werden, sodass sich der Organismus erholen kann und wieder zu neuen Höchstleistungen fährt. Was die Hollywood-Stars können, können wir schon lange und deshalb stellen wir Ihnen hier und in unserer Bildergalerie das Juicing, oder auch Cleanse genannt, einmal näher vor. Im desired.de-Interview mit Experte Korbinian Gerstl von Frank Juice haben wir für Sie alle wichtigen Fragen geklärt und wissen jetzt bestens über die Methode Bescheid.

Stress auf der Arbeit oder im Privatleben, eine ungesunde Ernährung, Schlafmangel und wenig Sport führen dazu, dass wir uns schlapp, müde und ausgelaugt fühlen. Der Körper benötigt Urlaub vom Alltag! Der Verzicht auf feste Nahrung  für mindestens drei Tage soll hier helfen können und dem Körper neue Kraft schenken. Für wen eine solche Kur geeignet ist, wie man diese richtig und gesund durchführt und wann der beste Zeitpunkt dafür ist, das erfahren Sie im desired.de-Interview mit Korbinian Gerstl vom Münchner Detox-Unternehmen Frank Juice, das sich auf professionelle Saftkuren für unterschiedliche Bedürfnisse spezialisiert hat und deutschlandweit nach Hause liefert.

Warum sollte man überhaupt mit einer Saftkur starten?

„Der ursprüngliche Gedanke eines Cleanse ist es, über einen überschaubaren Zeitraum komplett auf feste Nahrung zu verzichten und seinem Körper, vor allem dem Darm, eine Pause von der schweren Verdauungsarbeit zu geben. Dies ist der Prozess, der den menschlichen Körper die meiste Energie kostet. Da wir ständig von Essbarem umgeben sind und unser Körper dementsprechend viel mit dem Verdauen beschäftigt ist, tut es ab und zu gut, sich eine Pause zu gönnen. Stattdessen belohnt man seinen Körper mit einer Saftkur geradezu mit alkalischem Pflanzengrün, sekundären Pflanzenstoffen, Vitaminen und Mineralien. Man fühlt sich fit und vital – einfach etwas ‚erleichtert’. In der Regel ist man zurecht auch etwas stolz auf sich und man nimmt die positive Energie und den Schwung eines Cleanse mit in den Alltag und achtet etwas genauer auf seine Ess- und Konsumgewohnheiten, verzichtet weitestgehend auf schwer verdauliches und ‚ungesundes’.“

Warum lohnt sich das „Durchhalten“?

„Inwiefern jeder Einzelne dies durchhält und überhaupt durchhalten will, ist natürlich individuell verschieden. Wir wollen nicht mit erhobenem Zeigefinger herumrennen und den Leuten vorschreiben, was Sie zu essen haben, oder ihnen ein schlechtes Gewissen machen! Aber ab und zu tut eine Pause eben ganz gut. Man kann die Dinge neu sortieren, bekommt wieder ein Verständnis dafür, was es eigentlich bedeutet zu essen und macht dies hoffentlich wieder etwas bewusster. Wir haben einen Kunden, der durch ein Cleanse mit dem Rauchen aufgehört hat. Stimmt wirklich. Zunächst einmal ist er nicht der klassische Cleanse-Typ gewesen, hat schon immer geraucht, ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen gehabt, wenig bis gar keinen Sport gemacht usw. Für ihn war der begrenzte Zeitraum der entscheidende Umstand. ‚Zunächst einmal für drei Tage nicht zu rauchen, das muss doch machbar sein.’ Na ja, und das hat er geschafft – und gleich beibehalten! Das ist natürlich super und freut uns sehr!“

Für wen eignet sich eine solche Saftkur eigentlich?

„Eine Kur eignet sich grundsätzlich für alle Altersgruppen und Geschlechter. Manche Kundinnen bevorzugen während eines Cleanse ein ruhiges Umfeld – haben vielleicht gerade ein paar Tage frei oder etwas weniger im Job zu tun als sonst. Für andere hingegen ist es eine prima Gelegenheit, sich fokussiert und ohne Gedanken an die nächste Mittagspause, in die Arbeit zu stürzen. Das kann man nicht grundsätzlich verallgemeinern.“

Manche Damen haben die Hoffnung damit langfristig abnehmen zu können, schließlich wird ganz auf feste Nahrung verzichtet – stimmt das?

„Natürlich ist es ein schöner Nebeneffekt, ein paar Pfunde loszuwerden. Jedoch ist ein Cleanse nicht als Diät ausgelegt. Wer nur eben mal drei Tage auf feste Nahrung verzichtet und danach vielleicht sogar mehr (und ungesünder) isst als vor dem Cleanse, wird ziemlich sicher dem JoJo-Effekt zum Opfer fallen. Das ist natürlich nicht Sinn und Zweck des Ganzen. Wichtig ist daher eine entsprechende Vorbereitung – sowohl psychisch als auch in Bezug auf die Essgewohnheiten. Man sollte sich schrittweise leichter und ’gesünder’ ernähren, auf tierisches Eiweiß und Weizenprodukte so gut wie möglich verzichten. Auf Alkohol und Nikotin sowieso. Stattdessen – Überraschung – mehr Obst und Gemüse zu sich nehmen. Gerne auch in Form von Smoothies und Suppen, die sind leicht und schnell zubereitet und schmecken. So startet man wunderbar ‚entleert’ in sein Cleanse und wird diesen ohne größere Probleme oder Hungerattacken überstehen. Das gleiche gilt für die Zeit nach dem Cleanse. Hält man sich daran, dehnt man die eigentliche Dauer des Cleanse um weitere Tage mit leichter und gesunder Nahrung, die dann natürlich auch zu einem niedrigeren Gewicht führt.“

Was muss man während einer Saftkur beachten und wann sollte man diese am besten beginnen?

„Das mit Abstand Wichtigste ist es, ein Cleanse aus Eigenmotivation heraus zu beginnen. Es bringt nichts zu cleansen, nur weil die beste Freundin das vielleicht gerade macht. Das führt oft zu falschen Erwartungen und wird unter Umständen enttäuscht. Wie oben erwähnt ist die Psyche, also die richtige Einstellung und Motivation, entscheidend. Ansonsten kann während eines Cleanse eigentlich nicht viel schief gehen. Man ist optimal mit Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien versorgt.“

„Juicing“ als solches ist ja nichts Neues, Saftkuren gibt es schon sehr lange – oder ist doch etwas neu, im Gegensatz zu anderen Heilfast-Getränken wie speziellen Tees?

„Ein Juice-Cleanse bietet neben viel mehr Abwechslung und Geschmack auch in Sachen Inhalt eine ganze Menge. In einem halben Liter Grünem Saft etwa, verarbeiten wir über 2,5 Kilogramm Obst und Gemüse. Soviel Gesundes kann man in seinem alltäglichen Berufs- oder Privatleben kaum zu sich nehmen. Und das ist nur ein Grüner Saft. Während eines normalen Cleanse über drei Tage sind jedoch schon allein sechs Grüne Säfte enthalten. Ergänzend dazu ist es unbedingt sinnvoll, basische Kräutertees und viel Wasser zu sich zu nehmen – also eine Art Mix aus Saft- und Teekur. Zusätzlich nimmt man während eines Cleanse immerhin noch um die 1000 Kalorien pro Tag zu sich. Eine entsprechende Grundversorgung ist somit gedeckt.“

Juicing und danach? Am Tag nach einer Saftkur sollte man sicherlich nicht wieder in alte Raster verfallen und zu Burgern und Co. greifen – wie sieht ein After-Juicing-Essen zum Beispiel aus?

„Wie oben bereits angesprochen, ist die richtige Vor- und Nachbereitung sehr wichtig und elementarer Bestandteil jedes Cleanse. Der Morgen nach einem Cleanse beginnt mit einem Apfel. Dies ist die schonendste und beste Methode, den Körper wieder an feste Nahrung zu gewöhnen. Im Anschluss daran empfehlen wir einen Smoothie, als Snack für Zwischendurch, und dann Mittags eine etwas reichhaltigere Gemüsesuppe. Am Abend steht ein Porridge aus Apfel, Banane und Zimt auf dem Speiseplan.“

Entdecken Sie in unserer Bildergalerie alles rund um die Juicing-Methode der Stars und erfahren Sie mehr über Frank Juice.

Kommentare


Luxus: Mehr Artikel